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Foto nordische Landschaft

26. Juni 2006

Sichtweisen

 Normalerweise sind wir ja aufs Hören spezialisiert, aber damit unsere anderen Sinne nicht vollends verkümmern, gibt es hier einen kurzen visuellen Ausflug in die Kälte Grönlands und zu den dort lebenden Inuit, die Jacob Aue Sobol auf eigenwillige Weise ganz nah an sich heran gelassen haben. Der mehrfach ausgezeichnete Däne zeigt nicht ganz alltägliche Porträits des arktischen Alltags und scheut auch keine intimen Einblicke, die eine uns unbekannte Welt eröffnen. Das obige Foto entstammt einer kleinen Galerie, die man auf seiner Homepage einsehen kann.

Zwar gänzlich unnordisch, dennoch brillant ob ihrer Klarheit und Ausdrucksstärke: die Polaroid-Serien von Mike Brodie. Die leicht menschelnden Portraits von Vagabundierenden, Hobos und Straßenkids zeigen ihr Leben am Rande der amerikanischen Zivilisation, das ungeahnte Freiräume von Kreativität und Individualität eröffnet. Lebensstark, diese Fotos!

Die letzten 5 Beiträge von Markus Wiludda

3 Kommentare

1. Peter Bickel schrieb am 26. Juni 2006 um 10:11

Ganz ausgezeichnete Fotos. Sie haben mich tief beeindruckt.

Unerreicht sind aber meiner Meinung nach die Fologalerien des Isländers Ragnar Axelsson über Island, die Färöer Inseln, Grönland und Sibirien – zumindest wenn man vorrangig Naturaufnahmen sehen will.

Ragnar Axelsson

2. Markus Wiludda schrieb am 26. Juni 2006 um 11:06

Ganz großartige Inszenierungen! Kontrastreich, unglaublich spannend und dynamisch. Bin nur aus Zufall gestern über Jacob Aue Sobol gestoßen und hab noch gar nicht weiter geforscht – es gibt bestimmt noch weitere tolle Photographen aus Skandinavien, wie du ja hier beweist. Wir sollten öfter mal Offtopic ein paar schöne Fotos zeigen :)

3. Frank Keil schrieb am 26. Juni 2006 um 14:58

Diese Inuit-Bilder sind wirklich ganz schön. Und – vermute ich wenigstens ohne dagewesen zu sein – ein wenig mehr am Alltag angelegt, als die üblichen heroischen Portraits vom Robbenjäger, der am Eisloch hockt.

Herr Axelsson ist dagegen nicht mein Fall. Bei allem Respekt vor der technischen Brillanz und der Fehlerlosigkeit der Aufnahmen. Aber es sind immer wieder die knorrigen alten Männer vor der ewigen Natur, mit der sie kämpfen müssen. Zu ehrfürchtig das.

Wenn ich das nächste Mal in Dänemark bin, kaufe ich mir endlich den Bildband “Forbi Faeroerne” von Per Folkver (hat keine Seite, der Mann). War als Student auf den Färöern und hat dort den Alltag fotografiert. Ohne Schnickschnack und elegische Ambitionen. Mehr so die Kamera – draufgehalten.

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