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	<title>Polarblog &#187; Konzerte</title>
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		<title>Das Feuerwerk ist schuld: Satellite Stories</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 21:17:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva-Maria Vochazer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finnland]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
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		<description><![CDATA[Einfach &#252;berm&#252;tig sein, loslegen und Spa&#223; haben: Um nichts anderes geht es den Power-Indiepoppern Satellite Stories, die bei ihrem ersten Frankfurter Auftritt im schlunzigen Ponyhof daherkommen wie ein kleines Rudel unruhiger Jagdhunde, kurz bevor sie von der Leine gelassen werden. Alltagsabenteuer wollen sie erz&#228;hlen, mit einem Glitzern in den Augen und dezidiert britischen, bissigen Gitarren. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einfach &#252;berm&#252;tig sein, loslegen und Spa&#223; haben: Um nichts anderes geht es den Power-Indiepoppern <a href="satellitestories.com/" class="liinternal">Satellite Stories,</a> die bei ihrem ersten Frankfurter Auftritt im schlunzigen Ponyhof daherkommen wie ein kleines Rudel unruhiger Jagdhunde, kurz bevor sie von der Leine gelassen werden. Alltagsabenteuer wollen sie erz&#228;hlen, mit einem Glitzern in den Augen und dezidiert britischen, bissigen Gitarren. Eleanor hat hier ihre Stiefelchen schon angezogen und jammt nach Herzenslust. Dass die gro&#223;en Br&#252;der The Wombats, Franz Ferdinand und Arctic Monkeys hier nie allzu ferne sind, tut nichts zur Sache, denn diese vier Jungs aus der nordfinnischen Provinzstadt Oulu machen das Einsatz und Begeisterungsf&#228;higkeit mehr als wett. Es geht hier ureigentlich ums Jungsein. Und ums Lebendigsein. </p>
<p>Auch wenn die noch nicht ganz ausgewachsenen wirkenden Vier bisweilen ungelenk daherkommen, so wirkt das unausgesprochen charmant. Die Sache mit den Zwischenansagen m&#252;ssen sie unbedingt noch &#252;ben. Oder dass man den h&#252;bschen M&#228;dchen in der ersten Reihe auch mal zul&#228;cheln kann. <a href="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2012/05/Sat.jpg" class="liimagelink"><img src="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2012/05/Sat-300x200.jpg" alt="" title="Sat" width="300" height="200" class="alignleft size-medium wp-image-6757" /></a>Aber diese Jungs k&#246;nnen bereits jetzt schon sch&#246;n garstig sein, sich &#252;ber die Schicki-Micki-Kunstszene in Helsinki lustig machen, oder &#252;ber ungeahnte Gefahren, die auf Kids in der U-Bahn lauern. Das kommt alles frisch daher, gar nicht verkopft, sondern sehr pr&#228;zise auf den Punkt gegart, und hey! man kann so sch&#246;n mitsingen, wenn diese vier Jungs, die nicht ganz vorne standen, als der liebe Gott die m&#228;nnliche Sch&#246;nheit verteilte, einfach so nach Mexiko ausb&#252;xen wollen. Oder eben alles auf das Feuerwerk schieben wollen, wenn die Chose gegen die Wand f&#228;hrt. Ach, dann holen wir uns eben eine kalte Dusche und sch&#252;tteln uns so heftig wie Jagdhunde, dass die Tropfen nur so spritzen. Und flitzen weiter, nach Hundeart grinsend.</p>
<p>Aber ach, hinter all dieser unbek&#252;mmerten Nonchalance verbirgt sich dann doch wieder die infame finnische m&#228;nnliche Sch&#252;chternheit. Die M&#228;dchen in der ersten und auch die in der zweiten und dritten Reihe fordern eine Zugabe. Laut und lange. Die Herren Satellite Stories aber verkriechen sich wie die Kaninchen im Bau und tauchten an diesem Abend auch nicht wieder auf. Schade!</p>
<p><iframe width="100%" height="450" scrolling="no" frameborder="no" src="http://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Fplaylists%2F817449&#038;show_artwork=true"></iframe></p>
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		<title>Kings Of Black Metal 2012: Endlich neue Bands auf der B&#252;hne</title>
		<link>http://polarblog.de/2012/05/06/kings-of-black-metal-2012-endlich-neue-bands-auf-der-buehne/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 16:51:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nathalie Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dänemark]]></category>
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		<description><![CDATA[Tatort: … zu idyllisch f&#252;r True Black Metal?
Tatverd&#228;chtige: True Black Metaller
Tatzeit: Tagesf&#252;llend
Tat-Zeugen: 99,9 % Black (Metaller)
Zum zweiten Mal findet das Kings Of Black Metal-Festival am 21. April 2012 im (zu) beschaulichen oberhessischen Alsfeld statt – man munkelt Watain (genauer: die Reinigungskosten nach deren letzten Auftritt) sind schuld daran, dass die Halle in Gie&#223;en f&#252;rs KOBM [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2012/05/kobm_2_450.jpg" class="liimagelink"><img class="aligncenter size-full wp-image-6740" title="kobm_2_450" src="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2012/05/kobm_2_450.jpg" alt="" width="450" height="313" /></a>Tatort: … zu idyllisch f&#252;r True Black Metal?<br />
Tatverd&#228;chtige: True Black Metaller<br />
Tatzeit: Tagesf&#252;llend<br />
Tat-Zeugen: 99,9 % Black (Metaller)</p>
<p>Zum zweiten Mal findet das <a href="http://de-de.facebook.com/pages/Kings-Of-Black-Metal/288908101292" target="_blank" class="liexternal">Kings Of Black Metal</a>-Festival am 21. April 2012 im (zu) beschaulichen oberhessischen <a href="http://www.alsfeld.de/" target="_blank" class="liexternal">Alsfeld</a> statt – man munkelt Watain (genauer: die Reinigungskosten nach deren letzten Auftritt) sind schuld daran, dass die Halle in Gie&#223;en f&#252;rs KOBM nicht l&#228;nger zur Verf&#252;gung steht.</p>
<p>Wie der gut gef&#252;llte Parkplatz und die Nebenstra&#223;en beweisen, reis(t)en Fans aus Frankreich, Italien (Freunde/Fans von Forgotten Tomb?), sogar aus Wien oder von Sylt an, um die Kings Of Black Metal zu sehen –  nicht nur f&#252;r mich ein Festival, auf dem ich einige Bands zum ERSTEN MAL live sehe.</p>
<p>Sehr klischeehaft ist das zu 99,9% komplett schwarz angezogene Publikum; ich z&#228;hle hier exakt zwei rote T-Shirts und zwei grau-wei&#223;-schwarze Armeehosen.</p>
<p>Die Essener (Mor Dagor) habe ich verpasst, Glorior Belli aus Frankreich sind solala – und dann muss ich dringend was essen. Von den Italienern (Forgotten Tomb) sehe ich nur noch das letzte Lied, klingt ganz ordentlich.</p>
