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Foto nordische Landschaft

01. August 2015

Uaahaa, Späthippies! The Switch

Hach, hippieske Harmoniegesänge! Warum die späten 60er und frühen 70er heute wieder so absolut hip sind? An der Sehnsucht nach einer vorgeblich heilen Welt kann es nicht liegen! Unbestritten ist, dass uns diese großäugige Faszination mit psychedelischen Gegenwelten heute fast schon naiv vorkommt! The Switch aus Oslo lassen die Farfisa-Orgel dekorativ wummern und haben keinerlei Berührungsängste vor plüschigen Paisleymuster-Sounds. Gut so! Sie trauen sich sogar an Gitarrensoli, was heutzutage der gerade Weg zur Peinlichkeit ist. Das hält die Fünf doch nicht auf! Tagträumer sind sie, aber keine harmlosen. Wer sein zweites Album »B IS FOR THE BEAST« nennt, der ist kein verschmustes Blumenkind! Und wenn eine Band ihren Stil als »harmony- and solo-heavy 70’s inspired pop/rock« bezeichnet, dann gehen meine Ohren doch weit auf! Richtig so, macht bloß ein bisschen Rabatz! Immer nur nett sein ist doch superlangweilig!

Seit fünf Jahren werkelt die kleine Großgruppe bereits vor sich hin und hat sich in der norwegischen Hauptstadt einen gewissen Ruf als mitreißende Live-Band erarbeitet. Was man gerne glauben will, wenn man ausführlich in die Soundcloud-Seite von The Switch hereinhört. Da ist eine ansteckende Energie zu spüren. Und eine unbestrittene Euphorie! Lassen wir die Geister der Beach Boys und des Electric Light Orchestra in Frieden weiterwandern. Die große, operettenhafte Geste, die können diese Jungspunde ins Hier und Jetzt bringen. Uuhuu und Uaahaa! Das klingt doch superlebendig!