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Foto nordische Landschaft

22. September 2008

Doktor Finnland rät: Mehr Sex im Alter

Wem es bisher entgangen ist, dem sei es hiermit gesagt: Regelmäßiger Sex schützt ältere Herren vor Impotenz.

Finnische Wissenschaftler der Universität Tampere haben zugehörige Studie im Fachblatt »American Journal of Medecine« veröffentlicht. Knapp 1000 Männer zwischen 55 und 75 Jahren nahmen an der Studie teil. Demnach hatten jene, die weniger als einmal pro Woche Geschlechtsverkehr hatten, ein doppelt so hohes Risiko für Erektionsstörungen wie ihre Altersgenossen, die mindestens einmal wöchentlich sexuell aktiv waren.

Genauer gesagt: 7,9 Prozent der Männer, die weniger als einmal wöchentlich Sex hatten, litten unter Erektionsstörungen. Bei den mindestens-jede-Woche-sexuell-Aktiven sank die Zahl auf 3,2 Prozent, in der Gruppe drei-oder-mehrmals-Sex waren nur 1,6 Prozent betroffen. Die Forscher empfehlen nun den Ärzte, ihre Patienten zu regelmäßigen Schäferstündchen zu ermuntern. Doktor Finnland rät: Nicht nachlassen – mehr Sex im Alter.

Schwedische Forscher legen nach

Laut einer im »British Medical Journal« veröffentlichten Studie von Göteborger Wissenschaftlern befolgt die ältere Generation diesen Rat bereits: Männer und Frauen um die 70 haben heutzutage wesentlich häufiger Sex – und vor allem mehr Spaß dabei – als ihre Altersgenossen vor 30 Jahren.
Bei einer Befragung anno 2001 sagten fast doppelt so viele Frauen um die 70, sie hätten regelmäßig Sex, wie ihre Altersgenossinnen 1971.

Bleibt nur noch die Frage: Finanzieren die (nordischen) Krankenkassen entsprechende Vorsorgemaßnahmen?

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1 Kommentare

1. Günter Haas schrieb am 28. September 2010 um 15:05

Mit meinen 6o Jahren freue ich mich über die Aufweichung des Sextabus für Alte, für Österreicher scheint die Entwicklung jedoch zu spät zu kommen, denn unser schönes Land ist international neuen Denkweisen traditionell um Jahrzehnte hinten nach.

Da die “Partnersuche” so kompliziert und langwierig ist, daß (dass) ich vielleicht im Sarg fündig wede, versuchte ich es mit Erotikanzeigen, doch leider umsonst.

45-jährige Frauen wären schon willig, doch da ist eine fiktive Zahl, mein Alter, das zwar nichts über meine biologisch jugendliche Lebens- und Liebeskraft aussagt, aber für jüngere Frauen so abschreckend wirkt, daß sie es gleich lassen. Obwohl ihnen am Telefon schon dämmert, “der wirke aber nicht wie 60!”

Nach zärtlichem Sex sehne ich mich mehr als früher und wäre durchaus mit einer 80-jährigen Frau glücklich, wenn sie Freude an sexueller Erfüllung fände, doch Österreicherinnen in diesem Alter haben einen Betonblock im Sexualzentrum ihres Gehirns und meinen, ihr Geschlechtsteil diene nur mehr flüssiger Ausscheidung.

Ich leide sehr unter dieser aufgezwungenen Enthaltsamkeit, was unter Männern geradezu ein Massenphänomen darstellt, doch ich beobachte, daß auch ältere Frauen unter Mangel an Sex leiden, wenngleich ihnen dies gar nicht bewußt ist – sie nehmen Medikamente gegen Unwohlsein, Gereiztheit und Schlafstörungen, ohne zu wissen, wie sehr beglückender Sex sich auf alle seelisch-körperlichen Systeme ausgleichend günstig auswirkt. Übrigens trennt die asiatische Kultur nicht die Seele vom Körper, was tatsächlich der menschlichen Existenz entspricht.

Es wäre daher D R I N G E N D S T notwendig, ältere (und jüngere) Frauen wieder an ihre naturgegebenen sexuellen Bedürfnisse zu erinnern, indem ihnen von Autoritäten (Staat, Ärtzte, Psychologen, Sexualwissenschaftern) erklärt wird, Sex sein in keinem Alter schmutzig oder unanständig. Dies müßßte in Werbekampagnen verbreitet werden, die wirklich alle erreichen, etwa auch durch Infoblätter beim Arzt.

Das Thema ist zu wichtig und die Menschenrechtsverletzung durch unfreiwilligen Sexualverzicht zu groß, um weiterhin zu schweigen.

Außer weniger Stimmen schweigt derzeit die ganze Gesellschaft, denn die Industrie verdient an den Ersatzbefriedigungen, die durch unerfüllte sexuelle Bedürfnisse entstehen. Und von den Religionen, die Mädchen verstümmeln, zu Sexverzicht aufrufen (nackt ist Sünde!) und Kinder sexuell mißbrauchen, ist kaum etwas zu erwarten.

In der Bibel steht übrigens “Der Mensch soll Gott Ü B E R den Menschen lieben”, was bedeutet, indem der Mensch Menschen liebt, liebt er Gott! Die katholische Kirche drehte das um, machte beglückenden Sex so gut wie unmöglich und meinte, so könne man Gott mehr lieben – eine bewußte Menschenrechtsverletzung allein zum Machterhalt des Vatikans!

Die Bibel schreibt auch, die Geschlechtsorgane dienen der Fortpflanzung und der E R B A U U N G des Menschen.

Machen wir das bekannt, um millionenfaches stilles Leid durch Sexualverzicht zu beenden und den (älteren) Menschen wieder ihre natüliche Lebensfreude zurück zu geben!

Bitte weiter sagen. Danke.

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