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Foto nordische Landschaft

09. März 2015

Zarte Frühlingsgefühle mit Uuma

Die finnischen Freunde posten gerade begeistert die ersten Frühlingsfotos und strecken ihre Gesichte jedem auch noch so kleinen Sonnenstrahl begeistert entgehen. Zu schmelzendem Eis und pastelligen Farben passen die zarten Töne von Uuma bestens: Die junge Band aus Helsinki um Sängerin Sini Hyytiäinen hat sich erst vor rund anderthalb Jahren zusammegefunden und werkelt aktuell am Debütalbum. Die Finnen agieren mit angenehmer Zurückhaltung und bewegen sich mit sorgsamer Zärtlichkeit auf den weiten Weiden des akustischen, angefolkten Pop. Und pflegen dabei eine schwebende Leichtigkeit, die hart an der Grenze zur bittersüßen Melancholie spaziert. Sini Hyytiäinenens Stimme ist von ernsthafter Mädchenhaftigkeit – übrigens einer Tugend, die in Zeiten allgegenwärtigen Selbstoptimierungswahns auszusterben droht. Lieber die kleinen Gefühle hegen und pflegen, scheint die Devise von Uuma zu lauten. Die Zwischentöne wollen sie offenkundig hochhalten. Und klingen dabei, um noch so ein altmodisches Wort zu verwenden, überaus anmutig. Groß ist das Oeuvre von Uuma naturgemäß noch nicht, aber die erste Single »Let Nobody Know« klingt viel versprechend. Dass sie mit beiden Beinen fest im Pop stehen, wird durch die Leichtigkeit deutlich, mit der sie selbst schmerzliche Gefühle verarbeiten. Bei Uama dringt eine blasse Sonne mit sanfter Macht selbst durch angegraute Himmel. Wenn das nicht zum beginnenden Frühling passt!