<p>Die d&#228;nischen <a href="http://www.angantyr.dk/" target="_blank" class="liexternal">Angantyr</a> finde ich ziemlich gut (noch nie live gesehen), die norwegischen <a href="http://www.bombers.no/news.php" target="_blank" class="liexternal">B&#246;mbers</a> (<a href="http://www.nordische-musik.de/1371-Immortal.html" target="_blank" class="liexternal">Immortal</a>s Abbath kopiert Mot&#246;rheads Lemmy) sind eine echte Spa&#223;kapelle, ihre Landsleute <a href="http://www.tsjuder.com/" target="_blank" class="liexternal">Tsjuder</a> gut, die finnischen <a href="http://www.nordische-musik.de/314-Impaled-Nazarene.html" target="_blank" class="liexternal">Impaled Nazarene</a> gewohnt brachial, <a href="http://www.nordische-musik.de/283-Dark-Funeral.html" target="_blank" class="liexternal">Dark Funeral</a> sind okay – ich stecke nicht tief genug drin, um beim Live-Auftritt einen gro&#223;en Unterschied zum ehemaligen Line-Up zu erkennen … ich Banause.</p>
<p><span id="more-6725"></span></p>
<p><a href="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2012/05/tsjuder_450.jpg" class="liimagelink"><img class="aligncenter size-full wp-image-6754" title="tsjuder_450" src="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2012/05/tsjuder_450.jpg" alt="" width="450" height="271" /></a></p>
<p>… dann hei&#223;t es ewig warten: <a href="http://www.myspace.com/behexen666" target="_blank" class="liexternal">Behexen</a> kamen mit einer Stunde Versp&#228;tung. Sie standen angeblich erst im Stau und haben dann angeblich sehr lange f&#252;r ihr B&#252;hnenoutfit gebraucht. &#196;hm? Der S&#228;nger sieht aus, als sei neben ihm eine gef&#252;llte Klosch&#252;ssel explodiert &#8211; und daf&#252;r braucht er &#8216;ne halbe Stunde?<br />
Ich bin vom Auftritt jedoch nicht nur deshalb entt&#228;uscht: Auf Konserve klingt der S&#228;nger immer sooo bitterb&#246;se, aber hier die erste H&#228;lfte vom Set total zahm.</p>
<p>Das aktuelle Album der schwedischen <a href="http://www.nordische-musik.de/3330-Shining.html" target="_blank" class="liexternal">Shining</a> hat mir wirklich gefallen, aber den aktuellen (live)Hype um die Band verstehe ich nicht. Wahrscheinlich wegen der B&#252;hnenshow mit live ritzen oder so, die gibt&#8217;s aber beim KOBM 2012 nicht – zumindest nicht so lange ich da war.</p>
<p>Lange Rede kurzer Sinn, eigentlich ist der ganze Text nur ein etwas l&#228;ngerer Link zur <a href="http://www.nordische-musik.de/galerie/index.php" target="_blank" class="liexternal">Fotogalerie auf unserer Hauptseite</a>: Diese wird »Kings Of Black Metal 2012« hei&#223;en &#8230; und online gehen, sobald unser Backend das zul&#228;sst.</p>
<p>Fotos © natte</p>
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		<title>Herr Heine und Frau Hansdóttir</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 20:59:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva-Maria Vochazer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Färöer]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Guðrið Hansdóttir]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich sollten viel mehr Konzerte nachmittags stattfinden. Denkt man sich, Kirschstreuselkuchen mampfend und an einem Glas Wei&#223;weinschorle nippend. Und reckt das Gesicht in die Fr&#252;hlingssonne. »Open Air B&#252;hne am Hafenbecken« nennt sich die Location gro&#223;artig, dabei sind es die nur acht Quadratmeter auf der Au&#223;entreppe des Hafen2 in Offenbach, wo sich sonst immer die Raucher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich sollten viel mehr Konzerte nachmittags stattfinden. Denkt man sich, Kirschstreuselkuchen mampfend und an einem Glas Wei&#223;weinschorle nippend. Und reckt das Gesicht in die Fr&#252;hlingssonne. »Open Air B&#252;hne am Hafenbecken« nennt sich die Location gro&#223;artig, dabei sind es die nur acht Quadratmeter auf der Au&#223;entreppe des Hafen2 in Offenbach, wo sich sonst immer die Raucher tummeln. <a href="http://www.nordische-musik.de/2316-Gudrid-Hansd%C3%B3ttir.html" class="liexternal">Guðrið Hansdóttir</a> macht sich in diesen letzten Apriltagen nichts aus &#196;u&#223;erlichkeiten. Einf&#252;hlsam unterst&#252;tzt von ihrem Gitarristen, wagt sich die S&#228;ngerin von den Far&#246;er Inseln daran, ihre warmen, wolkenverhangenen Gegenwelten zu entwerfen, in denen sich Folk, Pop und harsche Windst&#246;&#223;e die H&#228;nde reichen. Bewusst zur&#252;ckgenommen, mit souver&#228;ner Ruhe erz&#228;hlt die S&#228;ngerin kleine Geschichten, in denen der Himmel immer grau ist, aber die Dinge alles andere als melancholisch oder hoffnungslos sind. Da ist Feuer untern Eis!</p>
<p><a href="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2012/05/gudrid.jpg" class="liimagelink"><img src="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2012/05/gudrid-255x300.jpg" alt="" title="gudrid" width="255" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-6709" /></a></p>
<p>&#220;berkandidelte, hektische Alternativg&#246;ren in teuren Einzelst&#252;ck-Eso-Klam&#246;ttchen rennen vor der B&#252;hne um die Wette, stolz verfolgt von ihren sp&#228;tgeb&#228;renden M&#252;ttern und schwitzenden V&#228;tern. &#196;ltere Paare aus dem Viertel halten bei ihrem Nachmittags-Spaziergang &#252;berrascht inne und bleiben ein, zwei Songs lang stehen. Klingt doch ganz gut, was es hier umonst und drau&#223;en gibt! Selbst die verbissenen Zwangsradler mit ihrem Overkill an teuren Bike-Outfits auf ihrer 200-Kilometer-Tour entlang des Mains legen einen Stopp ein und h&#246;ren zu. Irgendwann ver&#228;ndert sich ihre Gesichtsfarbe von Purpurrot zu Altrosa.</p>
<p><iframe width="100%" height="166" scrolling="no" frameborder="no" src="http://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F16385668&#038;show_artwork=true"></iframe></p>
<p>Frau Hansdóttir l&#228;sst sich ihrerseits inspirieren. Vom deutschen Poeten Heinrich Heine, dessen Gedichte sie gleich mehrfach als Grundlage eigener Songs verwendet hat. Aufm&#252;pfig, empfindsam und klug. Da steht sie nun, in ihrem kurzen Blumenkleidchen, und singt Songs vom Ertrinken far&#246;ischer Fischer, und im Hintergrund pl&#228;tschert harmlos der Main und recken sich die neuen und alten Frankfurter Bankent&#252;rme in den Himmel. Frau Hánsdottir erz&#228;hlt die einfachen Geschichten, die alles andere als harmlos sind, von Schatten, von Nebel, von Ungewissheiten. Sie covert The Cure und es geht nat&#252;rlich um immerw&#228;hrende Liebe, ironisch nat&#252;rlich, aber hier klingt es echt. Und fast w&#252;nscht man sich, die Sonne m&#246;ge endlich hinter Wolken verschwinden.</p>
<p><iframe width="100%" height="166" scrolling="no" frameborder="no" src="http://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F16385774&#038;show_artwork=true"></iframe></p>
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		<title>Lieber Bart als Dinosaurier: Antero Lindgren</title>
