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Foto nordische Landschaft

23. November 2012

»ISLAND 63° 66° N« – Tourstart am 24. November 2012 in Essen

Islandfans aufgepasst: Am kommenden Samstag, 24. November 2012, startet Stefan Erdmann in Essen wieder seine ISLAND 63° 66° N-Tour. Achtung: Der Vortrag in Graz am kommenden Sonntag ist bereits seit über einer Woche restlos ausverkauft und auch für einige andere Termine sind nur noch Restkarten verfügbar.

Aufgrund der überwältigenden Resonanz der Live-Film-Musik-Show mit der Sängerin Isgaard, finden auch in den kommenden Wochen und Monaten wieder einige Termine gemeinsam mit ihr statt. Für Januar, Februar und März 2013 sind noch einige Termine in Planung.

Mehr Informationen findet ihr auf der offiziellen Website und hier in unserem Polarblog. Dort könnt ihr auch ein Hintergrundgespräch mit Stefan Erdmann und Isgaard lesen: über Island, den Film und seine Musik.

Die Ternine
* mit Isgaard
2012
24.11. 20 Uhr, Essen – Zollverein
25.11. 17 Uhr, Graz (A) – bereits ausverkauft
28.11. 20 Uhr, Waldshut – Stadthalle
29.11. 20 Uhr, Hövelhof – Bürgerhalle *

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18. November 2012

Hänsel und Gretel im Weirdpopland: Iceland Airwaves 2012

Was heckt dieses Pärchen bloß aus, umgeben von einer Unmenge elektronischer Gerätschaften? Das daherkommt wie Hänsel und Gretel im Weirdpopland? Kira Kira, das Projekt der Multiinstrumentalistin und Komponistin Kristín Björk Kristjánsdóttir, hat zuletzt das Album »FEATHERMAGNETIC« vorgelegt, einen experimentellen Ausflug ins elektronische Schauermärchenland. Dass die böse Hexe hier hinter jedem Baum arglosen, verlaufenen Kindern auflauern kann, glauben wir unbenommen. An diesem weiterhin windumtosten Abend am vorletzten Tag von Iceland Airwaves-Festivals ist es durchaus von Vorteil, sich auf die drei Veranstaltungsräume im Konzerthaus Harpa am Hafen zu konzentrieren, wenn man die Tage vorher ausreichend vor den Venues in der Kälte gebibbert hat! Live lässt sich die in ein ach so harmloses Hängerkleid mit Punkten gekleidete Frau Kristjánsdottir an diesem Abend hauptsächlich vom semmelblonden Gitarristen und Sampelmeister Ulfur Hansson unterstützen, dem die Rolle des Hänsel in dieser Mär ausgesprochen gut steht! Wer nun aber fürchtet, von intellektuell anspruchsvollen Kompositionen zu sehr gefordert zu werden, hier kommt die Entwarnung! Diese Töne sind zwar vertrackt und kompliziert, aber live mitunter auf angenehme Weise heimelig, mühelos luftig und durchaus tanzbar! Und ein, zwei Bemerkungen zu den isländischen Modetrends im Herbst 2012: Inzwischen trägt jede Frau im heiratsfähigen Alters (und weit darüber hinaus!) Dutt und Nerdbrille. Sollte sich Sóley als Trendsetterin landesweit durchgesetzt haben? Dazu gibt es als Neuerung überdimensionierte Ohrringe im Feder-Look (wurden schon im Sommer in Helsinki massenweise gesichtet!) und farbenfrohen Omaklamotten-Schlabberlook. Eine Isländerin mit kurzen Haaren ist heutzutage ebenso unwahrscheinlich wie Angela Merkel ohne hüftschmeichelnden Hosenanzug. Mit anderen Worten: Reykjaviker Mädels, es wird mal wieder Zeit für etwas Neues!

