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Foto nordische Landschaft

10. Oktober 2011

Heidenfest 2011- Part I: Wintersun, Finntroll, Turisas, Trollfest, Skálmöld

Die »Herbstausgabe« des immer im März stattfindenden Paganfests nennt sich Heidenfest – und wie schon beim Paganfest 2010 / 2011 gibt es am 7. Oktober 2011 im Stuttgarter LKA wieder eine »extended show«. Zusätzlich zu Finntroll, Turisas, Alestorm, Arkona, Trollfest, Skálmöld stehen Wintersun, Dornenreich plus Todtgelichter auf der Bühne, dehnen das Festival so auf satte neun Stunden aus.

Als alte Bekannte vom Paganfest 2010/2011 sind mit dabei die russischen Arkona, die schottischen Alestorm und die finnischen Trolle namens Finntroll; ich bin schon fast irritiert, dass heute weder Varg noch Eluveitie am Start sind.

Den undankbaren Opener-Posten haben die Viking Metaller Skalmöld aus Island. Die Truppe um Björgvin Sigurðsson schafft es aber ruckzuck die (rauchende) Masse hinein zu ziehen, das eben noch leere LKA zu füllen.

Der Gesang, genauer: das Growlen, ist etwas gewöhnungsbedürftig, doch die Mixtur aus Black, Thrash und Folk Parts richtig gut. Leider stammen letztere alle aus der Konserve. eingestreut von Keyboarder Gunnar Ben.

Ja, ich muss mir dringend das Album organisieren. Schade, dass der Auftritt des Sextetts nur eine halbe Stunde dauert, die Truppe kommt verdammt gut an.

Ganz anders dagegen Todtgelichter aus Hamburg: Die weißen Geistererscheinungen haben es geschafft, die gerade aufgekommene Partystimmung auszubremsen.

Das liegt allerdings weniger an der Ausrichtung: Black Metal, sondern am schaurigen weiblichen Gesang – meiner Meinung nach.

Was den anderen Zuschauern nicht gefällt? Keine Ahnung. Jedenfalls lichten sich die Reihen zusehends – und wenn mich nicht alles täuscht, sind sie bei den nur-mit-Sängern-Liedern voller.

Nach einer kurzen Umbaupause kommt die letzte Band mit nur halbstündiger Spielzeit auf die Bühne: Trollfest aus Norwegen. Mit einem als Bierflasche verkleideten Sänger – und wie sich zwei Songs später herausstellt, passt das Kostüm wie angegossen.

Doch von vorne. »True Norwegian Balkans Black Metal« nennt die Truppe um Jostein »Trollmannen« Austvik ihre Musik, kurz gesagt: Die perfekte Mucke zum Saufen, Schunkeln, Feiern, fabriziert von Mitgliedern der Bands: Urgehal, Pantheon I, Untime, Melch, Hallucinations, Powersword und Sarkom.

Wie das klingt? Man nehme eine gesunde Portion (alte) Finnntroll, (Black) Metal, Humppa, Ska, Bulgarische Folklore und was alles noch unpassend wirkt, garniere dies mit Akkordeon, Banjo, Trompete, Geige, Mandoline, …, singe das ganze in der fiktiven »Trollspråk« – fertig.

Arkona, Dornenreich und Alestorm als schon-mal-gesehen-und-eh-nicht-nordisch opfere ich für meine Essenspause beim Italiener.

Trollfest

+++ Fortsetzung folgt +++

Fotos © natte

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