		<link>http://polarblog.de/2012/04/05/lieber-bart-als-dinosaurier-antero-lindgren/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Apr 2012 11:14:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva-Maria Vochazer</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Antero Lindgren]]></category>
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		<category><![CDATA[Zebra & Snake]]></category>

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		<description><![CDATA[Die neuesten Untaten des Kapitalismus sprechen sich schnell herum: Ein finnischer Freund macht sich ernsthafte Sorgen um die Zukunft der Berliner Clublandschaft und mailt einen Artikel des britischen Guardian herum, in dem es darum geht, dass Berliner Clubs mittlerweile von der Landesregierung unter Artenschutz gestellt und mit Staatsgeldern unterst&#252;tzt werden sollen, weil b&#246;se Immobilienhaie die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die neuesten Untaten des Kapitalismus sprechen sich schnell herum: Ein finnischer Freund macht sich ernsthafte Sorgen um die Zukunft der Berliner Clublandschaft und mailt einen <a href="http://www.guardian.co.uk/world/2012/mar/29/berlin-nightclubs-threat-property?CMP=twt_gu" class="liexternal">Artikel des britischen Guardian</a> herum, in dem es darum geht, dass Berliner Clubs mittlerweile von der Landesregierung unter Artenschutz gestellt und mit Staatsgeldern unterst&#252;tzt werden sollen, weil b&#246;se Immobilienhaie die Preise auf dem Wohnungsmarkt in vorher nicht gekannte H&#246;hen treiben. Hilfe, die Reputation Berlins als »einer der europ&#228;ischen Party-Hotspots« ist in Gefahr! Hinzu kommen quengelnde und vor Gericht klagende gentrifizierte Nachbarn, denen es in Szene-Bezirken wie Mitte oder Prenzlauer Berg wegen der vielen Nachtschw&#228;rmer zu laut ist. Nun muss man das steigende Preisniveau auf dem Berliner Immobilienmarkt nun nicht besonders toll finden und das Treiben der Heuschrecken dahinter ohnehin nicht. Aber abseits der Hauptstadt, in M&#252;nchen, Frankfurt, Hamburg und anderwo, bewegen sich die Mietpreise seit vielen Jahren auf einem beachtlichen Niveau, und die Clubs &#252;berleben interessanterweise selbst in &#252;berteuerten Ballungsr&#228;umen. Gr&#246;&#223;tenteils sogar ohne &#246;ffentliche Subventionen! </p>
<p>Denkt man sich nach einem Konzertbesuch im Frankfurter Sinkkasten, der j&#252;ngst pleite ging und nun unter neuem Management als <a href="http://www.zoomfrankfurt.com/" class="liexternal">Zoom</a> wieder auferstanden ist. Und man hat dort das bislang schlechteste Konzert des Jahres besucht, n&#228;mlich einen jungen britischen Herrn, der sich <a href="http://totallyenormousextinctdinosaurs.tumblr.com/" class="liexternal">Totally Enormous Extinct Dinosaurs</a> nennt. Herr Nachwuchs-Dinosaurier bedient hektisch seine Regler, st&#252;lpt sich albernerweise Indianerkopfschmuck &#252;bers Haupthaar und l&#228;sst Go-Go-Girls mit Ponpons am Popo h&#252;pfen. Die elektronische Tanzmusik, die dieses sp&#228;tpubertierende J&#252;ngelchen seinen auf der B&#252;hne aufgestapelten Ger&#228;tschaften entlockt, ist &#252;berw&#228;ltigend &#246;de und erschreckend uninspiriert. Wenigstens tut ihm eine Zw&#246;lfkl&#228;sslerin den Gefallen und muss ohnm&#228;chtig aus dem Saal getragen werden. Wir ergreifen noch vor der Zugabe die Flucht und setzen darauf, dass die Dinosaurier irgendwann ausgestorben sind.</p>
<p><iframe width="100%" height="225" scrolling="no" frameborder="no" src="http://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Fplaylists%2F1679957&#038;show_artwork=true"></iframe></p>
<p>Zuhause, es ist schon sp&#228;t, aufatmend die Musik auflegen, die bestens zu aller Schw&#228;rze und dem sanft einsetzenden Regen passt. Das Deb&#252;talbum des finnischen Musikers <a href="http://www.anterolindgren.com/" class="liexternal">Antero Lindgren</a> mit dem schlichten Titel »MOTHER«, der auf eine wunderbar reduzierte Weise die kleinen, klassischen Geschichten vom Verlieren und Manchmal-Wiederfinden erz&#228;hlt. Der b&#228;rtige Barde wandelt ganz bewusst auf den Schattenseiten des urbanen Lebens. Mit Gitarrre, Stimme, sparsamer Instrumentierung. Und von einer geradezu altmodischen Tiefe, abseits aller kurzfristigen Moden. Antero Lindgren ist b&#228;rtig und t&#228;towiert, und, den Fotos nach zu urteilen, schon eine Weile unterwegs. Im ebenso reduzierten Video zu »Cigarette Stumps« l&#228;sst sich der finnische Seelenverwandte des fr&#252;hen Bruce Springsteen in geradezu traumwandlerischer Weise durch ein n&#228;chtlich desillusioniertes Helsinki treiben. Und die Einsamen bei ihrem Weg nach Hause beobachten, die Schultern trotzig nach oben gezogen. Und letztendlich sind es die unbestreitbare W&#228;rme und Tiefe, mit denen uns Herr Lindgren dann packt. Bei seinem Deb&#252;t ist Lindgren &#252;brigens von Jungspunden unterst&#252;tzt worden, die zumindest in Teilen der elektronischen Tanzmusik zuzuordnen sind, die aber offenkundig verstanden haben, dass ohne Herzblut gar nichts geht: Von Matti Ahopelto und Risto Joensuu (<a href="http://www.zebraandsnake.com/" class="liexternal">Zebra &#038; Snake</a>, <a href="http://www.nordische-musik.de/3386-Siinai.html" class="liexternal">Siinai</a>, <a href="http://www.nordische-musik.de/2594-Joensuu-1685.html" class="liexternal">Joensuu 1685</a>). </p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/33681585?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="400" height="225" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/33681585" class="liexternal">Antero Lindgren &#8211; Cigarette Stump</a> from <a href="http://vimeo.com/jaakkotorvinen" class="liexternal">Antero Lindgren</a> on <a href="http://vimeo.com" class="liexternal">Vimeo</a>.</p>
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		<title>Siena Root &#8211; Das Warten auf die Sonne hat ein Ende</title>
		<link>http://polarblog.de/2012/03/25/siena-root-das-warten-auf-die-sonne-hat-ein-ende/</link>
		<comments>http://polarblog.de/2012/03/25/siena-root-das-warten-auf-die-sonne-hat-ein-ende/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Mar 2012 18:26:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yvette Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
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		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Siena Root]]></category>
		<category><![CDATA[Sonic Ballroom]]></category>

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		<description><![CDATA[Tatort: Sonic Ballroom, K&#246;ln
Tatverd&#228;chtige: Psychedelic Rock
Tatzeit: 15. M&#228;rz 2012
Tat-Zeugen: Neo-Hippies
Der K&#246;lner Sonic Ballroom ist f&#252;r ein Konzert von Siena Root irgendwie ungeeignet. Die famili&#228;re Atmosph&#228;re des Clubs passt, aber man m&#246;chte diese Band lieber auf einem kleinen Open-Air-Festival in einer lauen Sommernacht h&#246;ren.
