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Foto nordische Landschaft

03. Oktober 2013

Die Dänen sind die neuen Isländer: Reeperbahnfestival 2013

Dass die Dänen inzwischen isländischer klingen als die Isländer selbst, ist eine der Entdeckungen, die es auf dem Reeperbahnfestival 2013 zu machen gilt. Flod kommen bei ihrem ersten Deutschland-Konzert auf dem Hamburger Spielbudenplatz nicht – wie es zu erwarten war – zu viert auf die Bühne, sondern nähern sich fast dem Dutzend an. Verstärken sich mit jeder Menge Blasinstrumente und Streichern und schaffen es, in der überaus quirligen Festivalatmosphäre eine feierliche, geradezu kontemplative Stimmung zu erzeugen. Nehmen sich alle Zeit der Welt, um ihren orchestralen Postrock zu entwickeln, der gleichwohl leichtfüßig auftritt und meistens ohne Worte auskommt. Man und frau trägt dazu konsequent schwarz und weiß. Wie ein protestantischer Kirchenchor. Und so überraschend das klingt: Es wird einem dabei andächtig ums Herz. Die jungen Dänen kommen scheinbar aus dem Nichts. Hängen die Latte an diesem Abend bereits sehr hoch. Die Streicher schleichen sich ins Herz. Künftige Konkurrenz für Sigur Rós? Oder Ólafur Arnalds? Könnte sein, könnte sein. Das tastende, experimentell ausufernde Piano-Epos »Lumi« jedenfalls trifft mitten ins Herz.

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