Lapko im Berliner Magnet: Wo sind die heißen Höschen?

Ich bin enttäuscht: Statt der heißen Höschen, die Lapko auf den Promofotos zur neuen Scheibe »A NEW BOHEMIA« tragen, sind Ville Malja und Konsorten im Berliner Magnet komplett in schwarz gewandet. Wo sind die bunten Leggins in Metallic-Version geblieben?
Mit »King & Queen«, dem satt krachenden zweiten Stück des aktuellen Albums, legt das Trio im mittelmäßig gefüllten Club los. »Paranoid« vom Vorgänger »YOUNG DESIRE« knallt genauso rein – allerdings nicht beim anwesenden Publikum. Das schnarcht bis zum Ende des Auftritts mehr oder weniger vor sich hin. Zu verwöhnt?
Gut, Sänger/Gitarrist Ville, Bassist Anssi Nordberg und Schlagzeuger Janne Heikkonen haben technische Probleme; vor allem letzterer scheint weder sich noch seine Mitstreiter richtig zu hören. Dennoch haben Lapko etwas mehr Begeisterung verdient. Die Single-Auskopplung »I Shot The Sheriff« scheinen immerhin einige Zuschauer zu kennen und bewegen sich tatsächlich zu den Rhythmen.
Die Finnen bewerben »A NEW BOHEMIA« kräftig, spielen überwiegend Stücke davon, doch auch eins vom Debüt »THE ARMS« sowie den Band-Klassiker »All The Best Girls« vom Zweitling »SCANDAL«.
Nach ziemlich genau einer Stunde verabschiedet sich der Dreier mit der einzigen Zugabe – ja, es gab tatsächlich einige zaghafte Zugabe-Forderungen: Meinem »YOUNG DESIRE«-Favoriten »Dead Disco«.
Nein, das war nicht Lapkos bester Auftritt:
Technische Probleme nervten die Band, die Stimmung hatte eine »wo wir schon mal da sind, bleiben wir halt hier«-Nuance und auch die Songauswahl hätte besser sein können. Schade.
Fotos © natte / janis
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