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Foto nordische Landschaft

13. Oktober 2006

Winterstille: Jóhann Jóhannsson

 »Und alsbald erheben sich wieder samtige Klanglandschaften voller schmelzender Pling-Plings und perlig-gehallter Klaviersentenzen, dass man nicht länger wissen muss, wie man solche Musik zum Kuckuck denn nun nennt. Vielleicht einfach – schöne Musik.« Das sagt der werte Kollege Frank Keil über das letztjährige Album von Jóhann Jóhannsson aus Island. Und das Gefühl ist wieder da! Bei seiner neuen Single »The Sun´s Gone Dim And The Sky´s Turned Black«, die so welterhellend, feingeistig und erhaben daherkommt, wie noch nichts in diesem Jahr. Mit Streicherelegien, himmlisch durchwobenem Hin- und Her und einem ergreifenden Finale. Fantastisch – nur mit 5:40 Minuten viel zu kurz!

Sich in Geduld üben fällt aber nicht schwer. Im November kommt bereits das Album “IBM 1401, A User´s Manual“. Ein auf einem Motiv aufgebaut Album, das einer der ersten Großrechner Islands in den 60er Jahren programmiert und testweise aufgezeichnet hat. Die Tapes überdauerten die Jahre im Privatarchiv von Jóhanns Vater, der als leitender Techniker dort aktiv war. Umgeschrieben für ein Streicher-Sextett mit neukomponiertem Überbau wird der umtriebige Musiker (auch tätig für das Apparat Organ Quartet), Komponist, Produzent und Labelgründer an alte Stärken anknüpfen. Ein Klangästhet, der die seltene Gabe hat, Musik zu kreieren, die Diesseits und Jenseits kongenial verbindet.

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