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Foto nordische Landschaft

21. September 2009

Starflower: Die kleinen Sterne leuchten

Dass man mit Popmusik reich und berühmt werden kann, ist eine der Gewissheiten, die mit dem langsamen Siechtum der Musikindustrie ganz unspektakulär abhanden gekommen ist. Merkwürdiges Phänomen aber, dass die Popmusik so gar nicht tot sein will! Und dass Bands in den abgelegensten Provinzstädten weiterhin in miefigen Probenkellern oder im WG-Gemeinschaftsraum zusammenkommen und ihre Musik spielen und sich überhaupt nicht dafür interessieren, ob die Welt von ihnen Notiz nimmt oder nicht. Wen kümmern solche Nebensächlichkeiten? Und trotzdem sind diese Bands aktiv. Arbeiten langsam. Aber alle drei bis vier Jahre kommt dann vielleicht sogar ein Album heraus. Vielleicht.

Starflower aus Pori sind  so eine Band, von der man alle paar Jahre etwas hört. statflowerDie mit »MOMENT IN THE SUN« vor einigen Jahren ein schwerelos naiv-verträumtes Indiepopalbum beim schwedischen Indielabel Music Is My Girlfriend herausgebracht haben. Und danach war Funkstille. Jahrelang.

Und dann hör tman unverhofft wieder von ihnen und freut sich darüber, dass es sie noch gibt. Nicht dass sie weltbewegende Melodien oder wundersamste Texte ersonnen hätten. Darum geht es nicht. Ganz im Gegenteil. Es geht darum, sich treu zu bleiben, nicht aufzugeben, weiterzukämpfen, sich weiterzuentwicklen. In der kleinen Form. Mit dem naiven, mit dem fröhlichen, mit dem flaumfederleichten Popsong. Der die Welt nicht aus den Angeln hebt, aber sie vielleicht ein kleines bisschen besser macht. Mit Idealismus, mit Beharrlichkeit und mit viel Freude. Irgendwann wird »CEASEFIRES«erscheinen, das zweite Album von Starflower. Auf ihrer myspace-Seite sind erste Songs zu hören. Vielleicht erscheint das Album dieses Jahr. Vielleicht auch nicht. Aber wenn es kommt, dann ist es ein kleiner, kleiner Grund zur Freude.