Hel(l) aktuell XVI: Tuska 2012, Sonntag – Teil II
Vor dem Auftritt der spontanen Headliner der Hellsinki-Stage, Finntroll (FIN), betreten Bob Malmström (FIN) die Musamaailma-Bühne: Der Sänger trägt zwar einen Anzug, klingt aber sehr böse; das Ganze auf Schwedisch. Hört’s euch an.
Hihi, die Gesichter der unwissenden Fotografen, die sich bei Huoratron (FIN) in den Graben gequetschten hatten … zwar war das Inferno-Zelt rappelvoll und die Meute hat davor den Bandnamen zehnmal so oft / laut geschrien wie vor Ministry … doch ist trotz des einsam aufgebauten Notebooks – und sonst nichts! – der Groschen immer noch nicht gefallen. Ja, es ist ein Einmann-Projekt und alles kommt aus der Dose. Die Bühne ist komplett eingenebelt, Lichtblitze zucken, nennen wir das Ganze mal Schattenspiele mit Aku Raski.
Der Electro-Mucke Produzent hat jedenfalls Höllenspaß, das Publikum auch – und die meisten Fotografen flüchten verwirrt aus dem Graben. Und so klingt das Ganze.
Huoratron (FIN)
Die Spontan-Headliner Finntroll haben ein Heimspiel, spielen sich durch die diverse Alben und sind eindeutig DIE Partyband des Festivals: Das Publikum bangt, rast in Circle-Pits, packt sich an den Schultern und wirbelt im wilden Reigen umher, mosht, pogt, hüpft, schunkelt – und tanzt sogar Walzer!
Viel gediegener geht es bei den Musamaailma-Headlinern Jess & The Ancient Ones (FIN) zur Sache. Als »Occult rock the Finnish way« angekündigt, habe ich sie mir ganz anders vorgestellt. Düsterer. Okkulter. Böse Bühnenshow. Abgesehen davon: Die Stimme der Fronterin »Jess« hat was.
Jess & The Ancient Ones (FIN)
Und nun zu den letzten Mitgliedern der sie-sind-alt-und-brauchen-Geld-Vereinigung: Ministry (USA), die Allover Sonntags-Headliner auf der Hauptbühne. Nicht sehr voll, nicht sehr spannend. Zeit zu gehen – das war’s.
Ministry (USA)
Für die Statitstik: 26.000 Besucher waren es beim Tuska Open Air 2012
… und der Countdown für TUSKA 2013 läuft schon.
Fotos © natte
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