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Foto nordische Landschaft

22. Juni 2012

Auf der Suche nach dem Sommerhit: Mikhael Paskalev

Mittsommer! In den skandinavischen Ländern hat die Feriensaison damit offiziell begonnen: Also trödeln und die Seele baumeln lassen, aber auch Spaß haben und leichtfüßig mit dem Eis in der Hand die Strandpromenade entlang flanieren. Fehlt nur noch der passende Sommerhit des Jahres 2012, und ein Jungspund aus Norwegen steht quietschlebendig und gekonnt uhuu-kieksend in den Startlöchern und macht sich bereit: Mikhael Paskalev, ein Mann mit bulgarischen Wurzeln, der uns in seinem poppigen, 50ies-inspierten Schwoof-Stückchen »Come On And Jive Babe« unmissverständlich zum Tanzen auffordert. Inspiriert ist der Track übrigens von der Twin-Peaks-Heldin Audrey Horne. Sagt der Künstler, der am renommierten Liverpool Institute for Performing Arts studiert hat und dort sein Händchen für feine Melodien und schwißtreibende Dynamik weiter entwickelt hat. Allein die Handclaps sind hier erste Sahne! Bang, Bang, Bang! I need to hold you!

MIKHAEL PASKALEV – Come on and Jive Babe from Mikhael Paskalev on Vimeo.

Mikhael Paskalev sieht auf den Fotos so aus wie eine sehr sympathische Mischung aus Balkan-Honcho und mexikanischem Schmierenschauspieler und verfügt über eine überaus rätselhafte Ähnlichkeit zum isländischen Singer-Songwriter Svavar Knútur, dem ein vergleichbar brodelndes Temperament gegeben ist. Der lang verschollene Cousin vielleicht? Und ähnlich wie der Isländer pflegt Herr Paskalev keinerlei persönliche Eitelkeiten oder verschämte Ziererei, was sein Äußeres angeht: Wie sonst könnte er sonst über die Schmerzfreiheit verfügen, im schönen Schwarz-Weiß-Video zu »I Spy« in der Schießer-Feinripp-Unterhose herumzuhüpfen (was ihm nicht wirklich schmeichelt)? Und dabei eine gekonnte Hommage an den Tom-Cruise-Klassiker aus dem Jahr 1983 abzuliefern, nämlich »RISKY BUSINESS«? Wo der Lampenständer als Mikro dient! Auf jeden Fall ist der Track ein rotzfrecher Spaß mit einem Bass zum Niederknien.

Mikhael Paskalev – I Spy