Kings Of Black Metal 2012: Endlich neue Bands auf der Bühne
Tatort: … zu idyllisch für True Black Metal?
Tatverdächtige: True Black Metaller
Tatzeit: Tagesfüllend
Tat-Zeugen: 99,9 % Black (Metaller)
Zum zweiten Mal findet das Kings Of Black Metal-Festival am 21. April 2012 im (zu) beschaulichen oberhessischen Alsfeld statt – man munkelt Watain (genauer: die Reinigungskosten nach deren letzten Auftritt) sind schuld daran, dass die Halle in Gießen fürs KOBM nicht länger zur Verfügung steht.
Wie der gut gefüllte Parkplatz und die Nebenstraßen beweisen, reis(t)en Fans aus Frankreich, Italien (Freunde/Fans von Forgotten Tomb?), sogar aus Wien oder von Sylt an, um die Kings Of Black Metal zu sehen – nicht nur für mich ein Festival, auf dem ich einige Bands zum ERSTEN MAL live sehe.
Sehr klischeehaft ist das zu 99,9% komplett schwarz angezogene Publikum; ich zähle hier exakt zwei rote T-Shirts und zwei grau-weiß-schwarze Armeehosen.
Die Essener (Mor Dagor) habe ich verpasst, Glorior Belli aus Frankreich sind solala – und dann muss ich dringend was essen. Von den Italienern (Forgotten Tomb) sehe ich nur noch das letzte Lied, klingt ganz ordentlich.
Die dänischen Angantyr finde ich ziemlich gut (noch nie live gesehen), die norwegischen Bömbers (Immortals Abbath kopiert Motörheads Lemmy) sind eine echte Spaßkapelle, ihre Landsleute Tsjuder gut, die finnischen Impaled Nazarene gewohnt brachial, Dark Funeral sind okay – ich stecke nicht tief genug drin, um beim Live-Auftritt einen großen Unterschied zum ehemaligen Line-Up zu erkennen … ich Banause.
… dann heißt es ewig warten: Behexen kamen mit einer Stunde Verspätung. Sie standen angeblich erst im Stau und haben dann angeblich sehr lange für ihr Bühnenoutfit gebraucht. Ähm? Der Sänger sieht aus, als sei neben ihm eine gefüllte Kloschüssel explodiert – und dafür braucht er ‘ne halbe Stunde?
Ich bin vom Auftritt jedoch nicht nur deshalb enttäuscht: Auf Konserve klingt der Sänger immer sooo bitterböse, aber hier die erste Hälfte vom Set total zahm.
Das aktuelle Album der schwedischen Shining hat mir wirklich gefallen, aber den aktuellen (live)Hype um die Band verstehe ich nicht. Wahrscheinlich wegen der Bühnenshow mit live ritzen oder so, die gibt’s aber beim KOBM 2012 nicht – zumindest nicht so lange ich da war.
Lange Rede kurzer Sinn, eigentlich ist der ganze Text nur ein etwas längerer Link zur Fotogalerie auf unserer Hauptseite: Diese wird »Kings Of Black Metal 2012« heißen … und online gehen, sobald unser Backend das zulässt.
Fotos © natte
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