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Foto nordische Landschaft

18. November 2008

Stefan Erdmanns »ISLAND 63° 66° N«

Es ist die schönste Liebeserklärung die je gemacht wurde – jedenfalls an ein Land. »ISLAND 63° 66° N« ist ein emotionaler Naturfilm, in dem der Filmemacher Stefan Erdmann sehr viel von sich preisgibt und gerade dadurch, sowie in Kombination mit Isgaards Musik, die Zuschauer berührt.

Er berührt Isländer »Stefan, Deinen Text ins Isländische zu übersetzen hat mir viel Spaß gemacht… und mich auch ziemlich stolz gemacht, Isländer zu sein. Danke dir. Kærar kveðjur, Óli« genauso wie Islandtouristen: »Ich habe immer behauptet: Island kann man nicht fotografieren oder filmen, man muss es selbst erleben (…) aber von diesem Film, den Sie da gedreht haben, bin ich so begeistert, das ich schon fast sagen möchte: Ja, der Stefan hat es geschafft. Er hat geschafft, die Landschaft, die Stimmung und das Gefühl dieses Landes einzufangen«.

Allerdings verärgert er einige Zuschauer auch: »Nun aber muss ich schon schimpfen mit Ihnen. Der Film ist der Hammer. Ich weiß nicht wie oft ich ihn schon angesehen habe, und mir dadurch die Zeit für unwichtige Dinge fehlt. Herzlichen Dank für dieses tolle Machwerk«.

Als Stefan Erdmann 2001 erstmals nach Island reiste war er von diesem Ergebnis noch weit entfernt. Er wusste nur: Diese Insel hat ihn gefesselt und schwer beeindruckt. Wie verrückt sammelte er alles, Bildbände, Reiseführer, Erfahrungsberichte, kaufte jede erhältliche DVD, sah sich Dokumentationen an, besuchte Multi-Visions-Shows – und machte eine niederschmetternde Erfahrung: »Es gibt einige sehr gute Filme über Island, aber keiner hat mich berührt. Und Island berührt mich seit meiner ersten Begegnung in der Tiefe meiner Seele«.

Die logische Konsequenz: Ein eigener Film, mit dem Ziel, dem Zuschauer seine Leidenschaft für Island nahe zu bringen, ihn zu berühren, aber auch zu informieren: »Der Film ist zu einhundert Prozent eine Herzensangelegenheit. Er soll der beste und schönste Film über Island werden!«

Über einen Zeitraum von mehr als vier Jahren hat Stefan Erdmann sich den Film ganz alleine erarbeitet: Das Schreiben der Texte, Kamera, Schnitt, Sounddesign (sowie einen Teil der Musikkomposition, der Großteil stammt von der in Hamburg lebenden Sängerin Isgaard und ihrem Komponisten/Produzenten Jens Lück,) bis hin zum Cover und Programmieren der DVD sowie die gesamte Finanzierung nahm er selbst in die Hand. In zehn Reisen drehte er knapp 300 Stunden Material und legte mehr als 15.000 Kilometer durch alle Regionen Islands zurück. Lediglich für die Luftaufnahmen unterstützte ihn sein isländischer Freund Thorhallur.

»ISLAND 63° 66° N« führt den Zuschauer in zwei Teilen à 55 Minuten – sowie 30 Minuten bewegten Bildern – über die ganze Insel. Dabei gelingt es dem Filmemacher selbst bei den typischen Touristenattraktionen (Vulkane, Geysire, Lagunen, Gletscher) nie in Kitsch zu verfallen, er schafft es selbst die obligatorischen Islandpferde in ein völlig neues Licht zu rücken.

Ein phantastischer Film über ein phantastisches Land.

© Fotos: Stefan Erdmann

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