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Foto nordische Landschaft

28. August 2014

Summer Breeze – Freitag: (Kurzzeitig) lichter Himmel und düstere Musik

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?
Siehst Vater, du Machine Head nicht!
Robert Flynn mit Hörnern und Schweif?
Mein Sohn, er ist nur überreif.

Freitag, Tag II. Nach dem Aufstehen erst mal der Griff zu Kaffee und Bier. Immerhin kann unser Gerstensaft  bei diesen Temperaturen nicht warm werden. Der Regen scheint auch kein Ende nehmen zu wollen, und so verpassen wir grandios die erste skandinavische Band des Tages, Crucified Barbara aus Schweden.

Schließlich schaffen wir es zur T-Stage, wo wir auf Omnium Gatherum aus Finnland warten. Die Melodic Death-Metaller entpuppen sich als echte Stimmungsaufheller des frühen Freitagnachmittags . Ein Genuss sie zu hören. Leider ist das Zelt nur durch den einsetzenden Starkregen so gut gefüllt. Viele scheinen gar nicht auf die coole Musik der Finnen zu hören. Apropos Regen: Selbst im Zelt wird der Bodenbelag immer mehr zur Zumutung. Draußen wie drinnen ist alles matschig, eklig und stinkt. Dieses Jahr wurde der Zeltboden – warum auch immer – nicht mehr mit Paletten ausgelegt. Zumindest versuchen die Veranstalter durch den Einsatz von Rindenmulch der fortschreitenden Vermatschung des Bodens Herr zu werden.

Omnium Gaterum (FIN)

Überraschenderweise treffen wir in diesem Getümmel zwei gute Freunde von uns. Gemeinsam schauen wir uns Benediction aus Birmingham auf der Pain-Stage an: Laut und brutal. Danach versammeln wir uns, da der Regen inzwischen aufgehört hat, bei unseren Freunden vorm Zelt auf ein Bier.

Rechtzeitig  zu Wolfheart stehen wir wieder im Zelt, die eine coole Mischung aus Melodic-Death- und Black-Metal auf die Bühne bringen. Die vier Finnen haben einen lässig bangbaren Groove in ihren Songs, welchen die Meute dankend annimmt: Trotz Sonnenschein (endlich) ist das Zelt ordentlich gefüllt.

Wolfheart (FIN)





Weiter geht’s mit Ignite auf der Pain-Stage, nichts wie hin. Die Amis beginnen bei strahlendem Sonnenschein – und bedanken sich überschwänglich beim Publikum, das trotz des (schon wieder) einsetzenden Regens vor der Bühne verharrt. Also schnell zurück an unser Zelt, Bier tanken und die Akkus mit etwas Essbarem aufladen.

Bei Carcass (UK) nutzen wir die Chance auf den Balkon der Main-Stage zu gehen und von dort Bilder zu schießen. Einfach überwältigend dort oben: die Band auf der Bühne, der Platz davor brechend voll mit Menschen in bester Stimmung. Viel zu schnell gehen die drei Songs, die wir fotografieren dürfen, zu Ende.

Carcass (UK)


Beflügelt von unserem Ausflug gehen wir weiter zu Hypocrisy (S) vor die Pain-Stage und erfreuen uns am geilen Sound der Death-/Black-Metaller.  Die Lightshow ist einfach krass, der Himmel ist stockfinster, die Szenerie wirkt wirklich bedrohlich. Passt. Nach den absolut überzeugenden, mitreißenden Schweden machen sich Machine Head (USA) auf um dem Publikum weiter einzuheizen. So voll war es bei keiner Band zuvor. Doch wir verlassen nach vier Songs den Ort des Geschehens, weil wir die Amis einfach nur langweilig finden. Länger bleiben lohnt sich nicht.

Benediction (UK)





Mal wieder müssen die besten Kapellen zu beschissensten Zeit  ran, wie Carach Angren anno 2013. Auch die norwegischen Einherjer müssen zu einer Uhrzeit spielen, bei der wohl die wenigsten noch geradeaus bangen können. Doch das bekommen wir alles schon nicht mehr mit. Diese fiese kalt-nasse Umgebung kann wohl nur ertragen, wer genug Prozente in sich konzentriert hat. Zumindest um 2 Uhr 15 morgens – und wir ertragen sie dann doch lieber im warmen Schlafsack.

Ignite (USA)





+++ Hier geht’s zum Samstag und zurück zum Donnerstag +++

Text: Johnic / Fotos © natte

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