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Foto nordische Landschaft

10. Februar 2013

Dråpe, oder: psychedelisch blaue Himmel

Der Himmel über dem musikalischen Universum von Dråpe ist blauer als sonstewo. Vielleicht, weil das Quintett aus Oslo sich vorgenommen hat, entspannte Psychedelik mit leichtfüßigem Shoegazing zu verbinden. Und dabei mühelos wie ein Kirmesluftballon abzuheben. Wie im angenehm verträumten und souverän spacigen Song »Blue Skies«, zu dem sich bestens schlendern lässt. Oder dem hinwegdriftenden »Shimmering«, in dem die Stimme von Sängerin Hanne Olsen Solem auf intelligente Weise auf Abwege gerät und die Gitarren übersteuert lärmen dürfen. Die Fünf arbeiten gerade an ihrem Debütalbum und malen ihre Welt in satt-pastelligen ineinanderlaufenden Farben, ohne dabei peinlich retrohörig zu wirken. Und am intensivsten ist vielleicht der dringliche Schöngesang in »By Heart«, wo man selbstbewusst mit dem (britischen) Indiepop flirtet. Und völlig zu Recht das Banner mit der Aufschrift hochhält, dass der Sommer der Liebe nie vorbei ist, wenn wir das nur wollen.


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