Denn das w&#252;rde mehr dem 70er-Jahre-Flair entsprechen, den die Schweden verbreiten: Psychedelische Kl&#228;nge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2012/03/sienaroot09.jpg" class="liimagelink"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6598" title="sienaroot" src="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2012/03/sienaroot09-300x200.jpg" alt="" width="450" height="300" /></a>Tatort: <a href="http://www.sonic-ballroom.de/content/de/home/index.htm" class="liexternal">Sonic Ballroom</a>, K&#246;ln<br />
Tatverd&#228;chtige: Psychedelic Rock<br />
Tatzeit: 15. M&#228;rz 2012<br />
Tat-Zeugen: Neo-Hippies</p>
<p style="text-align: left;">Der K&#246;lner Sonic Ballroom ist f&#252;r ein Konzert von <a href="http://nordische-musik.de/2366-Siena-Root.html" class="liexternal">Siena Root</a> irgendwie ungeeignet. Die famili&#228;re Atmosph&#228;re des Clubs passt, aber man m&#246;chte diese Band lieber auf einem kleinen Open-Air-Festival in einer lauen Sommernacht h&#246;ren.</p>
<p>Denn das w&#252;rde mehr dem 70er-Jahre-Flair entsprechen, den die Schweden verbreiten: Psychedelische Kl&#228;nge vorgetragen von b&#228;rtigen M&#228;nnern mit wallendem Haar.</p>
<p>Bei Auftritten im Heimatland singt Oskar Lundstr&#246;m, hier auf Deutschlandtournee ist Chrissi Jost dabei, eigentlich S&#228;ngerin der Berliner Retrorocker <a href="http://www.whiterabbitdynamite.com/white_rabbit_dynamite/Home.html" class="liexternal">White Rabbit Dynamite</a>. Ihre ausdrucksstarke Stimme erinnert an Grace Slick von Jefferson Airplane und passt perfekt zur Musik. Besonders „Waiting for the Sun“ – &#252;brigens kein Doors-Cover – gef&#228;llt mir noch besser als auf CD.</p>
<p>Bands, bei denen alles so gut aufeinander abgestimmt ist, wirken oft arrangiert. Das ist bei Siena Root nicht der Fall. Die Musiker sind im Gegenteil sehr nat&#252;rlich und gewinnen dadurch sofort die Sympathie des Publikums. Oft verlieren sie sich in minutenlangen Instrumentalsoli und scheinen &#252;berrascht, am Ende des Liedes Applaus zu bekommen. Sie bedanken sich ehrlich erfreut und ohne die sonst &#252;blichen &#252;bertriebenen Publikumsschmeicheleien.</p>
<p>Am Konzertende kommen sie zweimal zu einer Zugabe auf die B&#252;hne zur&#252;ck &#8211; was aber nichts mit Starall&#252;ren zu tun hat. Das zeigt die Bemerkung des Gitarristen KG West: „Okay&#8230; You don’t wanna go to sleep.“ und sein darauf folgendes verschmitztes L&#228;cheln, das wohl „We neither.“ bedeutet. Nach zwei Stunden sind sie doch ersch&#246;pft und entlassen uns in eine milde Nacht. Am n&#228;chsten Tag scheint die Sonne und es wird Fr&#252;hling. Man ist versucht, nicht an einen Zufall zu glauben.</p>
<p>Foto © Siena Root</p>
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		<title>Satisfaction mit WhoMadeWho</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Mar 2012 20:09:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva-Maria Vochazer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dänemark]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[david Bowie]]></category>
		<category><![CDATA[Rangleklods]]></category>
		<category><![CDATA[Talking Heads]]></category>
		<category><![CDATA[WhoMadeWho]]></category>
		<category><![CDATA[Zoom]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist Zeit, Vorurteile sie zu revidieren: Das legend&#228;r stoffelige Frankfurter Publikum ist gar nicht so lustfeindlich, sondern kann auch anders. Dazu bedarf es nur eines neuen In-Clubs und dreier herrlich skuriller und selbstironischer D&#228;nen, und siehe da: Die verstockten Bankst&#228;dter tanzen ausgelassen und die Polarbloggerin kriegt eine gewaltige Bierdusche vom Nebenmann ab, der enthemmt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist Zeit, Vorurteile sie zu revidieren: Das legend&#228;r stoffelige Frankfurter Publikum ist gar nicht so lustfeindlich, sondern kann auch anders. Dazu bedarf es nur eines neuen In-Clubs und dreier herrlich skuriller und selbstironischer D&#228;nen, und siehe da: Die verstockten Bankst&#228;dter tanzen ausgelassen und die Polarbloggerin kriegt eine gewaltige Bierdusche vom Nebenmann ab, der enthemmt und fr&#246;hlich vor sich hin jammt. Soll ja eine gute Haarkur sein, der Gerstensaft! <a href="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2012/03/WmW.jpg" class="liimagelink"><img src="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2012/03/WmW-200x300.jpg" alt="" title="WmW" width="200" height="300" class="aligncenter size-medium wp-image-6577" /></a>Aber nun mal von Anfang an: Der Frankfurter Traditionsklub Sinkkasten musste k&#252;rzlich aus finanziellen Gr&#252;nden die Segel streichen. Dann war erstmal Funkstille, aber nun ist der neue Veranstaltungsort mit dem sch&#246;nen Namen <a href="http://zoomfrankfurt.com/" class="liexternal">Zoom</a> aus dem Ei geschl&#252;pft und wartet mit einem durchaus anspruchsvollen Programm auf. Zu schade nur, dass das Zoom zwar die Eierschalen abgesch&#252;ttelt hat, aber sich, ach! &#228;u&#223;erlich weiter als h&#228;ssliches Entlein pr&#228;sentiert. All das erdr&#252;ckende Schwarz! Dazu unversch&#228;mte Preise f&#252;r ein kleines Bier und zu wenig Klos f&#252;r einen mittleren Publikumssansturm. Daf&#252;r g&#246;nnt man sich jetzt aber T&#252;rsteher, so dass sich bei Einlass Schlangen bilden. Muss ja toll sein hier, wenn die Leute schon bis um die Ecke f&#252;r ein Konzert anstehen! Aber heute abend spielen <a href="http://www.nordische-musik.de/1673-WhoMadeWho.html" class="liexternal">WhoMadeWho</a>!</p>
<p>Nun, genug gekrittelt, denn jetzt spielen erstmal <a href="http://rangleklods.com/" class="liexternal">Rangleklods</a> als Vorband, das Projekt um den d&#228;nischen Musiker Esben Andersen, der wie viele seiner skandinavische Kollegen inzwischen im gro&#223;st&#228;dtischen Berlin wohnt (warum zieht eigentlich keiner dieser Hipster je nach Darmstadt oder Castrop-Rauxel? W&#228;re um L&#228;ngen cooler!) und sich live Verst&#228;rkung von der Gitarristin Tikki mitgebracht hat. Die beiden k&#228;mpfen an diesem Abend gegen Soundprobleme so wie Don Quijote gegen Windm&#252;hlen und zelebrieren eine nicht richtige z&#252;ndende Mischung aus Elektro-Beats und rauherem Geschrammel, das ganz entfernt an David Bowies superhedonistische 80er-Jahre-Phase erinnert. Aber ach, all dieses Kn&#246;pfchengedrehe und Erschaffung k&#252;nstlichen Soundwelten mit ihrem Geflimmere und Gebliepe, das Herz bleibt kalt, trotz all dieser &#252;berkandidelten T&#246;ne.</p>
