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Foto nordische Landschaft

21. August 2018

Ach, es gibt finnische Elfen: Karina

Gibt es den Sommerschlaf? Offenkundig! Denn das Polarblog hat nach langen, emsigen Jahren mal eine mittelkleine Pause eingelegt. Zudem werkeln wir im Hintergrund eifrig an dem lange überfälligen Relaunch unserer Haupt-Site Nordische Musik, was sich als ziemlich aufwändig erweist. Kein Stein bleibt auf dem anderen. Aber wenn´s dann mal fertig ist, wird es sehr schick aussehen. Versprochen! Der Sommerschlaf war aber auch ein kleiner, stiller Protest gegen die allgegenwärtige Info-Überflutung. Ich bin inzwischen fast mehr mit dem Löschen überflüssiger Promo-Mails beschäftigt als mit Musikhören. Ich übertreibe zugegebenermaßen etwas. Aber der Promo-Mail-Terror hat letztendlich eine gewisse Unlust erzeugt. Ich ertappe mich mittlerweile dabei, dass ich abends am liebsten Klassik höre. Eine Phase? Vielleicht.

Aber die Neugier auf neue Musik ist immer noch da! Dieses Jahr habe ich es zwar wieder nicht aufs wunderbare Flow-Festival in Helsinki geschafft, aber das Stöbern im Programm hat bislang immer unbekannte Schätze zu Tage befördert. Dieses Mal das Trio Karina , deren sanfter, verträumter Folkpop den perfekten Soundtrack für spätsommerliche Abende bietet. Wenn die Hitze nachlässt und die Gedanken ungestört spazieren gehen können.

Karina sind ein Folkpop-Trio aus Helsinki, das im März sein Debütalbum herausgebracht hat. Das Besondere an den Dreien: Sie singen auf Finnisch! Und das hört sich erstaunlich stimmig, poetisch und überaus anmutig an. Denn anders als manche braven Klampfen-Heinze und Klampfen-Heinzinnen schwingen bei Karina ein gewisser koboldhafter Übermut und eine naive Verspieltheit mit. Sollte es tatsächlich finnische Elfen geben? Durchaus möglich! Besonders fein ausgefallen ist der Track »Bambi«, der mit kitschigen Rehlein so gar nichts zu tun hat.

Foto: Reetta Sarikoski