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Foto nordische Landschaft

16. November 2009

Tipps für Island-Fans: Fotografie und Film

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Island-Fans können noch bis zum 31. Januar 2010 die Foto-Ausstellung in der Stadtbibliothek Eppelheim (bei Heidelberg) besuchen.

Gezeigt werden etwas andere Fotos von Natur und Menschen in Island: »Island ist für uns mehr als die faszinierende Landschaft, die in zig Fotos, Postkarten und Bildbänden gezeigt wird«, erklären Claus Sterneck und Tina Bauer.
»Wir wollen auf Details, kleine Geheimnisse, das Leben der Menschen in der rauen Natur – und dieses Mal speziell im Chaos der Finanzkrise – aufmerksam machen.«

Mehr Informationen findet ihr auf der Website der Stadtbibliothek Eppelheim.


»Island 63° 66° N«

Außerdem tourt Stefan Erdmann mit seinem Live-Filmvortrag »Island 63° 66° N« wieder durch (Süd)Deutschland.
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14. November 2009

The Kissaway Trail: Schade, nur die Vorband

Nichts für ungut, liebe Musiker von Passion Pit. Aber euretwegen würde ich mich nicht auf den Weg zum Konzert machen. Sondern wegen eurer Vorband, den wunderbar aufmüpfig-innovativen Dänen von The Kissaway Trail, von denen bedauerlicherweise in letzter Zeit sehr wenig zu hören war. Nachdem ihr selbstbetiteltes Album 2007 unter meinen skandinavischen Lieblingsplatten des Jahres war und das Video zum La La-Song hoch in der Gunst stand und steht, war leider lange Funkstille. Bis jetzt. Jetzt tauchen die selbstironischen, fröhlichen, verspielten Indiepopper plötzlich als Vorband der US-Boys wieder aus der kissaVersenkung auf und wollen sich so langsam wieder ins Gedächtnis bringen, so scheints. Und endlich, endlich, für 2010 wird ein neues Album angekündigt. »SLEEP MOUNTAIN wird es heißen (ein sehr kissaway´scher Titel, in der Tat!) und im Frühjahr 2010 erscheinen. Vorfreude! Produzent ist Peter Katis, der schon für Tiger Lou und Interpol aktiv war.

Die aktuelle Tour mit Passion Pit zeigt mal wieder,  dass alle Bemühungen von Roland Koch, den Frankfurter Raum als Metropolregion zu etablieren, zumindest musikalisch ins Leere laufen. Kommen wirklich angesagte  internationale Acts nach Deutschland, dann heißen die vier obligatorischen Tourstationen Berlin, Hamburg, München und Köln. Frankfurt guckt dumm zu. Wie so oft. Vielleicht hat sich ja in Musikerkreisen auch schon herumgesprochen, dass das Publikum in der Bankenstadt legendär stoffelig ist. Die Österreicher von Ja, Panik fragten letztens beim Konzert im Frankfurter Mousonturm nach ihrem Song »Wien, Du bist ein Taschenmesser«, das Publikum, wie es die eigene Stadt in einem Wort charakterisieren würde. Seufzen, dumpfes Schweigen. »Schlaftablette!« bringt es endlich jemand zur allgemeinen Erheiterung auf den Punkt. So weit zum Frankfurter Selbsthass! Liebe Kissaway Trails, traut euch bitte trotzdem im kommenden Jahr plus neuem Album ins Hessische! Euer Fan hier hat heute geschwächelt und ist bei Dauerregen nicht zweihundert Kilometer nach Köln gefahren, um euch eine halbe Stunde als Vorband zu hören.

Das Foto hat Eva-Louise Nielsen gemacht.

08. November 2009

Lady & Bird: Die Sinfonie des kleinen Popsongs

Was wärmt uns im November? Es kann nur das ganz große Gefühl sein. Und das gelungene Experiment. Dazu gehören: Eine französische Chanteuse, ein eigenwilliger isländischer Nerd und ein 8o-köpfiges Sinfonieorchester. Eine live eingespielte Aufnahme. Voilà die Protagonisten: Die französische Sängerin Keren Ann, der isländische Pop-Weirdo Bardi Johannsson und das Icelandic Symphonic Orchestra. »LA BALLADE Of LADY & BIRD« lautete das Ergebnis dieser Zusammenarbeit.

Keren Ann und Bardi Johannsson arbeiten als Duo Lady & Bird bereits seit einigen Jahren regelmäßig zusammen und haben ein gemeinsames Album vorgelegt. Keren Ann ist in Frankreich eine der bekanntesten Vetreterinnen des Nouvelle Chanson Johannsson hat mit seinem Projekt Bang Gang und dem Debüt »GHOSTS FROM THE PAST« ein episches Herz-Schmerz-Album vorgelegt.

Am 5. Juni 2008 haben beide Musiker, ladybegleitet vom Icelandic Symphony Orchestra unter Leitung von Daniel Kawka, das Abschlusskonzert des Kunstfestivals Reykjavik bestritten. Mit ihren eigenen und ihren gemeinsamen Songs, opulent und einfühlsam neu arrangiert von Thorvaldur Bjarni Thordvaldson. Ein Experiment, das auch hätte danebengehen können – denn lassen sich fragile Popsongs in die symphonische Form übertragen? Funktioniert das?

Die Antwort kann nur lauten: Ja, ja ja! Denn das kleine, das private Gefühl intimer Seelenzustände in den Songs der beiden Musiker läuft in der symphonischen Form zum großen Melodrama auf, das Herzen auf die wunderbarste Weise bricht. Ohne dasss die Zartheit auf der Strecke bliebe. Mit wunderbarem Sinn für den Aufbau von Spannungsbögen kulminiert die Aufnahme im Lady & Bird-Song »Run In The Morning Sun« , gesungen von einem Mädchenchor. Wer danach nicht glaubt, dass das reine Glück auf Erden möglich ist, dem ist auf dieser Welt nicht mehr zu helfen.

 
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