<p><iframe width="100%" height="166" scrolling="no" src="http://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F37153074&#038;auto_play=false&#038;show_artwork=true&#038;color=ff7700" frameborder="0" ></iframe></p>
<p>Wie sch&#246;n, dass die drei selbstironischen und b&#228;rtigen Neo-Waldschrate <a href="http://www.nordische-musik.de/1673-WhoMadeWho.html" class="liexternal">WhoMadeWho</a>, die hochkorrekt im Sixties-Workingclasshero-Style mit Schl&#228;germ&#252;tze, wei&#223;em Hemd und Hosentr&#228;gern antreten, zwar auch den elektronischen Tanzbeats fr&#246;nen, aber in der klassischen Besetzung mit Schlagzeug, Gitarre und Bass f&#252;r sehr sinnlich-direkte Tanzmusik sorgen. <a href="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2012/03/WMW2.jpg" class="liimagelink"><img src="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2012/03/WMW2-300x200.jpg" alt="" title="WMW2" width="300" height="200" class="alignleft size-medium wp-image-6582" /></a>Das Trio strebt zwar nichts anderes an, als die Menge binnen Minuten zum hingebungsvollen Hotten zu bringen. Aber was hier den Unterschied macht, das ist das fein verh&#252;llte Faktum, dass die D&#228;nen sehr schlau sind. Und genau verstanden haben, dass hohe Intelligenz, im Gegensatz zu landl&#228;ufigen Meinung, extrem sexy ist. Irgendwie denke ich eine geschlagene Stunde w&#228;hrend des WhoMadeWho-Gigs immer wieder an die Talking Heads, l&#228;chle und beschlie&#223;e, unbedingt wieder das klassische Album »STOP MAKING SENSE« zu h&#246;ren. Und zwar bald!</p>
<p>Das Sch&#246;ne an WhoMadeWho, die k&#252;rzlich ihr viertes Album »BRIGHTER« herausgebracht haben, ist ihre unb&#228;ndige Freude am souver&#228;nen Spiel mit m&#246;glichst vielen B&#228;llen, von Disco &#252;ber Wave, Techno und Dancefloor bis zum selbstverliebte Pop. <a href="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2012/03/WMW3.jpg" class="liimagelink"><img src="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2012/03/WMW3-300x200.jpg" alt="" title="WMW3" width="300" height="200" class="alignleft size-medium wp-image-6584" /></a>Und dass S&#228;nger Jeppe Kjellberg stets ein anarchisches Glitzern in den Augen hat und den hedonistischen Falsettgesang pflegt, ohne dabei je ansgestrengt zu klingen. Das Trio zieht das Frankfurter Publikum frei nach Edgar Allen Poe hinunter in den Malstrom, in lockende Tiefen. Widerstand unm&#246;glich. Bassist Tomas Hoffding ist der eigentliche Schwerarbeiter hier, dem es m&#252;helos gelingt, den scheinbar ach so plumpen Bass zum Instrument der Leichtigkeit zu machen. Von der feinen Zur&#252;ckgenommenheit von Schlagzeuger Tomas Barfod ganz zu schweigen, der die Dinge diszipliniert zusammenh&#228;lt. Das Publikum gibt sich hin, singt die Texte wortgetreu mit und freut sich, dass die Drei ganz zum Schluss Benny Benassis Tanzzst&#252;ckchen en »Satisfaction« covern. Dem ist nichts hinzuzuf&#252;gen. Befriedigung! Befriedigung! Glitzer! Glimmer!</p>
<p>Die wunderbaren Fotos hat der befreundete Fotograf <a href="http://www.floriantrykowski.de/" class="liexternal">Florian Trykowski </a>beim N&#252;rnberger Konzert gemacht.</p>
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		<title>Wo die Sonne untergeht: Mount Washington</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Mar 2012 21:51:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva-Maria Vochazer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Norwegen]]></category>
		<category><![CDATA[Mount Washington. Muse]]></category>
		<category><![CDATA[Sigur Rós]]></category>
		<category><![CDATA[The Bianca Story]]></category>

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		<description><![CDATA[Drau&#223;en regnet es Bindf&#228;den, drinnen regieren Sch&#252;chternheit, Sehnsucht und Sch&#246;nheit. Ein Abend mitten in der Woche, an dem man sich ein wenig seufzend aus dem Haus qu&#228;lt und an dem die Schw&#228;rze des unwirtlichen Hafengel&#228;ndes in Offenbach noch trostloser wirkt als sonst. Aber da vorne blinken schon die vertrauten Lichter des Hafen2, der an diesem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Drau&#223;en regnet es Bindf&#228;den, drinnen regieren Sch&#252;chternheit, Sehnsucht und Sch&#246;nheit. Ein Abend mitten in der Woche, an dem man sich ein wenig seufzend aus dem Haus qu&#228;lt und an dem die Schw&#228;rze des unwirtlichen Hafengel&#228;ndes in Offenbach noch trostloser wirkt als sonst. Aber da vorne blinken schon die vertrauten Lichter des <a href="http://www.hafen2.net/" class="liexternal">Hafen2</a>, der an diesem Standort noch ein halbes Jahr Gnadenfrist vor dem endg&#252;ltigen Abriss bekommen hat. Und es spielt eine Band, von deren Qualit&#228;ten man via <a href="http://soundcloud.com/mount-washington/mount_washington_lisboa" class="liexternal">Soundcloud</a> einen ungef&#228;hren Eindruck erh&#228;lt, der aber neugierig genug macht, um sich durch nasse Schw&#228;rze aufzumachen. <a href="http://www.mountwashington.no/" class="liexternal">Mount Washington</a> aus Norwegen sind eine dieser zahlreichen skandinavischen Bands, die sich in den vergangenen Jahren nach Berlin aufgemacht haben, um gro&#223;st&#228;dtische Kreativluft zu schnuppern. An der grundlegenden Ruhe ihrer Songs hat die Metropole bislang nicht r&#252;hren k&#246;nnen.</p>
<p><iframe width="100%" height="166" scrolling="no" src="http://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F35948722&#038;show_artwork=true" frameborder="0" ></iframe></p>
