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Foto nordische Landschaft

15. September 2013

Golden Leaves Festival: Lass uns zusammenrücken, Baby!

Des Open-Air-Veranstalters Alptraum: Regen und Kälte! Des Open-Air-Veranstalters Grauen: Berliner Bands, die die Entfernung zwischen Hauptstadt und Darmstadt gar zu optimistisch einschätzen, um 17 Uhr spielen sollen und kurz vor 16 Uhr noch nicht in der Nähe des Bessunger Forstes gesichtet werden. Ganz so schlimm kommt es zwar nicht am zweiten Tag des Golden Leaves Festivals, aber graue Wolken, vereinzelte Tropfen und Temperaturen an der Fröstelgrenze lassen die Besucherschar doch sichtlich schwinden. Sei´s drum, kramen wir eben die dicken Pullover raus und zeigen uns flexibel, was die ursprüngliche Reihenfolge der auftretenden Musiker angeht. Und wärmen uns an den sanft-nachdenklichen Tönen von Mire Kay, die hier unerschrocken im Röckchen und bloßen Beinen der Kälte trotzen. Zwei Frauen, Victoria Skoglund und Emelie Molin. Eine Gitarre, ein Cello und zwei Stimmen, die sich kundig umwerben. Die Schwedinnen, einst die Köpfe hinter Audrey, zelebrieren auf sympathisch zurückhaltende Weise folkig-melancholische Kammerstückchen. Kommen ernsthaft, aber nie erdenschwer daher. Eher erwachsen und leicht desillusioniert, aber niemals! niemals! würden sie ihre Zärtlichkeit aufgeben. Lieber hängen sie klug vor sich hinflanierenden Gedanken nach und versuchen, den flüchtigen Moment festzuhalten. Und mitunter gelingt ihnen das, ganz simpel und bewusst zurückgenommen. Merke: Nachdenklichkeit ist die neue Coolness!

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