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Foto nordische Landschaft

23. Januar 2014

Musiker und Geeks, das neue Traumteam: Eurosonic 2014

Angesichts verschwimmender Machtverhältnisse im Musikgeschäft entstehen mitunter die merkwürdigsten Allianzen. Auf dem Eurosonic-Festivals im niederländischen Groningen gibt es einen anregenden Konferenzteil, wo unter anderem neueste technischen Trends disktutiert werden. Und was wurde nicht über das »Internet der Dinge« schwadroniert: alle Geräte miteinander verbinden und warum das für mich gut ist, wenn mein Kühlschrank mit mir kommuniziert: Der körnige Frischkäse droht auszugehen, Katastrophe! »Hardware ist die neue Software«, aha. Aber viel mehr interessiert doch, dass Geeks und Musiker eine unerwartete Allianz eingehen. Da ist der putzmuntere Brite von Strange Thoughts, die Werber, Wissenschaftler und Musikbusiness zusammenbringen und etwas erschaffen wollen, was sie »partizipierende Robotertechnik« nennen. »Es gibt viele coole Ideen, um neueste Technologie und Kampagnen für die Musikbranche zusammenzubringen«, sprudelt Ober-Geek Seth Jackson. Der sich etwa vorstellen kann, dass man über kombinierte Gehirnströme von Fans eine Plattform in die Höhe bewegen kann, auf der sich etwa Lady Gaga befindet. Die fände das sicher hip, aber tun wir das auch? Oder da ist Hilke Ros von den belgischen Dreampopstern Amatorski, die für ihr interaktives Musikprojekt Deleting Borders mit den Genter Nerds von We Work We Play zusammengearbeitet haben, um die Grenzen zwischen Musikern und Fans verschwimmen zu lassen. Die Geeks entwickelten ein Online-Tool, mit dessen Hilfe die Fans einen Amatorski-Track nach eigenem Gusto umgestalten können, ihre eigenen Fotos verwenden und das Ganze auch noch weltweit teilen. Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht: einfach ausprobieren und herumspielen! In einer Welt, in der Aufmerksamkeit die wichtigste Währung ist, sind solche Tech-Tools ein Mittel, um sich aus der Menge hervorzuheben.

Deleting Borders from We Work We Play on Vimeo.

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