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Foto nordische Landschaft

24. August 2010

French Films, oder: Sonnige Musik aus einer kalten Ecke

Putzmunter. So klingen sie, eine der interessanteren neuen Bands aus der finnischen Popszene, nämlich French Films. »Sunny music from a cold place« schreibt Promoter Esa Tontti treffend, um die Richtung anzudeuten, in die es hier geht. Waviger, lebhafter, superlebendiger, tanzwütiger Indiepop ist es, den das Quintett auf seiner ersten Single »The Golden Sea« bietet. Nach langem Überlegen fällt endlich der Groschen, an wen die Stimme von Sänger Joni errinnert. An eine jüngere, frechere, sehr viel weniger pompöse Ausgabe von Men-Without-Hats-Sänger Ivan Doroschuk. Oh ja, »Safety Dance« und die guten alten 80er!

French Films selbst definieren die wichtigsten Einflüsse ihrer Musik so: »Dreaming, cold & dark winter, being alive.« Nicht schlecht für den Anfang, Jungs! Als gehypte musikalische Nachbarn lassen sich everbody´s aktuelle Darlings The Drums ausmachen, hinter denen sich French Films nicht wirklich verstecken müssen. Sollten die positiven Schwingungen des einzigen bisher veröffentlichten Songs fortsetzen. Was wir wohlwollend hoffen wollen. Eine EP soll in Bälde herauskommen, das Album-Debüt ist für den Januar geplant. Auf die hypothetische Frage, was sie tun würden, falls sie sich auf einem sinkenden Schiff befänden und nur zwei funktionierende Rettungswesten vorhanden wären, antworten diese Jungs: »We would proudly sink with the ship!« Definitiv die richtige Einstellung.

(Foto: Tuomas Välinen)