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Foto nordische Landschaft

07. April 2013

Inferno 2013, Samstag – Schlusspunkt: Satyricon, Highlight: Diskord

Nach Donnerstag und Freitag ist heute schon der letzte Festival-Tag. Zeit für einen kurzen Blick auf das Rahmenprogramm: Im Gegensatz zum Inferno 2011 findet Inferno-Film dieses Mal von Montag bis Mittwoch statt.

Das Programm besteht diesmal fast ausschließlich aus Horrorfilmen (»Room 237«, »The Shining«, »Winter Of The Dead«) sowie einem Musik-Film (»Så Jävla Metal«) – schade, den hätte ich gerne gesehen. Noch eine Neuerung: Die beliebte Black Metal-Sightseeing-Tour gibt es auch nicht mehr.

Dafür ist Inferno 2013 zu meiner Freude sehr nordisch, genauer norwegisch orientiert; wobei die Rockefeller-Headliner (am Donnerstag und Freitag) und der des John Dee (Samstag) aus den USA stammen: Deicide, Suffocation und Saint Vitus, die die Hauptbühne am Samstag für Satyricon freigeben müssen.

Und dorthin gehe ich jetzt: Verpasst habe ich Baptism (Finnland), Morbo (Italien) und Mos Generator (USA). Im Rockefeller haben gerade die norwegischen Hades Almighty angefangen, eine ebenfalls bisher unbekannte Band für mich. Hm … sind okay, doch klangen beim Probehören deutlich besser.

Kråke (N)



Auf Kråke war ich sehr gespannt, schließlich hatte ihr Album »CONQUERING DEATH« einen Platz in meinen Charts 2012. Leider ist der Sound gewohnt schlecht im John Dee, doch die symphonischen, atmosphärischen Black Metaller geben ihr Bestes. Ja, die norwegische Krähe kann sich live hören lassen.

Ihre Landsleute Solefald überraschen mich mit einem unerwartet harten Set, das sehr gut abgemischt ist. Für meinen Konzertgeschmack etwas zu progressiv. Ich mache mich auf in Richtung Merchandise. Auch hier gilt die alte Regel: Wenn Dir etwas gefällt, kauf es sofort – sonst ist es weg. Oder zumindest vor Samstag. Ich ergattere noch ein paar CDs, das T-Shirt dagegen fällt flach. Ausverkauft.

Solefald (N)
Höchste Zeit wieder um die Ecke zu biegen: Diskord spielen gleich im John Dee. Die Norweger sind ebenfalls Neuland für mich – und die positivste Überraschung des Tages.

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wenn der Schlagzeuger zugleich der Sänger ist. Hier funktioniert das perfekt, dieses Trio rockt! Die Deather langweilen während ihres einstündigen Sets keine Sekunde. Ich muss unbedingt mal ihre Alben anhören.

Diskord (N)





Dann ist es auch schon fast Zeit für die Headliner (und meine letzte Band) Satyricon. Die Veranstalter haben während der Show der Norweger ein Fotoverbot verhängt, einige wenige Auserwählte ausgenommen, warum auch immer. Ordner patrouillieren durchs Publikum, können aber diverse (Smartphone)Aufnahmen natürlich nicht verhindern.

Mit dem obligatorischen »This Is Armaggedon!«-Schrei (»The Dawn Of A New Age«) eröffnet Satyr das Set, inzwischen wieder mit langen Haaren. Die Truppe um Satyr und Frost spielt sich, Pyroshow-begleitet, durch diverse Alben. Ob die Black Metaller »K.I.N.G« spielen, bekomme ich nicht mehr mit: Nach drei Tagen Festival reicht’s dann. Um noch ein paar Stunden Schlaf zu kriegen, gehe ich. Jetzt. Ohne Saint Vitus (USA) zu sehen.

Fazit: Dresscode 100% schwarz. So konsequent sehe ich das selten auf einem Festival. Einige interessante Entdeckungen gemacht, auch gefällt mir, dass der Schwerpunkt (wieder) mehr auf die einheimischen Bands gelegt wird – und: Für den nächsten Besuch sollte ich mir den Mittwoch vormerken.

© Fotos: natte

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