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Foto nordische Landschaft

24. Juli 2011

Hel(l) aktuell XII: Tuska 2011, Samstag

Enslaved-Fans am Samstag.

Moonsorrow (FIN)

Der zweite, nicht ganz so heiße Tuska-Tag 2011 (siehe Freitag) beginnt für mich erst mit Moonsorrow. Die Order an die Fotografen lautet dieses Mal: »Nur das erste Lied – das dauert zehn Minuten!«, das ganze Set eine Dreiviertelstunde. Hat jemand die Lieder gezählt?

Die finnischen Langsongfetischisten gefallen auch auf Tuska; für Details siehe Paganfest 2011.

Tarot um Nightwish-Bassist/Mitsänger Marco Hietala liegen nicht auf meiner Wellenlänge, doch hat die bereits in den frühen 80-ern von den Brüdern Hietala (Sänger Marco / Gitarrist Zachary) gegründete Truppe eine solide (heimische) Fanbase.

Tarot (FIN)

Feastem (FIN)

Von ihren Landsmännern Feastem habe ich bis heute nichts gehört. Eingefleischte Grindcore-Freunde kennen das Quartett vielleicht.
Sehenswert: Front-Schreihals Petri Eskilenen, irrt fast wie Napalm Deaths Mark »tanze-als-ob-keiner-zusieht« Barney Greenway über die Bühne.

Pünktlich zum Konzertbeginn der schwedischen Katatonia setzt ein kurzer Schauer ein.

Keine Lust auf eine nasse Kamera (oder Schutzhüllen basteln), deswegen geht’s erst wieder bei Wintersun in den Fotograben der EMP-Stage. Die Finnen werkeln bereits seit sechs Jahren oder so am neuen Album … immerhin liefern sie live bereits einen Vorgeschmack auf das wann-auch-immer-erscheinende Werk.

Wintersun (FIN)

Blind Guardian (D)

Mit Blind Guardian haben’s erneut ein paar alte (teutonische) Recken aufs Tuska geschafft.

Viel spannender als die Power Metaller finde ich allerdings Ghost – zumindest live. Auf dem Album konnte mich die Mischung aus Black Metal, Hardrock, Siebziger, Prog und King Diamond nicht überzeugen, auf der Bühne bieten sie zumindest eine gute Show.

Ghost (S)

Highlight am Samstag: Enslaved, für die mehrere Zuschauer die norwegische Flagge hissen. Abgesehen vom älterem Material (»RUUN«) konzentrieren sich die Norweger auf das aktuelle Werk »AXIOMA ETHICA ODINI«, mein Album des Jahres 2010. Und auf besonderen Wunsch eines finnsichen Freundes, so die Gerüchte, spielen sie eine Liverarität: »The Voices« von »MONUMENSION« (2001).

Astreiner Black Metal samt Kreischgesang prallt auf Keyboards, Klargesang und akustische Passagen; das alles mit beißendem Groove. Gewaltige Riffs, raffinierte (Gitarren)Melodien, mächtige Rhythmen und vielseitiger Gesang schaffen auch live eine grandiose Atmosphäre.

Enslaved (N)

Devin Townsend Project (CAN)

Dagegen find ich die Headliner Devin Townsend Project einfach langweilig.

Was für eine Rolle Anneke van Giersbergen (Ex-The Gathering) bei dem Ganzen spielt, ist mir schleierhaft: Das hätte’s nicht gebraucht.

Und tschüß.

Fotos © natte

+++ Hier geht’s zum Sonntag +++

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