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Foto nordische Landschaft

21. November 2014

Heute ist Frauentag! Iceland Airwaves 2014, der Samstag

Antizyklisch handeln steht als Allerwelts-Ratschlag in Ratgebern der Sorte »Management-Tipps-Für-Blöde«, aber mitunter erweist sich dies doch als gute Strategie. Statt zum völlig überfüllten und laut Ohrenzeugen grottenschlechten Gig von The Knife im Harpa zu pilgern, macht sich die Polabloggerin lieber in die frisch getünchte Kneipe Fredriksen in der Innenstadt auf, um den drei wilden Mädels von Kælan Mikla zu lauschen. Die ihre eigene Musik als »gloomy poetry punk« bezeichnen, aber auch als Post-Riot-Girls und singende Poetry Slammerinnen durchgehen dürften. Bass, Gitarre, Stimme – und sonst nichts außer sehr viel wütender Energie, loderndem Frustrationsabbau. Hinter straßenköterblonden Haaren versteckt pflegen die drei jungen Frauen ihr ganz eigenes lyrisches Feingefühl. Kælan Mikla, was übersetzt in etwa die »Frau aus der Kälte« heißt, singen konsequent in ihrer Landessprache, so das man nur erahnen kann, welche Dinge sie derart empören. Das klingt roh, ungeschliffen und aggressiv, ist aber von einer nberechenbaren Schönheit. Beobachtung am Rande: 85 Prozent des Publikums sind männlich und jenseits der 30. Ob die sich für die feministische Revolte interessieren oder doch eher für die durchaus vorhandenen körperlichen Reize der jungen Frauen? Fragen kann man sie das schlecht.

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