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Foto nordische Landschaft

03. Oktober 2016

Enslaved im Club Cann: Geil war’s!

Tatort: Club Cann – Bad Cannstatt, Stuttgart
Tatverdächtige: Extreme Metal Urgesteine
Tatzeit
: 30.09.2016
Tatzeugen: keine Trachtentrottel

Als wir ankommen spielt gerade Enslaveds australische Vorband Ne Oblivicaris. Da wir sie schon auf Tuska gehört und gesehen haben, widmen wir uns lieber dem goldenen Gerstensaft und sehen uns die Show von weiter hinten an. Wobei hinten immer noch ziemlich nahe an der Bühne ist: Der Konzertsaal hat doch recht schnuckelige Ausmaße.

Nach einer kurzen Umbaupause beginnen Enslaved fulminant mit »Roots oft he Mountain« vom Album »RIITIR«. Das richtige Stück um sich auf das Set einzustimmen. Kompletten Beitrag lesen …

01. Oktober 2016

Ein wenig Nostalgie mit Tiger Lou: Reeperbahn Festival 2016

Letzens war ich im Angeber-Architektur-Areal am Offenbacher Hafen unterwegs. Das Grauen! Wo früher der verwilderte Charme einer vergessenen Industriebrache lebte, gibt es heute eine profitmaximierte städtebauliche Verdichtung plus einfallsloser Gestaltung zu bestaunen. Aber hier leben, nein danke! Leicht melancholisch wurde mir ums Herz, als ich den Ort zumindest grob wiedererkennen wollte, wo sich früher der alte Lokschuppen des Hafen2 befand. Damals wie heute einer der sympathischsten Veranstaltungsorte im ganzen Rhein-Main-Gebiet! Der alte Lokschuppen, mein zweites Wohnzimmer, ist längst abgerissen. Der Hafen2 ist rund 500 Meter weiter flußabwärts als Neubau wiedererstanden. Aber die unvergesslichen Konzerte damals im alten Hafen! Vielleicht sind die Gigs von Tiger Lou am meisten aus dieser Zeit in Erinnerung geblieben: Mitreißender, intensiver, hingebungsvoller schwedischer Indierock. Die Songs der beiden ersten Tiger-Lou-Alben kann ich bis heute textsicher mitsingen. Und Schnitt. Verlassen wir Offenbach, düsen wir nach Hamburg zum Reeperbahn Festival. Auch an der Amüsiermeile hat sich die Gentrifizierung plus mittelmäßiger Architektur leider ausgebreitet wie Algen bei Hitze. Aber eine Konstante ist geblieben: Das deutsche Publikum hat Tiger Lou nicht vergessen. Nach jahrelangem Schweigen hat sich der Schwede wieder mit seiner alten Band zusammengetan und legt mit »THE WOUND DRESSER« ein neues Album vor. Das Uebel & Gefährlich ist bis auf das letzte Eckchen voll. Tiger Lou und seine Mitmusiker treten in Berufsschwarz auf, natürlich. Aber wie Rasmus Kellerman leuchtet! Wieder an dem Ort zu sein, an dem er hingehört: Auf die Bühne. Und er tut uns nicht den Gefallen, die alten Stücke zu spielen, oh nein. Die neuen Tracks stehen im Mittelpunkt, allen voran das wunderbar berührende »Homecoming«. Blödnasen werden nun kritteln, dass Tiger Lou genau dort weitermacht, wo er aufgehört hat: Beim gehobenen Indierock. Klappe halten, ihr krawalljournalistischen Intro-Idioten! Schreibt erstmal einen so stimmigen, hymnischen Track über die Selbstfindung! Sich selbst treu bleiben, ist das so uncool? Und eine Geste ans deutsche Publikum macht Rasmus Kellerman natürlich zum Schluss und spielt das wunderbare »Nixon«. »Is this is how it feels to be special? I wanted to kill you the next day«. Ja, so wird es wohl sein.

Tiger Lou Homecoming Music Video from Mike McMillin on Vimeo.

09. August 2016

Hel(l) aktuell XXIII: Tuska 2016, Sonntag: War was?!

Der Regen lässt kaum nach. Fast die ganze Nacht gewittert es. Als wir uns in Richtung Tuskagelände aufmachen, regnet es noch immer. Dort angekommen werden wir von Hatebreed aus den USA begrüßt. Wir ignorieren sie wohlwollend, denn das wollen wir unseren Ohren nicht antun.

Dann doch lieber Nervosa. Für den Old School-Thrash der drei Brasilianerinnen lohnt sich der Weg in die kleine Halle.

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08. August 2016

Hel(l) aktuell XXII: Tuska 2016, Samstag: Wechselhaft

Nicht auszuhalten ist die Sonne am zweiten Tuska-Tag. Heute gibt es endlich eine Sonnenbrille. Während die irischen Primordial noch gute 25 Minuten spielen, besorge ich mir eine. Man merkt, dass Samstag ist. Gestern um diese Zeit war nicht so viel los.

Ab ins Zelt vor die Helsinki Stage. Tsjuder aus Norwegen ist die erste Band, die wir sehen wollen. Drei mit Corpsepaint beschmierte, martialisch aussehende Typen, die richtig geilen Black-Metal spielen. Eine der besten Bands des gesamten Festivals.

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07. August 2016

Hel(l) aktuell XXI: Tuska 2016, Freitag: Takk, Kvelertak!

Ein warmer, sonniger Freitagnachmittag auf dem Gelände des alten Gaswerks in Helsinki. Auf der Hauptbühne (Radio Rock Stage) spielen gerade Cattle Decapitation (USA) mit denen unser erster Tuska-Tag beginnt. Viel bekommen wir nicht mit, da wir direkt zu den finnischen Frosttide in Richtung Inferno-Stage gehen.

Auf dem Weg in die Halle fällt uns die neu gestaltete Helsinki-Stage auf: sie ist nun leicht nach rechts gedreht, Bühne und Vorplatz sind mit einem großen Zelt überdacht. Frosttide erinnern etwas an ihre Landsmänner Ensiferum. Leider ist nicht allzu viel los in der kleinen Halle. Liegt womöglich an der sehr frühen Spielzeit. Allgemein sind am frühen Nachmittag wenig Besucher auf dem Gelände.

Laut Aussage der Sängerin zum ersten Mal in Finnland: Delain aus den Niederlanden.  Vor der Zeltbühne (Helsinki Stage) haben sich die schon anwesenden Fans versammelt, um den ersten Auftritt Delains in Helsinki zu sehen. Mir ist die Musik zu beliebig, auch die Stimme der Sängerin, Charlotte Wessels, gefällt mir nicht so recht. Dafür den anwesenden Zuhörern umso mehr.

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