Home
Foto nordische Landschaft

03. Juli 2015

Hel(l) aktuell XIX: Tuska 2015, Samstag: Tag der Kontraste


Bevor wir heute zu Tuska gehen, schauen wir am weißen Dom vorbei. Dort startet um 13 Uhr die »Helsinki Pride«, die Schwulen- und Lesbenparade in der finnischen Hauptstadt. Der gesamte Senatsplatz ist in Regenbogenfarben getaucht. Erst stehen wir unten in der Menge, später setzen wir uns auf die Treppe vom Dom um das Ganze von oben zu sehen.

Nachdem unsere Augen davon genug habe, schnappen wir uns zwei Bier, setzen uns in einen kleinen Park nahe dem Tuska-Gelände uns stimmen uns auf den heutigen Tag ein.. Und dann geht’s in den Untergrund …

Leicht angeheitert schleichen wir strammen Schrittes auf Gelände um Bombus nicht auch noch zu verpassen. Von Bloodbath hören wir gerade noch die letzten Töne. Voll ist es bei den Finnen vor der Radio Rock Stage. Der Kontrast zur Pride könnte kaum größer sein: nur schwarz gekleidete Menschen und wesentlich ohrenfreundlichere Musik. Nach Bloodbath stürzt alles zu den Toiletten. Bei Bombus ist es deshalb viel zu leer für die locker groovenden Schweden. Schade.

Bombus (S)





Anschließend geht’s zu Ne Obliviscaris. Sie kommen aus Australien, haben aber musikalisch nichts gemein mit bekannten Größen à la AC/DC oder Airbourne.Mit Geige, Geschrei und klarem Gesang geht es heftig zur Sache. Endlich mal ein Bassist (außer Steve Harris) der raumgreifende Melodien präsentieren kann und darf.

Ne Oblivicaris (AUS)








Endlich mal ein Brett: Einherjer legen los. Sogar die Sonne wird zeitweise verdunkelt – allerdings nur von Wolken. Auch bei dem düsteren Trio aus Norwegen ist leider nur wenig los.

Einherjer (N)






Nach Einherjer werden direkt in die 1980er auf die Hauptbühne gebeamt: Loudness. Die alten Japaner haben sichtlich Spaß und sind echt locker drauf, ihre Fans auch. Ihr Sänger erinnert stark an eine japanische Version des AC/DC-Fronters Brian Johnson. Bleibt noch eine Frage: Trägt der Gitarrist eine Perücke?

Loudness (JAP)








Radio Rock Stage: Amorphis. Der Sänger rockt nun ohne Dreads die »TALE FROM THE THOUSAND LAKES«-Show. Ein genialer Auftritt, nicht zu vergleichen mit Berlin vor gut sechs Monaten: Publikum ausgewechselt, Band wie ausgewechselt. Beste Stimmung bei Zuhörern und Musikern, da macht es richtig Spaß dabei zu sein.

Amorphis (FIN)








Anschließend geht’s auf der Club Stage weiter mit den finnischen Death Metallern Sotajumala. Einen kurzen Abstecher sind sie allemal wert. Doch wir müssen wieder weiter.

Immortal? Nein, Abbath. Auf der Inferno Stage. Das Erscheinen der Band wird lange hinausgezögert, die Geduld des Publikums bis zum Äußersten strapaziert. Dann endlich kommt die Band bzw. Abbath. Mächtig und wuchtig, stark an Immortal erinnernd, aber eben nicht Immortal. Dem Publikum gefällt es trotzdem. Die Abbath T-Shirts sind die ersten, die ausverkauft sind.

Abbath (N)








Als heutiger Headliner spielen In Flames auf der Radio Rock Stage. Ich darf nicht vor die Bühne, da man mit Alkohol den Ü18-Bereich nicht verlassen darf. Nachdem das Bier ausgetrunken ist, gehe auch ich In Flames gucken. Mit Melodic Death haben sie schon lange nichts mehr gemein, aber ihre Bühnenshow und ihr Auftreten sind einfach erstklassig. Das Gelände ist brechend voll, vor der Bühne ist kein Durchkommen mehr. Nach ein paar Songs gehen wir wieder, um noch ein paar Freunde zu treffen und Bier zu trinken.

In Flames (S)








So bunt die Pride heute Mittag, so bunt und abwechslungsreich war heute unser Tuska-Programm. Der Tag ist wirklich spaßig, entspannt und locker. Dazu noch geile Musik. Ist das noch zu toppen?

Text Johnic, Fotos © natte

+++ Zum Sonntag geht’s hier, zurück zum Freitag hier ++++

Die letzten 5 Beiträge von Nathalie Martin

Noch keine Kommentare!

Schreibe einen Kommentar

Folgende Tags sind erlaubt: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

*
Bitte gib das Sicherheitswort auf dem Bild ein.
Anti-spam image