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Foto nordische Landschaft

09. August 2016

Hel(l) aktuell XXIII: Tuska 2016, Sonntag: War was?!

Der Regen lässt kaum nach. Fast die ganze Nacht gewittert es. Als wir uns in Richtung Tuskagelände aufmachen, regnet es noch immer. Dort angekommen werden wir von Hatebreed aus den USA begrüßt. Wir ignorieren sie wohlwollend, denn das wollen wir unseren Ohren nicht antun.

Dann doch lieber Nervosa. Für den Old School-Thrash der drei Brasilianerinnen lohnt sich der Weg in die kleine Halle.

Nervosa (BRA)

Heute scheint der Regen keine Pause einzulegen. Das Wetter passt zu Diablo. Die Musik der Finnen ist trist und langweilig. Von Gojira kann ich das nicht behaupten. Die Franzosen scheinen den Dreh rauszuhaben. Mit viel Unterstützung der Zuschauer legen sie ein abwechslungsreiches Set hin.

Gojira (FR)

Zum ersten auf der Radio Rock Stage (Freitag), zum zweiten akustisch im Solmusali für geladene Gäste (Samstag) und nun zum dritten auf der Inferno Stage (Sonntag): Swallow The Sun. Leider dröhnt es bloß in der kleinen Halle. Dieses Dröhnen stört einfach nur und überlagert die Band. Wir ziehen uns recht schnell wieder aus der Halle zurück.

Geradewegs geht es zur Helsinki Stage. Dort spielen Katatonia aus Schweden auf. Die Musik will einfach nicht besser werden. Wir setzen all unsere Hoffnungen eines  guten Festivalabschlusses auf die letzte Band des Tages.

Katatonia (S)

Wie erwartet sind sämtliche Menschen auf dem Gelände zur Radio Rock Stage gepilgert um Children of Bodom zu sehen – und auch unsere Erwartungen werden nicht enttäuscht. Souverän legen die Mannen um Alexi Laiho los und haben das Publikum sofort auf ihrer Seite. Ein würdiger Abschluss. Sogar der Regen hat zur Abwechslung aufgehört.

Children of Bodom (FIN)

Fazit:

Das war also das Tuska-Festival 2016. Im Gegensatz zu letztem Jahr gab es eine zur Zeltbühne umgebaute Helsinki Stage. Angeblich war auch eine Sauna aufgebaut, nur war uns nicht ersichtlich wo die sein sollte, laut Karte noch hinter der Fressmeile. Das war vom Gelände aus nicht zu erkennen. Des Weiteren gab mit dem Solmusali einen kleinen Extraraum, wo nicht nur Swallow The Sun spielten, sondern auch EM-Spiele übertragen wurden. Ob dieser Raum jedoch offiziell für jeden Besucher zugänglich war oder nur für »V.I.P.« wissen wir nicht.

Musikalisch hat mich das Line-up dieses Jahr nicht wirklich überzeugt. Es gab zu viele Power Metal-Bands und solche, die wirklich nur Krach produzierten. Die ältesten Bands hatten den größten Zulauf. Man könnte meinen, es gibt keine jungen, etablierten, guten Bands – zumindest nicht auf Tuska. Schade eigentlich, denn mir gefällt das Festival: Es wirkt nicht überlaufen, nicht zu groß, das Gelände beim alten Gaswerk ist toll gelegen. Hoffentlich bessert sich das künftige Line-up noch ein wenig. (natte: Wenn nicht zum zur 20. Ausgabe, wann dann?)

Text Johnic, Fotos © natte

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