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Foto nordische Landschaft

29. Juni 2009

Hel(l) aktuell IX: Tuska 2009, Samstag

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Heute häufen sich im Publikum die Bandana-Träger dank Suicidal Tendencies, die quasi anstelle der abgesagten Bullet For My Valentine den Samstag headlinen: Suicidal Tendencies sagten schneller  zu, als Bullet For My Valentine ab. Mit (noch) strahlend blauem Himmel beginnt der zweite Tag (siehe auch Freitag) des Tuska Open Airs in Hel(l)sinki.

So, noch schnell die letzten Takte von Dauntless (FIN) mitgenommen, deren Sänger im roten Kleid über die Inferno-Stage springt – da waren mir Deathchain (FIN) auf der Sue-Bühne nicht nur optisch lieber: Die Jungs sind eine ziemlich gute, knüppelnde Liveband.

Dann geht’s auch schon weiter mit Sabaton, die mit den verspätet gelandeten The Faceless getauscht haben.

Sabaton (S)1sabaton1
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Die positivste Überraschung des Tages: Sabaton auf der Hauptbühne. Power Metal ist wahrlich nicht mein Ding – aber groß in Finnland. Dementsprechend brüllte der Sänger ins Mikro: »Unglaublich! Es ist mitten am Tag und so voll!«

Die Fans feierten die Schweden, schon lange bevor diese die Bühne betraten. »Ihr steht schon eine Stunde bevor wir spielen da und brüllt ‘Sabaton!’ Unglaublich! « strahlt der Fronter. Eine wirklich geile Liveband, die den Fans doppelt einheizte: Meterhohe Flammen verdoppelten die herrschende Temperaturen. PS: Gayboard. Hahaha.

Profane Omen (FIN)2profane_omen1
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Weiter geht’s auf der Inferno-Bühne: Der Gitarrist der Deather Profane Omen hat zwar einen seltsamen Kleiderstil, aber musikalisch ist die Band tierisch. Eine der Entdeckungen des Festivals für mich.

Noch einen kurzen Blick zu Jon Oliva’s Pain (USA). Was ist denn das? Ein Weight Watchers Meeting im Sue-Zelt? Und der Musikstil ist auch nicht mein Fall. Schnell weg.

The Faceless (USA)3faceless1
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Der Preis für die grünste Gitarre des Tages geht an The Faceless – deren Sänger auf der Radio Rock-Stage nach jedem Song ihre Herkunft betonen muss: »We are The Faceless from the US (oder L.A. oder California)«. Ansonsten weniger spektakulär.

Korpiklaani (FIN)4korpiklaani1
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Es ist unglaublich voll bei Korpiklaani. So voll, dass noch mal die gleiche Anzahl Fans wie im Inferno-Zelt selbst, außerhalb selbigen steht. Und so voll, dass die Fotografen in zwei Schichten in den Graben müssen. Die Folk Metaller, deren Gig letztes Jahr wegen eines verloren gegangenen Akkordeons ausfiel, entschädigen ihre Anhängerschar in diesem Jahr dafür mit einer tollen dreiviertelstündigen Show.

Evile (GB)5evile
Wow. Evile haben mächtig Spaß auf der Sue-Bühne. Die sympathischen Briten prügeln strahlend ihr Set durch. Ebenfalls eine ziemlich geile Liveband, mit gutem Basser.

Amorphis (FIN)
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Respekt. Der Fronter von Amorphis mosht mit seinen meterlangen Dreads. Obwohl ich die Band im Laufe der Jahre schon oft live gesehen habe, sehe ich sie immer wieder gerne. Amorphis sind einfach gut, auch bei Tuska 2009 auf der Radio Rock-Bühne.

Pestilence (NL)7pestilence
Pestilence
sind ja nicht wieder zu erkennen. Jungs, wo sind eure Haare? Aber heftig wie zu alten Zeiten – und ein paar kleine finnische Jungs in der ersten Reihe sehen die guten alten Recken auf der Sue-Bühne zum ersten Mal.

Firewind (GR)
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Wie schon erwähnt: Power Metal ist in Finnland ein großes Ding. Bei den Fans kamen Firewind (GR) sehr gut an, bieten im Inferno-Zelt eine wirklich gute Show.

Suicidal Tendencies (USA)
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Doch nun, der Headliner: Suicidal Tendencies lassen den Festivaltag ausklingen. Zur großen Freude der Fotografen rast Fronter Mike Muir – nach einem kurzen »Hallöchen«-Winken – wie ein Derwisch über die Bühne: »You can’t bring Suicidal Tendencies down! «

Für die Amis ist die Show eine einzige große Party, selbst wenn noch viel Platz im Publikum ist – und ich das Gefühl habe, bei Sabaton waren mindestens ebenso viele Zuschauer.

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Die Jungs geben alles, feiern mit den Fans bis zum Ende: Zum großen Finale holen sie so viele Leute wie auf die Bühne passen hoch und rocken ab. Sehr sympathisch, tolle Stimmung.

Damit ist der Samstag fast vorbei: Weiter geht’s in den Clubs alias Tavastia, Nosturi und Virgin Oil.

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