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Foto nordische Landschaft

12. Mai 2011

Ein Hoch auf den Radiowecker mit Bodebrixen

Erfinderisch muss man sein. Der Donnerstag ist irgendwie ein komischer Tag, aber seit die Lieblingskollegin ihn »Vizewochenende« getauft hat, sieht der Donnerstag irgendwie hoffnungsvoller aus für die Lohnschaffenden. Noch ein Mal dieses Szenerio, dass morgen der Wecker erbarmungslos klingelt, und dann ist endlich Wochenende. Und eben ist doch tatächlich entschieden worden, dass es nach Finnland und Island auch Schweden und Dänemark ins Finale des Eurovision Song Contest geschafft haben. Von wegen Balkanmafia! Aber morgen in aller Frühe klingelt nochmal der Wecker. Das durchdringende Biepen contra das gemütliche Bett und all die schönen Dinge, die man sonst machen könnte, statt wie üblich in letzter Sekunde hektisch hechelnd die 8:30-Regionalbahn nach Frankfurt zu erreichen.

Doch wir sind nicht allein, wir Lohnsklaven. Bodebrixen, ein skuriles Indiepopduo aus Dänemark, weiß, wie uns zumute ist und hat dem Radiowecker ein wunderbar dilettantisch choreographiertes Sahnestückchen gewidmet. Wer sich traut, in dieser peinlichen Unterwäsche vor der Kamera herumzuturnen, dem gebührt ausdrücklicher Respekt. Der Radiowecker spricht russisch und wir werden ihn niemals verstehen, aber hey! So lange wir uns ungehemmt darüber das lustig machen können, was uns stört wie Mückenbisse, so lange ist die Welt in Ordnung. »We are Bodebrixen. We play Indiepop happy music« , schreiben die zwei auf ihrer Website. Höchst korrekt!