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Foto nordische Landschaft

06. September 2014

Summer Breeze – Samstag: Sonnenstundenrekord

Du lieber Metaller, komm geh’ mit mir!
Gar schöne Lieder, spiel ich vor Dir,
Manch Bierblumen gibt es an dem Stand,
Meine Mutter näht Dir ein schwarzes Gewand.

Der letzte Tag beginnt: kalt, windig, und Regen. Wer hätte auch anderes erwartet? Doch welch Ironie, passend zu Kampfar herrscht strahlender Sonnenschein. Auf dem Summer Breeze kommen mir die Norweger ziemlich langsam vor, im Gegensatz zum Party.San, wo ich sie eine Woche zuvor erleben durfte. Der Show schadet das jedoch nicht.

Weiter geht’s mit Thyrfing aus Schweden auf der Main-Stage. Stark geschminkte Männer spielen vor viel Publikum scheinbar immer denselben Song. Das aber immer noch bei Sonnenschein.

Man könnte meinen es regnet mal wieder, da das Zelt vor der T-Stage wahnsinnig voll ist. Aber weit gefehlt:
Die Schwarzwälder  Kombo Imperium Dekadenz gibt ihren coolen, lässig groovenden Black Metal zum Besten. Die Beleuchtung der Bühne passt sagenhaft gut zur Musik und das Publikum würdigt die starke Leistung der Band. Eindeutig eine Aha-Band des Festivals.

Imperium Dekadenz (D)



Eine weitere Aha-Band sind für mich Cripper. Sie sehe ich zum ersten Mal live und in Farbe auf der Camel-Stage. Deutscher Thrash Metal mit einer Frontfrau, die Spaß an der Sache hat gepaart mit einer Band die sichtlich Spaß an der Sache hat. Was braucht man mehr? Ihre Musik ist schnell und wirkt frisch. Für uns und die zahlreichen Zuschauer eine wahre Augen- und Ohrenweide.

Cripper (D)




Obituary zum Zweiten. Vor einer Woche noch auf dem Part.San, heute auf der Main-Stage des Summer Breeze. Die Amis geben quasi ein Best Of-Konzert ihrer mehr als zwanzigjährigen Death Metal-Karriere. Zwischendurch mal ein Abstecher ans Zelt. Das Frühstück fiel mager aus, deshalb jetzt eine kleine Stärkung – und den Biernachschub nicht vernachlässigen. Immer noch Sonnenschein. Heute scheint das Wetter wohl mitzuspielen.

Auf der Main-Stage macht sich die schöne Finnin Tarja (Turunen) bereit. Sie hat von der ersten Note an das Publikum auf ihrer Seite und heizt diesem ordentlich ein – wohl auch durch ihr Bühnenoutfit. Dann kommt der Regen.

Impaled Nazarene (FIN)


Unsere nächste Band, die finnischen Impaled Nazarene spielen auf der T-Stage, also stehen wir zum Glück im Trockenen. Zumindest von oben: Den Boden auch nur als feucht oder leicht nass zu beschreiben entspräche nicht den Tatsachen. Die (satanistischen) Black Metaller bolzen drauf los, was die Instrumente hergeben. Mein Geschmack ist das nicht. Man versteht kein Wort des Sängers, auch nicht seine Ansagen.

Camel-Stage, 20.15 Uhr, Prime Time, Screamer. Wirklich zum Schreien sind die fünf Schweden. Nur weg hier!

Screamer (S)

… und hin zu Leder, Ketten und Sonnenbrille. So präsentieren die norwegischen Chrome Division ihren lässigen Heavy Metal auf der T-Stage. Einfach entspannen und die Fahrt genießen.

Chrome Divison (N)





Eigentlich sollten wir uns jetzt Wintersun aus Finnland auf der Pain-Stage antun, doch was wir von weitem hören genügt uns völlig.  Da wir nicht masochistisch veranlagt sind, bleiben wir im VIP sitzen … und trinken lieber noch ein Bier.

Zum Abschluss bebt die Erde. Das Zelt ist voll wenn Death Metal vom feinsten dargeboten wird. Die niederländischen Legion Of The Damned sind verdammt noch mal geil! Am liebsten mehr davon! Ein gelungener Schlussakt für dieses Jahr.

Legion Of The Damned (NL)




Da wir Watain dieses Jahr zu oft gesehen haben (u.a. eine Woche zuvor beim Party.San oder beim Inferno), reicht es sie zu hören. Im Zelt. Sahg dagegen, die um 2.15 Uhr im Zelt spielen, dringen dagegen akustisch nicht bis zu unserem Domizil vor. Die Norweger haben heute ebenso die Arschkarte, wie ihre Landsleute Einherjer gestern.

Fazit:

- Das Summerbreeze war nass, kalt und matschig
+ Die meisten Bands, die wir sahen, gefielen uns
- Die geänderte Aufteilung des Geländes, doch daran wird man sich gewöhnen (müssen) …
+ … was die Sicherheit auf dem Gelände angeht, bestimmt eine wesentliche Verbesserung und Sicherheit geht nun einmal vor
+ Eine positive Entwicklung: Es haben weniger Corebands gespielt als in den zwei drei Jahren zuvor
- Boden im Partyzelt konnte nicht schlammfrei gehalten werden – Wildschweingehege lässt grüßen
+ Angebot an Essen und Trinken war gut, besonders das verstärkte vegetarische Angebot
- Komischerweise enthielt unser VIP-Festivalbag kein Kondom

Kampfar (N)



Thyrfing (S)






+++ Hier geht’s zurück zum Freitag und Donnerstag +++

Text: Johnic / Fotos © natte, LOTD © Johnic

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