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Foto nordische Landschaft

03. Oktober 2016

Enslaved im Club Cann: Geil war’s!

Tatort: Club Cann – Bad Cannstatt, Stuttgart
Tatverdächtige: Extreme Metal Urgesteine
Tatzeit
: 30.09.2016
Tatzeugen: keine Trachtentrottel

Als wir ankommen spielt gerade Enslaveds australische Vorband Ne Oblivicaris. Da wir sie schon auf Tuska gehört und gesehen haben, widmen wir uns lieber dem goldenen Gerstensaft und sehen uns die Show von weiter hinten an. Wobei hinten immer noch ziemlich nahe an der Bühne ist: Der Konzertsaal hat doch recht schnuckelige Ausmaße.

Nach einer kurzen Umbaupause beginnen Enslaved fulminant mit »Roots oft he Mountain« vom Album »RIITIR«. Das richtige Stück um sich auf das Set einzustimmen. Bei »Ruun« erwartet uns ein facettenreiches, differenziertes Schlagzeugspiel, das so nur wenige Bands beherrschen. Ab »The Watcher« wird es heiß im kleinen Konzertsaal. Im Vergleich zur Albumversion drückt die Truppe aus Haugesund/Bergen so richtig aufs Gas. Kaum jemand im Publikum steht still, die Leute bangen, dass die Haare nur so fliegen.

Mit Rock’n‘Roll-artigem Einstieg folgt »Building with Fire« vom 2015 erschienenen Album »IN TIMES«. Fast Motörhead-artige Gitarren mit schaurig schönen Tremoli gepaart mit einem feinfühligen, sehr exakten Schlagzeugspiel. Wir haben einfach nur Spaß beim Zuhören. Von »Ethica Odini« bekommen wir nicht viel mit, sind wir doch vollkommen mit Bangen beschäftigt.

Anschließend nehmen uns Enslaved mit in die Anfangszeit der Band, ins »FROST«ige Jahr 1994. Von diesem Album schlagen uns die Norweger »Fenris« um die Ohren. Danach gibt’s eine Verschnaufspause: »The Crossing« und »Ground« drosseln das Tempo und geben uns die Gelegenheit einfach nur zu genießen.

Plötzlich ist das Konzert vorbei. Das Publikum verlangt lautstark nach Zugaben. Leider bleibt es bei nur einer, weil das Konzert sonst zu lang ginge und angeblich Probleme mit der Polizei vorprogrammiert wären – und wir dachten, die sei nebenan auf dem Cannstatter Wasen beschäftigt.

Als würdigen Abschluss spielen die Black/Viking Metaller »Allfoðr Oðinn« von der EP »HORDANES LAND« aus dem Jahr 1993. Das war es nun wirklich. Nach etlichen Verbeugungen und geschüttelten Händen verlassen die Protagonisten die Bühne des Cannstatter Clubs.

Text Johnic, Fotos © natte

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