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Foto nordische Landschaft

16. Januar 2008

Kari Bremnes in meiner Stadt

Machen wir es kurz und reden wir nicht lange drum herum: Ein Konzert mit Kari Bremnes erleben zu dürfen, ist ein wirkliches Geschenk. Man betritt voller Vorfreude den Konzertsaal, muss bei einem Profi wie ihr nicht lange warten, bis das Konzert beginnt. Und ist es nach zwei Zugaben dann doch zu Ende, freut man sich schon auf das kommende Jahr, wo sie gewiss wieder vorbei schauen wird.

 Das dies so ist, hat sich langsam herumgesprochen und so war die Fabrik diesmal bis auf den letzten Stehplatz gefüllt mit Menschen aller Schattierungen und Neigungen, wie dem älteren Herren, der getragen von allem Stolz und aller Würde dieser Welt seinen Wollpullover mit der Islandfahne zur Schau trug.

Auf der Bühne Kari Bremnes mit ihren kleinen, wunderbaren Band, der diesmal ein wenig nach rocken zu mute war. Erst recht, wenn Bremnes Lieder aus ihrem frühen Munchzyklus anstimmte, dann krachte die Gitarre schon mal gehörig und der Schlagwerker war kaum zu halten. Ansonsten aber gab es über weite Strecken den so typischen Bremnessound, weich, milde und doch auch wieder an den Ecken mit Kanten versehen.

„Oh Mann, ich kannte die Sängerin gar nicht, ein Kumpel hat mich mitgeschleppt“, sagte der nette Mann neben mir: „Ich hatte ehrlich gesagt so wildes Folk-Jazzzeug erwartet, aber jetzt stehe ich irgendwo in Norwegen am Fjord.“ Und wir sahen nach vorne, von wo die Musik kam und wir sahen die Nacken und Schulterblätter der vor uns Dichtgedrängten, wir standen keinesfalls am Fjord, aber es hätte gut so sein können, Punkt.

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