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Foto nordische Landschaft

13. August 2006

Von Zwangspausen, schweren CD-Päckchen und Schiffsmeldungen

Wie die Zeit vergeht … am 27. Juni (!) schrieb ich meinen letzten Beitrag hier im Polarblog. Aber manchmal passieren eben Dinge nicht so, wie sie sollen. Dann ist der CD-Stapel nach zwei Wochen Paddelurlaub in Südschweden besonders hoch, dann liegt man wegen einer ambulanten Operation für ein paar Tage flach, dann muss der Hund eingeschläfert werden und geht der PC kaputt – zwar gefolgt von einer schön schnellen, neuen Kiste, die jedoch erst in tagelanger Installationsarbeit in ein arbeitsfähiges Werkzeug verwandelt werden muss.

Mein Arbeitsplatz»Kenn’ ich«, wird mancher sagen, »ist das ganz normale Leben«. Stimmt. Ist auch alles kaum der Erwähnung wert, aber eben eine Erklärung, warum der »Chef im Hintergrund« eine Zeitlang abgetaucht ist. Und weiterhin im Hintergrund werkelt: Die letzten zwei Tage habe ich CD-Päckchen für unsere fleißigen Mitarbeiter gepackt, auf dass ihnen nie die Rezensionsarbeit ausgeht.

Und wenn mir dann am Ende der Kopf raucht vor Arcturus und Lars Danielsson, Old Man’s Child und Masqualero, Viktoria Tolstoy und William Hut, Tulus und Trentemøller, Jimi Tenor und Kaija Saariaho, Jon Balke und Entwine oder Frifot und Mercenary, dann braucht’s etwas musikalische Ruhe: Minor Majority. Musika 77 (die Neue). Oder gepflegte Schwermut: Joycehotel (ebenfalls die Neue). Wobei die beiden letzteren sogar in der engeren Auswahl der CD des Monats September sind. Denn auch das gibt es allmonatlich demokratisch zu regeln: die Wahl der Monats-CD samt Einsammeln der Kommentare.

Und während in den nächsten Tagen nun ca. 60 CDs auf dem Weg zu unseren Fachleuten sind (natürlich per Einschreiben, da die diebischen Postbeamten die sonst wieder – wie schon so oft – abgreifen), kann ich mich entspannen: bei Lasse Halströms Literaturverfilmung »Schiffsmeldungen«. Die ist nicht wie sonst oft bei Hallström genial (in den meisten Rezensionen bekam der Film eine 7/10-Bewertung) und natürlich nicht so gut wie das vor Jahren gelesene Buch, aber durch und durch nordisch. Und die Landschaftsaufnahmen beweisen mir wieder einmal, dass ich – wenn ich nicht eines Tages an den skandinavischen Polarkreis ziehe – nach Neufundland auswandere.

Schiffsmeldungen

Zum Beispiel ins verfallene Haus der Quoyles.

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