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Foto nordische Landschaft

20. Mai 2014

Inferno 2014 – Samstag: Würdiger Schlusspunkt


Am dritten und letzten Festivaltag schaffe ich es zwar nicht zu den ersten Takten des Openers The Sickening im John Dee zu stehen, doch komme ich auch nicht sehr viel später im Kellerclub an. Tatsächlich gelingt es mir heute erstmals alle Bands bis zu den finalen schwedischen Watain zu sehen.

The Sickening (Norwegen)
Brutaler, moshbarer, innovationsfreier Death Metal, passioniert zum Besten gegeben.



Sigh (Japan)
Kultband mit langer, mit Norwegens Black Metal-Szene verbundener Geschichte offeriert erstaunlichen und facettenreichen Black Metal und legt einen perfekten Auftritt hin. Grandios für Augen und Ohren.






Midnattsvrede (Norwegen)
Wieder aktivierte Black Metal-Kapelle aus den Mittneunzigern um Gründer Jormungand. Die Frisch-Blut-Kur führte zu einem verdammt guten Ergebnis – mehr davon!




Gehenna (Norwegen)
Seit der zweiten norwegischen Black Metal-Welle konstant im Geschäft, reicht es für die Band aus Stavanger bisher nicht zum großen Wurf. Ihre manchmal angedeathten Songs/Alben rangieren im oberen Mittelfeld – auch live.



Kruger (Schweiz)
Wie auch immer die Truppe mit dem wenig versprechenden Namen zum Inferno kam, live sind sie eine echte Schau, selbst wenn ihr Musikstil (»Sludge Metal/Death ‘n’ Roll«) nicht gefallen sollte. Agilster Sänger des Inferno 2014.



Tulus (Norwegen)
Tulus alias zwei Viertel von Khold sind nach ihren verdammt coolen Scheiben der Mittneunziger seit 2007 wieder im Geschäft, wer hypnotische Grooves mag, steht im Rockefeller genau richtig.


Oranssi Pazuzu (Finnland)
Kuolleet Intiaanit waren eine verteufelt gute, abgedrehte  – und (international) leider völlig unbeachtete Band. Nicht minder durchgeknallt gebärdet sich die neue psychedelische Doom-Rock-Metal-Truppe um deren Ex-Fronter, aber glücklicherweise erfolgreicher. Hören, kaufen, hingehen.



Rotting Christ (Griechenland)
Volles Brett – Youngsters, nehmt euch ein Beispiel! Die stolzen 24 Bandjahre, die die griechischen Black Metal-Pioniere auf dem Buckel haben, merkt man ihnen nur in puncto Bühnenpräsenz und Professionalität an.



Black Witchery  (USA)
… und täglich grüßen die Schwarzkutten. Diesmal spielen sie Brutalo-Schwarzmetall für Hartgesottene – kann man hören, muss man aber nicht.

Watain (Schweden)
Auf dem Inferno haben Watain die Längsten – Stacheln. Glücklicherweise haben die alten, schwarzen Hasen viel mehr in petto als Mummenschanz, beispielsweise das diabolisch gute aktuelle Werk »THE WILD HUNT«. Ein angemessener und ansehnlicher Rauswerfer.




Fazit: Der musikalisch spannendste Tag – zumindest für mich.
Danke Inferno 2014!

Fotos © natte

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