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Foto nordische Landschaft

18. Oktober 2014

Intimität und Tiefe mit Karoliina Kuutio

Einverstanden: 98 Prozent der Inormationen, über die man via soziale Netzwerke täglich stolpert, sind völlig pillepalle. Aber es gibt eben doch immer wieder Entdeckungen zu machen: Wie die junge finnische Sängerin und Pianistin Karoliina Kuutio, über die ich via Instagram-Account des befreundeten Fotografen Lauri Hannus stolperte. Weil er nämlich die aktuellen Promo-Shots für die Nachwuchs-Chanteuse aufgenommen hat! Im Wald, auf der Insel Ruissalo vor den Toren Turkus, von deren Stränden aus man so wunderbar die Schwedenfähren gucken kann! Die ihre eigene Musik übrigens mit den sinnigen Worten »songs from the forest, songs from the woods« beschreibt und somit für Assoziationsvielfalt sorgt. Viel Material liegt noch nicht vor, aber die beiden Tracks auf der Soundcloud-Seite lassen aufhorchen: Reduziert und doch verträumt. Von sanfter Nachdenklichkeit. Und doch schimmert in Songs wie dem vielschichtigen »Saviours« eine wache Intelligenz durch. Und eine Lust am Spiel mit vielschichtigen Emotionen. Fast möchte man Karoliina Kuutio in Island verorten, in trauter Eintracht mit der Kollegin Sóley. Aber wo die Sóleys musikalische Poesie durchaus hexenhafte Züge annehmen kann, ist Kuutio viel lieber auf vertrackte Weise anmutig. Intim und tief kommen diese Songs daher, aber keine Angst: Von melancholischer Erdenschwere keine Spur!

Wer weitere Informationen zu Karoliina Kuutio sucht, muss sich die Sherlock-Holmes-Kappe aufsetzen und auf die Hilfe von Google Übersetzer hoffen. Aber so weit ich das übersehe, heißt die Sängerin mit bürgerlichem Namen Sanni Pesonen, ist Psychologiestudentin in Turku und war zuvor im Elektrop-Projekt Loft Apartment aktiv. Als Karoliina Kuutio will sie sich aufs Geschichtenerzählen konzentrieren, gut so! Und auf jeden Fall gilt es, die junge Frau im Auge zu behalten!