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Foto nordische Landschaft

29. März 2013

Der Tod und das Mädchen: Eivør

Die alte Mär vom Tod und dem Mädchen passt doch bestens zum Karfreitag. Auch wenn die Geschichte hier ein bisschen anders ausgeht und die holde Maid nicht pathetisch flehend dem Sensenmann ins kühle Grab folgen muss. Nein, Eivør Pálsdottir, die Chanteuse von den Faröer Inseln, macht den Tod zum romantischen Helden. Normalerweise habe ich für Folkpop-Bardinnen mit Engelstimne und theatralisch im Winde flattendendem, blonden Lockenhaar wenig übrig, aber wegen des wirklich fabellhaften Videos zum Song »True Love« mache ich eine Ausnahme. Es ist kitschig, aber ich mag es! Ganz abgesehen davon, dass ich an Bord des nächsten Schiffleins gehen würde, das gen Faröer segelt! Leider wohne ich in einer Stadt, deren bedeutendstes fließendes Gewässer den unprosaischen Namen Darmbach trägt. Das Meer ist fern.

Das Piano flattert hier geschmeidig wie ein kleiner schwarzer Vogel um die Geschichte von den beiden Liebenden, die eigentlich nicht zusammenkommen dürfen und können. Und den mantrahaften, süchtig machenden Refrain »My true lover is with me« bekommt man den ganzen Tag nicht mehr aus dem Kopf.

Eivør – True Love (Director: Heiðrik á Heygum) from Heidrik a Heygum on Vimeo.

Eivør legt in diesen Tagen ihr neues Album »ROOM« vor und tritt im April im Rahmen der folkBaltica auf. Den Namen Heiðrik á Heygum wird man hoffentlich in Zukunft öfter hören. Das ist der junge Regisseur von den Faöern, der das Video gedreht hat. Von dem ausdrucksvollen Schauspieler, der den Tod spielt, übrigens hoffentlich ebenso.

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