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Foto nordische Landschaft

08. August 2016

Hel(l) aktuell XXII: Tuska 2016, Samstag: Wechselhaft

Nicht auszuhalten ist die Sonne am zweiten Tuska-Tag. Heute gibt es endlich eine Sonnenbrille. Während die irischen Primordial noch gute 25 Minuten spielen, besorge ich mir eine. Man merkt, dass Samstag ist. Gestern um diese Zeit war nicht so viel los.

Ab ins Zelt vor die Helsinki Stage. Tsjuder aus Norwegen ist die erste Band, die wir sehen wollen. Drei mit Corpsepaint beschmierte, martialisch aussehende Typen, die richtig geilen Black-Metal spielen. Eine der besten Bands des gesamten Festivals.

Tsuder (N)

Schade, dass wir viel zu früh zur Radio Rock Stage müssen. Turmion Kätilöt spielen. Die wollen wir nicht verpassen. Die Zuschauer sind vom ersten Takt an bei der Sache. Sogar alte Männer tanzen zu den Industrial-Metal-Klängen der Finnen.

Turmion Kätilöt (FIN)

In der Zwischenzeit starten Mørket auf der Inferno-Stage. Laut sind sie, aber nicht gerade etwas Besonders. Besonders sind eher die Leuchten: Hunderte Röntgenaufnahmen sämtlicher Körperteile wurden zu einem Lampenschirm verbunden und von innen angestrahlt. Auch im Zelt konnten wir solche Leuchten entdecken.

Omnium Gatherum. Noch nie gesehen. Die Zuschauer strömen erst nach Turmion Kätilöt ins Zelt. Darum herrscht dort während der ersten drei Songs der Finnen auch gähnende Leere. Was auf der Bühne abgeht, wirkt für mich ziemlich gezwungen. Wir schauen uns das nicht länger an. Stattdessen stärken wir uns für die nächsten Stunden.

Omnium Gatherum (FIN)

Dieses Jahr scheint das Jahr der Premieren zu sein: Obscura spielen auch das erste Mal in Finnland. Sie starten mit viel Getöse und ziehen das bis zum Ende durch. In Ermangelung einer besseren Alternative bleiben wir noch ein Weilchen bei den deutschen Prog/Technical Death Metallern.

Obscura (D)

Thunderstone (FIN)

Schon wieder grüßt eine Power-Metal-Band, dieses Mal Thunderstone aus Finnland. Band wie Publikum haben Spaß. Wir verziehen uns nach drei Liedern und warten auf …

Anthrax. Die Amis erklimmen mit etwas Verspätung die Radio Rock Stage. Dafür gehen die alten Recken ab wie Sau. Ich hatte sie viel langweiliger in Erinnerung, aber heute hauen sie mich um.

Anthrax (USA)

Zum Glück wurden wir dazu überredet etwas trinken zu gehen und uns unter ein Zelt zu stellen, denn der Himmel öffnet seine Schleusen. Es schüttet wie aus Kübeln.

Bei Stam1na im Zelt war die Hölle los. Ob wegen der Band selbst oder auf Grund des heftigen Regens. Ich sehe die finnische Band zum ersten Mal und bin begeistert. Die Menge tobt.

Der Auftritt von Ghost aus Schweden fällt sprichwörtlich ins Wasser, was aber die wenigsten zu stören scheint. Uns stört sowohl die Band als auch das Wetter. Wir gehen.

Text Johnic, Fotos © natte

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