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Foto nordische Landschaft

11. November 2011

Neckbreakers Ball 2011: Dark Tranquillity im Stuttgarter LKA

… alle Monate wieder feiern Rockthenation im Stuttgarter LKA ein Festival: Nach dem Heidenfest Anfang Oktober locken am 7. November 2011 die Doppelheadliner Dark Tranquillity / Eluveitie Freunde härterer Klänge in die Landeshauptstadt.

Leider haben im Vorfeld die angekündigten Death Angel abgesagt – die Westküsten-Metaller touren wohl lieber mit Anthrax und Testament – und wurden nur notdürftig durch die Schweizer mit dem »lustigen« Namen Gurd ersetzt. Geplant hatte ich nach den finnischen Omnium Gatherum und Gurd rechtzeitig zum Auftritt der dänischen Mercenary da zu sein; doch dank widriger Umstände kam ich erst zur Umbaupause für den Auftritt Vargs.

Varg, mit festem LKA-Abo (Paganfest) sehe ich nun auch schon zum x-ten Mal, und noch immer kann ich mich nicht für den deutschsprachigen Black-Pagan Metal der Jungs aus Coburg begeistern, ganz im Gegensatz zur großen Mehrheit in der Halle: Diese feiert deren aktuelles Album »WOLFSKULT«, bangt und stimmt in Stücken wie »Schwertzeit« oder »Wir sind die Wölfe« ein.
Hm … irre ich mich, oder hat Sänger Phillip »Freki« Seiler immer mehr Mühe sich in sein Bühnenoutfit zu quetschen?

Die nachfolgenden Eluveitie haben anscheinend auch ein Dauerabo fürs LKA (Paganfest). Nachdem ich die Schweizer nun also auch zum x-ten Mal sehe kann ich sagen, dass die heutige Show eine ihrer besseren ist. Die Band ist jedenfalls bestens gelaunt (das Publikum auch) und teilt den Fans zwischen musizieren, bangen und singen mit, dass sie derzeit im Studio am neuen Album arbeiten. Die Co-Headliner kommen trotz »niedlicher« Instrumente wie Drehleier, Fiedel, Flöten ziemlich hart rüber, mehr Death denn Folk/Pagan Metal.

Eine ganze Weile ist es her, seit ich die schwedischen Dark Tranquillity zuletzt gesehen habe – war das beim Konzert mit Interview 2007 im Karlsruher Substage?

Kaum zu glauben. Wenn ich Mikael Stanne und seine Jungs sehe, kommt es mir vor, als sei das gestern gewesen: Der Fronter scheint weder zu altern, noch weniger Spaß an seinem Job zu haben. Mit Dauergrinsen wirbelt er zum Opener »Terminus (Where Death Is Most Alive)« über die Bühne. Und wo auch immer sich ein Kameraobjektiv in die Höhe recht, ist Rampensau Stanne zur Stelle, wirft sich ruckzuck in Positur.

Unterbrochen durch unzählige »You’re amazing!« und »Thank you so much!«-Ausrufe spielen sich die Schweden gut eine Stunde durch die Bandgeschichte, von »PROJECTOR« (»The Sun Fired Blanks«) bis zur aktuellen Scheibe »WE ARE THE VOID« anno 2010 (»In My Absence«, »Dream Oblivion«).

Auch wenn Stanne ohne rot zu werden behauptet, den Song »Final Resistance« von »DAMAGE DONE« nur hier und heute für das LKA-Publikum zu spielen, so entlarvt die Setlist vom Backstage in München (am 28. Oktober 2011) das als Lüge: Diese stimmt Eins zu Eins mit der heutigen überein.

Egal, gut gewählt haben Stanne, die Gitarristen Martin Henriksson / Niklas Sundin, Basser Daniel Antonsson, Schlagzeuger Anders Jivarp und Keyboarder Martin Brändström ihre Songs auf jeden Fall.
Trotz leichter »FICTION«-Schlagseite (»Terminus«, »The Mundane And The Magic«, »Inside The Particle Storm«, »Misery’s Crown«) decken die Jungs einige Jahre ab, sogar ein Stück von »HAVEN« haben sie am Start: »The Wonders At Your Feet«.

Mit »The Fatalist« vom aktuellen Werk beendet das Sextett schließlich die Show – aber, und das ist der einzige große Kritikpunkt des heutigen Auftritts: Ohne eine einzige Zugabe. Obwohl die Fans lauthals eine fordern.

Frage an die Leser: War das bei irgendeinem Gig der Neckbreakers Ball-Tour anders?

Fotos © natte

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3 Kommentare

1. Franziska schrieb am 15. November 2011 um 15:50

Ich war in München und da haben sie ebenfalls keine Zugabe gespielt. Hatte insgeheim auf “Iridium” als “Rausschmeißer” gehofft, aber gut, war trotzdem genial. Omnium Gatherum konnte man sich übrigens auch gut anschauen!

2. Markus schrieb am 19. November 2011 um 11:08

Ich war gestern in Berlin im C-Club Leider haben sie da nicht Final Resistance und auch viele ihrer Top Songs nicht gespielt . Sonst wie immer Dt einer der Besten Live Acts, der Rest der Bands war war O.K der Sound war bei Varg schlecht die Anlage war halt auf den Headliner abgestimmt.Dt sehe ich mir wieder lieber aleine an wo es dann auch wieder zugaben gibt und nicht um 5 vor 12 Uhr die jungs ohne zugabe von der Bühne gehen.

3. natte schrieb am 19. November 2011 um 18:50

@ Franziska: … »keine Zugabe ist wohl das Motto der Tour.

@ Markus: Nicht mal »Final Resistance«? Was war das nur für eine Setlist?

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