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Foto nordische Landschaft

13. Mai 2010

Feiert mit Eläkeläiset die Substage-Abschiedsparty in Karlsruhe


Das Karlsruher Substage zieht um, auf das Schlachthofareal im Karlsruher Osten. Doch zuvor feiern Crew und Freunde des Unterführungsclubs eine mehrtägige Abschiedsparty, bei denen auch die irren Finnen von Eläkeläiset nicht fehlen dürfen: Schließlich zählen ihre launigen Humppa-Partys seit Jahren zu den Highlights im Substage.

Wer also zu finnischen Polka-Rhythmen Polonaisen oder/und Alkohol frönen möchte, der sollte am Freitag, 14. Mai 2010, ins Substage kommen, wenn das Motto lautet »Humppa ’til you die!«

Foto © natte

05. Mai 2010

The Blue Van im Stuttgarter Schocken: Rocken bis die die Orgel in Trümmern liegt


Die dänischen The Blue Van dürften einigen dank der Apple iPAD-Werbung bekannt sein: In dieser erklingt ihr Song »There Goes My Love« vom aktuellen Album »MAN UP«. Dennoch findet das Konzert am 27. März 2010 nur im kleinen Club Schocken in Stuttgart statt – und der Eintrittspreis ist mit fünf Euro äußerst human.

Um 21 Uhr stolpert also der bunte Haufen Retrorocker um Sänger/Gitarrist Steffen Westmark auf die Bühne – und präsentiert seine Herkunft musikalisch: Mit dem Opener »Product of DK« vom 2005er Album »THE ART OF ROLLING«. Das verdächtig nach »Ü30-Party«-Besuchern aussehende Publikum scheint der Band zu unmotiviert, also brüllt Stefan ins Mikro: »Come on, it’s Saturday Night – we’re not on a funeral!«

Entweder zeigt die Ansprache Wirkung, oder der näxte (Titel)Song »Man Up«. Die Menge fängt an zu tanzen und hüpfen – und die Band macht es den Zuschauern leicht bis zum Ende mitzufeiern. Die CD groovt schon ordentlich, doch ist das kein Vergleich zu einer Liveshow The Blue Vans: Laut und wild geht es zu, Bassist Allan Villadsen springt mehrmals auf die Orgel Søren Oakes Christensens.

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03. Mai 2010

Lieber schweigen? Holmes & die Sache mit den Zwischenansagen

Es ist eine Gretchenfrage für Bands: Wie hältst Du es bei Konzerten mit der Ansage? Die Extreme reichen von unqualifiziertem Dauergeblubber bis hin zu gänzlichem Schweigen. Es muss doch je nach Naturell einen vernünftigen, unpeinlichen Zwischenweg geben!

Über die Dauerplauderer auf der Bühne wollen wir an dieser Stelle einmal keine großen Worte verlieren. Die reden schon selbst in ausreichendem Maße. Wenden wir uns lieber den Stillen zu. Man kann auf sehr viele unterschiedliche Arten schweigen. Vielleicht sagt man ja auch sonst nicht viel. Vielleicht hält man aus Vorsicht lieber den Mund. Vielleicht denkt man aber auch, dass Schweigen die ultimative Form von Coolness und Poserei ist (ein jüngstes Paradebeispiel dafür: die britischen Folksong-Dandies von Erland And the Carnival).

Vielleicht aber sind fünf bis sieben Musiker, von denen sich einer hinter dem anderen auf der Bühne zu verstecken scheint, einfach nur auf altmodische Weise schüchtern. Dies scheint bei den schwedischen Countrypop-Träumern Holmes der Fall zu sein. Sänger Kristoffer Bolander traut sich kaum, ins Publikum zu schauen. Lieber blickt er auf seine Gitarre oder seine Mitmusiker, die sich an diesem Abend im Offenbacher Hafen2 wie ein Haufen Schäfchen eng um ihn gedrängt versammelt haben. Kaum, dass er die Dankesworte auf den freundlichen Applaus des Publikums hin herausbekommt. Mit leiser Stimme sagt er ab und zu mal einen Song an. Anekdotenerzählen ist seine Sache nicht. Der Rest der Band blickt ernst und konzentriert.

Da die Zwischenansagen so spärlich, aber eben nicht unsympathisch ausfallen, kann man sich um so besser auf die Musik konzentriereren, die eine bescheidene Gemütlichkeit ausstrahlt, aber auch eine große Wärme. Holmes erfinden mit ihrem melancholisch-bedächtigem Countrypop das Rad nicht neu, aber schaffen es, ein wunderbar behaglich knisterndes Lagerfeuer zu entfachen, in das man lange blicken möchte. Bescheidenheit ist das neue Lautsein, vielleicht.

(Foto: David Fransson)

 
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