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Foto nordische Landschaft

01. Januar 2012

Die besten skandinavischen Gigs 2011

Wie jedes Jahr kommen wir bei Nordische Musik mit unseren besten Alben des Jahres nicht zu zeitnah zu Potte. Na und? Muss jeder seine Liste schon am 1. Dezember fertig ausformuliert haben? Pfui Blödsinn! Also sinne ich eben am ersten Tag des neuen Jahres über die besten skandinavischen Gigs von 2011 nach, lächle, sortiere, wäge ab und entscheide frei nach dem feinen Ratschlag der Berliner Bloggerkollegin Dörte Heilewelt, dass es genau die Konzerte sein werden, die sich so anfühlen, als seien sie gestern gewesen.

10. Raised Among Wolves beim Iceland Airwaves Festival, Reykjavik. Es gibt sie trotz aller Stereotypen, die Liebe auf den ersten Blick. Eine Handvoll junger Dänen, in Wo-Die-Wilden-Kerle-Wohnen-Kostüme gehüllt, die ihre eigene, sehr liebevolle Variante des Alice-Im-Wunderland-Pop spielen. Romantisch, hingebungsvoll, euphorisch, großäugig, geradezu feierlich. Mit der triumphierenden Trompete von Daniel Bonde. Hach, das könnte etwas werden!

9. Magenta Skycode beim Flow Festival in Helsinki. Die Band um Mastermind und Sänger Jori Sjöroos liebt das gepflegte Pathos und die große Geste. Funktioniert das am hellichten Nachmittag auf der Hauptbühne? Und wie! Große Herzschmerz-Hymnen brauchen keine nächtliche Schwärze, um zu glitzern wie dick aufgetragener Sternenstaub. Außerdem ist es großartig, die finnischen Freunde fast allesamt rundum versammelt zu haben und sich gemeinsam zu freuen. Man genießt und lächelt und fragt sich, wann Resteuropa endlich von dieser großartigen Band Notiz nehmen wird.

Magenta Skycode – Kipling music video from Flatlight Films on Vimeo.

8. Minä Ja Ville Ahonen auf dem Flow Festival in Helsinki. Das schrullige Debütalbum der merkwürdigen Finnen hatte sich unauffällig in mein Herz geschlichen wie eine Katze auf Mäusepirsch. Um so gespannter darauf, die Band endlich einmal live zu erleben und holla! Was für eine leidenschaftliche Orchestrierung großer Gefühle. Als stiller Waldschrat anfangen, als ausflippender Derwisch enden. Man schüttelte sich nach dem Konzert wie ein pitschnasser Hund und fragte sich: Was war das denn? Gut so!

Minä ja Ville Ahonen: Sano from samuli laine on Vimeo.

7. Team Me beim Reeperbahnfestival in Hamburg. Einfach wunderbar, wie diese Großgrupppe hochtalentierter norwegischer Jungspunde ein kreatives, sehr tanzbares Chaos aus sämtlichen Versatzstückchen der Popgeschichte veranstaltet! Euphorisierend und überraschend, blubbernd und steppend, fröhlich und übermütig. Sängerin Synne hüpft über die Bühne wie eine Hummel, die in ein Honigglas eingesperrt wurde. Unwiderstehlich! Im Januar kommt ihr Debütalbum »TO THE TREETOPS!« in Deutschland heraus, schon ein Grund, sich aufs neue Jahr zu freuen!

Team Me “Dear Sister” official music video from Propeller Recordings on Vimeo.

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