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Foto nordische Landschaft

02. Juli 2012

Hel(l) aktuell XVI: Tuska 2012, Sonntag – Endspurt!

Tag Eins und Zwei sind vorbei, der Tuska-Endspurt geht los, mit Apocalyptica, Overkill, Finntroll, Ministry, Skeletonwitch, Jess & The Ancient Ones, Huoratron, Bob Malmstörm, One Morning Left, …

Mein Sonntag beginnt mit Apocalyptica (FIN) auf der Hauptbühne  … und wieder einmal habe ich das Gefühl, bei dieser Band ist es im Fotograben voller als vor der Bühne. Der verzerrte E-Gitarren-Sound der Celli, den sie sich seit »WORLDS COLLIDE« zugelegt haben, ist auch live nicht mein Fall – Jungs, was habt ihr nur aus »Seek & Destroy« gemacht? Und den Gastsänger hätte’s auch nicht gebraucht (Tipe Johnson bei»I’m Not Jesus«, »Bring Them to Light« und »I Don’t Care«).

Trotzdem: Der Auftritt ist gut, sie spielen einige ihrer besten Stücke wie »Refuse/Resist«, »Master of Puppets«,»Inquisition Symphony« sowie das phantastische »Hall of the Mountain King«. Ja, Apocalyptica scheinen immer noch Spaß zu haben, trotz mehreren hundert Konzerten auf der ganzen Welt: Die Jungs schlagen sich gegenseitig die Bögen auf den Hintern, Perttu (der optisch gerade Indianer spielt) macht (selbstironische) Ansagen oder begattet Eicca hinterrücks – der immer noch aussieht wie Barbie.

Apocalyptica (FIN)

Weiter geht’s mit Skeletonwitch (USA), die auf der Inferno-Stage ihre Tuska-Premiere feiern – und eine ebenso höllische Show abliefern, wie auf dem Summer Breeze 2011. Das kann man von ihren Landsleuten Baroness nicht behaupten: Laaaaangweilig. Mit der Meinung bin ich nicht allein: Vor der Hellsinki-Bühne ist es ziemlich leer.

Also auf zur Musamaailma-Stage … was zur Hölle ist One Morning Left (FIN)? Angeblich eine Mischung aus Eurodance, Metal, Screamo und Hardcore – hört selbst.

Skeletonwitch (USA)

Da Lamb Of God (USA) wegen »unvorhergesehener Umstände« nicht auf Tuska spielen können, springen Finntroll (FIN) ein. Allerdings anstelle von Overkill (USA) auf der Hellsinki-Bühne, diese wiederum übernehmen den Platz von Lamb Of God auf der Radiorock-Stage – und spielen zur großen Freude der Fans somit anderthalb Stunden, statt nur einer.

Overkill (USA)

Der heimliche Headliner Overkill ist auch alt und braucht das Geld … und Fronter Bobby »Blitz« Ellsworth sieht aus wie ein grotesk gelifteter Hollywood-Altstar. Doch die Truppe geht ab wie Sau, hat das Posen nicht verlernt und Ellsworth identifiziert sich derart mit seiner Singstimme, dass er eine halbe Stunde braucht, um seine Ansagen in normaler Tonlage zu machen.

Der Spruch des Tages vorm letzten Song: »Wann wurdet ihr das letzt Mal von einem alten Mann in den Arsch getreten?!«

+++ Hier geht’s zu Teil II des Sonntags +++

Fotos © natte

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