<p>Drei Norweger also, auf Tour verst&#228;rkt durch zwei Gastmusiker. Falsettgesang, britisch inspiriert, zur&#252;ckhaltend und bescheiden. Diese Attribute sind durchaus als Tugenden zu verstehen. Und ein kurzer Blick zur&#252;ck sei erlaubt: Jahrelang segelte die Band aus Tromsø unter der Flagge <a href="http://www.nordische-musik.de/musiker.php?id_musiker=1143" class="liexternal">Washington</a> in den sanften Gew&#228;ssern zwischen Indiepop und Americana, ehe eine Namensgleichheit sie nun dazu zwang, einen Berg vor ihren Namen einzuf&#252;gen. Der eleganten Melancholie hat die Band um S&#228;nger Rune Simonsen nicht entsagt. Aber sie probieren Neues aus, nehmen Versatzst&#252;cke in die Hand, drehen und wenden sie, pr&#252;fen sie auf Verwendbarkeit und betreten Neuland. Mit sparsam eingesetzten elektronischen Akzenten, was der Leichtigkeit nicht abtr&#228;glich ist und die Musik definitiv tanzbarer macht. An ihrer Indie-Empfindsamkeit aber wollen sie keine noch so feine Schattierung missen! Die gro&#223;en B&#252;der von Muse nicken gn&#228;dig dazu, und das trotzige Ungl&#252;cklichsein der Smiths steht im Schatten Pate. Und die Norweger sinnen beseelt der Frage nach, wo die Sonne dieser untergeht.</p>
<p>Zwischenansagen bleiben rar, aber vielleicht ist das auch gut so! Denn so lassen sich Mount Washington alle Zeit der Welt, um ihre Dynamik in ihrem eigenen Tempo entwickeln zu lassen. Und den Hafen zu einem Ort der &#220;berraschungen werden zu lassen. Denn die Norweger schlagen &#252;berraschende Nebenpfade ein, wenden sich dem romantischen Postrock zu, wenn der Gitarrist wie Jónsi von <a href="http://www.nordische-musik.de/405-Sigur-R%C3%B3s.html" class="liexternal">Sigur Rós</a> den Geigenbogen auspackt und &#252;ber die Saiten streicht. Und lassen los, verlassen die geordneten Drei-Minuten-Songstrukturen des Pop und vertrauen sich den ausufernden Strukturen des sanft experimentellen Krautrock an, gew&#228;hren Verfremdungen Einlass und zelebrieren Sch&#246;nheit und Verg&#228;nglichkeit mit todessehns&#252;chtiger S&#252;&#223;e. Abseits des Weges ist dieses Kollektiv am st&#228;rksten. Das Offenbacher Publikum im Hafen gl&#228;nzt wie h&#228;ufig durch aufmerksames Zuh&#246;ren und hohe Begeisterungsf&#228;higkeit. Gut so!</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/35000037?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="400" height="225" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/35000037" class="liexternal">Mount Washington &#8211; Lisboa</a> from <a href="http://vimeo.com/user9992969" class="liexternal">Mount Washington</a> on <a href="http://vimeo.com" class="liexternal">Vimeo</a>.</p>
<p>Eigentlich spielten Mount Washington das Konzert der Woche. Das blieb bis Freitag so. Denn hier begebe ich mich kurz auf Abwege hinunter ins S&#252;dbadische. Wer h&#228;tte gedacht, dass eine schweizer Band zur Revolution aufruft? Wer h&#228;tte das gedacht, dass eine schweizer Band uns dazu bringt, ehrlich und kitschfrei &#252;ber den Begriff Heimat nachzudenken? <a href="	 www.thebiancastory.com" class="liinternal">The Bianca Story</a> spielen ein sehr begeisterndes und hochemotionales Gig im Freiburger Waldsee, voller schr&#228;ger und z&#228;rtlicher T&#246;ne und viel Alp-&#214;hi-Selbstironie. Und da die schweizer Grenze nur 60 Kilometer weg ist, k&#246;nnen sie befreit schwyzerd&#252;tsch reden, das Freiburger Publikum versteht sie ohne &#220;bersetzer!</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/31576468?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="400" height="225" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/31576468" class="liexternal">The bianca Story &#8211; LAZY BOY</a> from <a href="http://vimeo.com/thebiancastory" class="liexternal">The bianca Story</a> on <a href="http://vimeo.com" class="liexternal">Vimeo</a>.</p>
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		<title>Eispalast-Beats mit Sandra Kolstad</title>
		<link>http://polarblog.de/2012/02/29/eispalast-beats-mit-sandra-kolstad/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Feb 2012 10:02:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva-Maria Vochazer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Norwegen]]></category>
		<category><![CDATA[Edvard Munch]]></category>
		<category><![CDATA[Fever Ray]]></category>
		<category><![CDATA[Sandra Kolstad]]></category>
		<category><![CDATA[The Knife]]></category>

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		<description><![CDATA[Die K&#246;niglich norwegische Botschaft in Deutschland tut etwas f&#252;r die sinnvolle Verwendung von Steuergeldern. Das wei&#223; ich sp&#228;testens, seit ich ihren monatlichen Kulturnewsletter abonniert habe, der voller Tipps und Anregungen steckt. Sonst w&#228;re n&#228;mlich die Information an mir vorbeigezogen, dass die in Oslo und Berlin lebende S&#228;ngerinn Sandra Kolstad am 3. M&#228;rz dem hochkulturigen Frankfurter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://www.norwegen.org/" class="liexternal">K&#246;niglich norwegische Botschaft in Deutschland</a> tut etwas f&#252;r die sinnvolle Verwendung von Steuergeldern. Das wei&#223; ich sp&#228;testens, seit ich ihren monatlichen Kulturnewsletter abonniert habe, der voller Tipps und Anregungen steckt. <a href="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2012/02/schirn-at-night.jpg" class="liimagelink"><img src="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2012/02/schirn-at-night-150x150.jpg" alt="" title="schirn at night" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-6535" /></a>Sonst w&#228;re n&#228;mlich die Information an mir vorbeigezogen, dass die in Oslo und Berlin lebende S&#228;ngerinn <a href="http://sandrakolstad.com/about" class="liexternal">Sandra Kolstad</a> am 3. M&#228;rz dem hochkulturigen Frankfurter Nachtleben einen Blitzbesuch abstattet. Schuld daran ist Edvard. Edvard Munch, um pr&#228;zise zu sein. In der <a href="http://www.schirn.de/" class="liexternal">Schirn-Kunsthalle</a> l&#228;uft bereits seit einigen Wochen unter dem Motto »Der moderne Blick« eine umfangreiche Schau mit Werken des norwegischen Meisters. Da darf nat&#252;rlich »Munchs lange Nacht« nicht fehlen. Edvard Munch knows how to party! Schreibt die Schirn. Glauben wir das einmal unbenommen, den der Maler kann sich leider nicht mehr gegen derartige Unterstellungen wehren. In der Schirn will Sandra Kolstad gemeinsam mit dem Free Jazz-Musiker Marck Fuck auch Songs aus ihrem im August 2012 erscheinenden neuen Album vorstellen.</p>
