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Foto nordische Landschaft

15. Dezember 2015

Fragile Schönheit mit Nordic Affect

Fünf Musikerinnen aus Reykjavík, die sich für die Tanzmusik des 17. Jahrhunderts begeistern – aber gleichzeitig für moderne elektronische Töne offen sind: Die könnten interessant klingen, diese neoklassischen Töne! Nordic Affect nennen sich die fünf Künstlerinnen, die Händel mit isländischem Experimentalklängen verbinden. Nur ganz zu Anfang klingen diese Streicherinnen so, als wollten sie uns auf die sanfteste Art in den Winterschlaf lullen wollen. Kleine beunruhigende Unterströmungen schwingen hier mit, wenn sie auf ihrem neuen Album »CLOCKWORKING« Stücke zeitgenössischer isländischer Komponistinnen interpretieren. Wer jetzt an verkopfte Hochkultur denkt, liegt völlig falsch: Den zu diesen Komponistinnen zählt auch María Huld Markan Sigfúsdóttir, die als Mitglied der Folkpopster Amiina bekannt ist und für die Streicher-Arrangements von Sigur Rós verantwortlich zeichnet. Das Titelstück nimmt uns mit auf eine Reise nach Innen – voller fragiler Schönheit und bewusst minimalistischer Ästhetik. Das könnte fast schon Filmmusik sein: Für ein Roadmovie, in dem man unter Bäumen auf die zärtlichste Weise verlorengeht. Eignet sich wunderbar als Soundtrack für dunkle, stille Dezembertage! Und Zeit zum Träumen sollte man sich dabei lassen, viel Zeit!

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