CUTTHROAT

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11. November 2012

Hoch lebe der Doom Reggae! Iceland Airwaves 2012

Manchmal wundert man sich doch, wie Freundschaften zwischen Musikern entstehen, die nun nicht so unbedingt naheliegen. Wo, um alles in der Welt, haben sich die populärste isländische Reggae-Band Hjálmar und der experimentierfreudige finnische Saxophon-Exzentriker Jimi Tenor bloß kennengelernt? Diese Frage muss an späten Abend auf dem Iceland Airwaves Festival offen bleiben, aber holla! Gemeinsam zünden die Musiker, die gleich in Großgruppenstärke auf der Bühne stehen, ein mächtig prasselndes Feuer an! Meister Tenor, das kennen wir schon, inszeniert sich als tribaler Hexenmeister im Glitzermantel und harmoniert prächtig mit den hemdsämeligen Reggae-Recken aus Keflavík: Man respektiert sich sichtlich, lässt sich gegenseitig Raum. Dass es hier um Vielschichtigkeit und Offenheit geht, ist klar: Denn sowohl Tenor als auch Hjálmar lassen sich nicht gerne fassen. Die Isländer, die mühelos eine starke heimische Unterströmung ins Rastafari-Land Einzug halten lassen. Und der Finne, der sich sowieso als rastloser Wanderer zwischen den Genres versteht. Derzeit tüftelt man an einer gemeinsamen Platte und tobt sich in einer neu geschaffenen musikalischen Unterkategorie aus: Dem Doom Reggae! Das macht Laune, ein ganzer Saal überhaupt nicht steifer Nordleute wiegt sich wohlig in den Hüften.

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07. November 2012

Von Monsterwellen und Katzenpipi: Iceland Airwaves 2012

Ein Phänomen spielt am dritten Festivaltag von Iceland Airwaves die Hauptrolle, und, Überraschung! es ist nicht die Musik: Ein Orkan mit Windgeschwindigkeiten von über 150 Stundenkilometern fegt über Reykjavik. Die Feuerwehr sperrt Teile der einzigen Einkaufsstraße des Landes, also des Laugavegur, vorsorglich ab. Dächer werden abgedeckt und die Wellen spritzen meterhoch über die Uferpromenade. Beim Biegen um besonders zugige Ecken muss man sich bisweilen an Laternenpfählen festhalten, um nicht umgeweht zu werden. Der Wetteramt gibt die Empfehlung aus, man möge doch bitte zuhause bleiben. Wird souverän ignoriert, das! Aber vergleichsweise schüchtern fragt man bei Einheimischen nach, ob man denn besonders empfindlich sei und ob derartig heftige Herbststürme auf der Atlantikinsel denn zum Standardwetterrepertoire gehörten. Und erhält die vordergründig beruhigende Antwort: Nein, so einen schlimmen Orkan habe man schon seit vielen Jahren nicht mehr erlebt! Na, da sind wir ja froh, keine Weichlinge zu sein! Einen kleinen Eindruck von der Heftigkeit der Naturgewalt gibt das offizielle Festivalvideo vom Freitag, unterlegt mit der von mir überaus geschätzten isländischen Postrockband For A Minor Reflection. Doch zu diesen live lange schmerzlich vermissten Jungspunden später mehr!

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02. November 2012

Bei Minusgraden auf der Straße tanzen: Iceland Airwaves 2012

Auf Island redet man eigentlich nicht über das Wetter. Man nimmt es einfach hin. Aber dieses Mal ist es auf dem Iceland Airwaves Festival doch etwas anders: Über Reykjavik bläst ein Orkan, der das normale Überqueren einer Straße zum Kraftakt macht. Und die weite, offene Fläche auf dem Weg zum Konzerthaus Harpa erst! Man klammert sich am Arm von körperlich stabil aussehenden Unbekannten fest und lässt sich geleiten. Denn benutzte ich einen Regenschirm, dann hätte mich der Sturm wie den fliegenden Robert im Struwelpeter bereits davongetragen. Doch das Positive der unterschätzten Naturgewalt Wind soll nicht verschwiegen werden: Der Himmel über der isländischen Hauptstadt ist so blankgeblasen, dass des Nachts die Nordlichter herauskommen: Sie sind tatsächlich absinthgrün! Aaah und oooh!

Wettergewalten halten Isländer und Gäste aber nicht von Open-Air-Konzerten Anfang November ab: Neben der gemütlichen Bar Hemmi Og Valdi ist ein Zelt aufgebaut, mit reichlich Platz zum Tanzen. Das ist bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt ohnehin zwingend notwendig. Zum Beispiel zu den rotzfrechen elektronischen Bliepereien eines ortsansässigen Rumpelstilzchens namens Hermigervill, der die 80er-Jahre-Spielekonsolenklänge auf anarchische Weise zum Hüpfen bringt und selbst den größten Spaß daran hat. Der als Zwischenansage launige Betrachtungen über die Flugbahn von Spucke bei Orkanwindstärke anstellt und seinen elektronischen Gerätschaften die absonderlichsten Töne im Glasharfenstil entlock. Und das alles bei schneidendem Wind ohne Handschuhe: Respekt!

Hermigervill – Little House Of Music – Iceland Airwaves from Kompletten Beitrag lesen …

 
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