<p><iframe width="100%" height="166" scrolling="no" frameborder="no" src="http://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F22728488&#038;show_artwork=true"></iframe></p>
<p>Sandra Kolstad also. Die Chanteuse tr&#228;gt meist schwarz, selbstverst&#228;ndlich, und programmiert ihre Beats ihre Vorliebe im grauporigen, &#252;berkandidelten, hysterischen Modus. Was nat&#252;rlich hochelegant und sehr urban klingt. Die 27j&#228;hrige mit dem platinblonden Pilzkopf beruft sich im Subtext ihres musikalischen Schaffens auf die gro&#223;en, k&#252;hlen, nordeurop&#228;ischen Elektropopvorbilder <a href="http://www.nordische-musik.de/775-The-Knife.html" class="liexternal">The Knife </a> und <a href="http://www.nordische-musik.de/2720-Fever-Ray.html" class="liexternal">Fever Ray.</a> Die Aufnahmen zu ihrem im vergangenen Jahr erschienenen Deb&#252;talbum »CRUX« sollen, so die Fama, teils im Wald entstanden sein. Wenn der Wald neuerdings so klingt, dann habe ich bei meiner gestrigen Joggingrunde durch den Stadtforst etwas Entscheidendes nicht geh&#246;rt. Frau Kolstad klingt zwar durchaus mitunter wie die leicht sinistre M&#228;rchenfee aus dem Andersson´schen Eisplalast, aber wahrlich nicht wie eine Sylphide. Oder wie ein M&#228;dchen auf Abwegen. Etwa Klirrendes haftet ihr an. Man fremdelt mit ihr, und die Discokugel funkelt entfremdet &#252;ber Nachtschw&#228;rze.</p>
<p>Die k&#246;niglich norwegische Botschaft in Deutschland erfreut in ihrem Newsletter &#252;brigens nicht nur durch Kulturtipps, sondern auch durch Handfesteres wie Kochrezepte. Ged&#228;mpfter Skrei im Artischockensud mit schwarzen Oliven ist das Rezept des Monats. Fragt sich jetzt nur noch: Was ist Skrei?</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/29993043?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="400" height="225" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/29993043" class="liexternal">Fire Burn &#8211; Sandra Kolstad</a> from <a href="http://vimeo.com/user3211694" class="liexternal">Abigail Benavides</a> on <a href="http://vimeo.com" class="liexternal">Vimeo</a>.</p>
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		<title>SLKJ: Der finnische L&#246;we und der tote Hase</title>
		<link>http://polarblog.de/2012/02/01/slkj-der-finnische-loewe-und-der-tote-hase/</link>
		<comments>http://polarblog.de/2012/02/01/slkj-der-finnische-loewe-und-der-tote-hase/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 21:57:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva-Maria Vochazer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finnland]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Emily Cheeger]]></category>
		<category><![CDATA[Karlstorbahnhof]]></category>
		<category><![CDATA[ponyhof]]></category>
		<category><![CDATA[SKLJ]]></category>
		<category><![CDATA[Vuk]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich Emily Cheeger das erste Mal sah, sa&#223; sie, den Tr&#228;nen nahe, auf den steilen Stufen im Schmuddelkind-Club Ponyhof in Frankfurt-Sachsenhausen. Es war Sonntag, es regnete, ihre Katze daheim in Finnland war gerade gestorben und der einzige Konzertbesucher, der sie und ihre Band Vuk an diesem Abend live sehen wollte, das war ich. Eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich Emily Cheeger das erste Mal sah, sa&#223; sie, den Tr&#228;nen nahe, auf den steilen Stufen im Schmuddelkind-Club <a href="http://www.ponyhof-club.de/" class="liexternal">Ponyhof</a> in Frankfurt-Sachsenhausen. Es war Sonntag, es regnete, ihre Katze daheim in Finnland war gerade gestorben und der einzige Konzertbesucher, der sie und ihre Band <a href="http://www.nordische-musik.de/2590-Vuk.html" class="liexternal">Vuk</a> an diesem Abend live sehen wollte, das war ich. Eine skurile Situation. Wir redeten alle durcheinander und versuchten, Emily aufzuheitern. Mit wenig Erfolg. <a href="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2012/02/Vuk.jpg" class="liimagelink"><img src="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2012/02/Vuk-150x150.jpg" alt="" title="Vuk" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-6458" /></a>Der einsame Tresenmann vom Ponyhof war eben von seiner Freundin verlassen worden. Seine Leidensgeschichte hellte die allgemeine Laune nicht auf. Der Booker war bedr&#246;ppelt und der Vuk-Schlagzeuger lie&#223; sich aus lauter Frust nicht mehr blicken. Emily bot an, auch ein Konzert nur f&#252;r eine einzige Person zu spielen. Das war mir dann doch zu peinlich. Die Geschichte dieser Tour endete wenige Tage sp&#228;ter f&#252;r Emily doch einigerma&#223;en vers&#246;hnlich, weil das Publikum im Heidelberger <a href="http://www.karlstorbahnhof.de/content/konzerte/?c=konzerte" class="liexternal">Karlstorbahnhof</a> in ausreichender Zahl die finnische K&#252;nstlerin mit amerikanischen Wurzeln sehen wollte. Ihrem eigenwillig-traumverlorenen Hexenwelt-Pop ebenso genoss wie ihre schrulligen Piano-Moritaten. Und aufmerksam ihrer ausdrucksstarken Stimme lauschte.</p>
<p><iframe width="420" height="215" src="http://www.youtube.com/embed/B4GrLwp6IRM" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Das Projekt Vuk gibt es immer noch, ein neues Album ist in Arbeit und f&#252;r den Sommer sogar eine neue Deutschland-Tour geplant. Aber in der Zwischenzeit begibt sich Frau Cheeger nochmals auf Abwege. Gemeinsam mit ihrem musikalischen Mitstreiter Junnu Alajuuma hat sie das experimentelle Synthie-Projekt SLKJ (Suomi-Leijona ja Kuollut J&#228;nis) aus der Taufe gehoben. &#220;bersetzt: Der finnische L&#246;we und der tote Hase! Das Duo hat drei Songs auf Soundcloud ver&#246;ffentlicht, die verspielter, melodramatischer und rhythmischer klingen als Vuk pur und nat&#252;rlich vom Todesengel und dem sinnlichen Vergn&#252;gen an der Rebellion handeln. Irgendwo zwischen Jenseits-Sehnsucht und Tanzfl&#228;che herum irrlichtern und auf eine angenehme Weise beunruhigend sind. Nachtmusik, dunkel leuchtend, wenn alle Lichter ausgehen.</p>
