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Foto nordische Landschaft

02. Oktober 2014

Süße Mädchen, verknotete Jünglinge: Reeperbahn Festival 2014

Sind süße Mädchen, die über Liebe singen und dabei bescheiden die Augen niederschlagen, eigentlich hoffungslos altmodisch? Im Fall der finnischen Chanteuse Suvi muss das entschieden verneint werden. Denn Suvi kommt bei ihrem Gig in der plüschigen Prinzenbar so angenehm uneitel daher, dass man sie schon dafür einige Pluspunkte sammelt. Vielleicht liegt es auch daran, dass die junge Frau bei ihrem ersten Hamburger Auftritt eine sehr reduzierte Instrumentierung wählt: Nur ihre Stimme und der einfühlsame Mann an den Keyboards. Denn das Debütalbum »BLEEDING FOR YOUR LOVE« tendiert auf zurückgenommene Art doch zum orchestralen Elektropop britischer Prägung. Zu dem sich bestens verlangsamt tanzen lässt. Die Konzentration auf das Wesentliche tut diesen Tracks durchaus gut, obwohl auch die opulentere Version gefallen mag. Mädchenhafte Stimme, verletzliche Attitüde. Aber trotzdem auf unauffällige Weise selbstbewusst: Suvi kann das. Im stylishen Video zum Erstling spielt sie übrigens gekonnt mit 60ies-Anleihen und Schwarz-Weiß-Ästhetik. Besser gefallen aber tut fast die unaufgebügelte Variante.

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