<p><iframe width="100%" height="166" scrolling="no" frameborder="no" src="http://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F33578642&#038;show_artwork=true"></iframe></p>
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		<title>Reykjavik ohne NASA? Unvorstellbar!</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 21:52:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva-Maria Vochazer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Island]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Bloodgroup]]></category>
		<category><![CDATA[Brainlove Records]]></category>
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		<category><![CDATA[NASA]]></category>
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		<description><![CDATA[Land, Hauptstadt, wichtigster Musikclub? Island, Reykjavik, NASA. So einfach ist das. Das NASA befindet sich an zentraler Stelle in Reykjavik, in Spuckweite zum Parlament, und residiert angemessen in einem &#228;u&#223;erlich unscheinbar wirkenden t&#252;rkisen Holzhaus. Seit mehr als zehn Jahren ist der Club eine Institution in der isl&#228;ndischen Musikszene, und alle wichtigen Bands der vergangenen Dekade [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Land, Hauptstadt, wichtigster Musikclub? Island, Reykjavik, <a href="http://english.nasa.is/" class="liexternal">NASA</a>. So einfach ist das. Das NASA befindet sich an zentraler Stelle in Reykjavik, in Spuckweite zum Parlament, und residiert angemessen in einem &#228;u&#223;erlich unscheinbar wirkenden t&#252;rkisen Holzhaus. Seit mehr als zehn Jahren ist der Club eine Institution in der isl&#228;ndischen Musikszene, und alle wichtigen Bands der vergangenen Dekade haben dort denkw&#252;rdige Gigs hingelegt. Die vor dem NASA wartende Menschenschlange sp&#228;tabends beim <a href="http://www.icelandairwaves.is/" class="liexternal">Iceland Airwaves Festival</a> ist legend&#228;r und reicht selbst bei Sturzregen, fiesesten Sturmb&#246;en und frostigsten Temperaturen anderthalb Mal um den Block. Das Festival ohne das NASA mit seiner gerade noch &#252;berschaubaren Gr&#246;&#223;e, seiner Disco-Aufmachung und den Bierpreisen, bei denen einem vor lauter Preisschock erst mal die Luft wegbleibt? Unvorstellbar!</p>
<p><a href="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2012/01/NASA.jpg" class="liimagelink"><img src="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2012/01/NASA-150x150.jpg" alt="" title="NASA" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-6449" /></a></p>
<p>Und doch ist das NASA ernsthaft bedroht. Wie jetzt bekannt wurde, soll das Haus abgerissen werden und einem Hotelbau weichen. Sagt der neue Investor. Das gleiche Schicksal hat bereits vor einem Jahr den putzmunteren Kulturtreffpunkt <a href="http://polarblog.de/2011/02/13/havari-bitte-bald-wiederkommen/" class="liinternal">Havarí</a> ereilt. Das war schon schlimm genug. Aber das NASA? Puuh! Noch scheinen die Dinge nicht hoffnungslos verfahren, und das englischsprachige Stadtmagazin <a href="http://www.grapevine.is/News/ReadArticle/NASAs-Situation-Gets-Complicated" class="liexternal">Reykjavik Grapevine</a> schreibt, dass die Sache komplizierter aussieht, als sie zun&#228;chst den Anschein hat: Es geht um Mietschulden und &#252;berf&#228;llige Renovierungsarbeiten. Gleichwohl: In der isl&#228;ndischen und internationalen Musikszene erschallt ein Aufschrei der Emp&#246;rung. John Rogers vom Label <a href="http://www.brainloverecords.com/" class="liexternal">Brainlove Records</a> hat eine <a href="http://www.ipetitions.com/petition/save-nasa-rvk/" class="liexternal">Online-Petition</a> zur Erhaltung des NASA aufgesetzt. Zu den Erstunterzeichnern geh&#246;ren unter anderem <a href="http://www.nordische-musik.de/musiker.php?id_musiker=2835" class="liexternal">For A Minor Reflection</a> und <a href="http://www.nordische-musik.de/musiker.php?id_musiker=3099" class="liexternal">FM Belfast</a>. </p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/33964691?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="400" height="225" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/33964691" class="liexternal">FM Belfast &#8211; Live @ Iceland Airwaves!</a> from <a href="http://vimeo.com/dontpaniciceland" class="liexternal">Bowen Staines</a> on <a href="http://vimeo.com" class="liexternal">Vimeo</a>.</p>
<p>Es gab in den vergangenen drei Jahren einige au&#223;ergew&#246;hnliche Konzerte im NASA, von <a href="http://www.nordische-musik.de/3220-Bloodgroup.html?PHPSESSID=2214e3ef0019c750322dde9f2c8038d8" class="liexternal">Bloodgroup</a> &#252;ber <a href="http://www.nordische-musik.de/3216-L%C3%A1ra.html" class="liexternal">Lara Rúnars</a> bis zu <a href="http://www.nordische-musik.de/3349-When-Saints-Go-Machine.html" class="liexternal">When Saints Go Machine</a>. Am denkw&#252;rdigsten bleibt in der Erinnerung aber der erste Auftritt des <a href="http://www.nordische-musik.de/musiker.php?id_musiker=1311" class="liexternal">Apparat Organ Quartet</a> nach jahrelanger Schaffenspause beim Festival 2010. In einem v&#246;llig aus den N&#228;hten platzenden NASA und einer bunten Mischung meist einheimischer Menschen von 14 bis 60, die v&#246;llig ausflippten und textgenau mitsangen. Man schwitzt selbst noch in Erinnerung daran!</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/28512817?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="400" height="225" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/28512817" class="liexternal">Apparat Organ Quartet- 123 Forever</a> from <a href="http://vimeo.com/joyandthunder" class="liexternal">Joy &amp; Thunder</a> on <a href="http://vimeo.com" class="liexternal">Vimeo</a>.</p>
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