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Foto nordische Landschaft

18. Dezember 2008

An Weihnachten liegt Finnland in Stuttgart


Alle Jahre wieder kommt ein Stück Finnland auf den Stuttgarter Karlsplatz, organisiert von »Kalevala Spirit«. Das schon zu einer Tradition gewordene finnische Weihnachtsdorf offeriert in seinen roten Holzhäuschen nicht nur finnische Mitbringsel, sondern auch eine etwas andere kulinarische Palette: Diese reicht von pervers (»schwäbisch-finnische Maultaschen«) bis traditionell (Elchfrikadellen).

Kesselkaffee und heißen Preiselbeersaft gibt’s schon für einen Euro, die Rentieralternative zur klassischen Bratwurst für fünf Euro und wer etwas ganz Besonderes will, der greift noch tiefer in die Tasche und investiert neun Euro in den Flammlachs.


Absolutes Muss: Glögi, der finnische Beerenglühwein – eine wohltuende Alternative zu dem (meist) klebrig-süßen deutschen Gegenstück. Was auch immer der Besucher genießt: Am stimmungsvollsten kann er dies auf mit Rentierfell belegten Bänken in der Samenkota mit Lagerfeuer.

Endspurt, auf geht’s: Noch bis zum 22. Dezember steht das Dorf. Geöffnet ist es Montag bis Samstag von 10 bis 21 Uhr, sonntags von 11 bis 21 Uhr.

29. Oktober 2008

Sin Fang Bous: Alleine ist’s noch schöner

Wie gut, dass es nur eine Wirtschaftskrise ist, die auf Island wütet, und keine Kreativkrise. Es ist immer wieder erstaunlich, dass ein abseits gelegenes Eiland mit der Einwohnerzahl Bonns eine derart große Fülle an Bands und Projekten gebiert, die es locker mit Gesamtdeutschland aufnehmen kann.

Mit Seabear haben sie auch eine hoffnungsvolle Band aus der zweiten Reihe am Start, die bereits im letzten Jahr mit “The Ghost That Carried Us Away” einen bunten Akzent in Sachen Powerpop/Folk setzen konnten. Mit leckeren Violinen-Rhythmen ging es da zur Sache, mit Akustikgitarre wurde sich in die Grube geheimkrämert und überhaupt waren alle Songs einfach nett im besten Sinne.

Bevor es aber mit der Seabear-Saga weitergeht, gibt es einen Solo-Einwurf von Mastermind Sindri. Der nennt sein Nebenprojekt etwas sperrig Sin Fang Bous und wird im Februar auf Morr Music in Berlin seinen Albumeinstand feiern. Was man bei myspace hört, ist süß, bunt und verwuschelt. Ein bisschen wie Panda Bear, Caribou und Animal Collective unter der wärmenden Popdecke. Noch songgerichteter, noch mehr eingängige Melodien – und alles im Alleingang eingesungen, gespielt und geklappert. Die Klänge sind nicht so abseitig, nicht so widerspenstig oder fordernd wie bei den amerikanischen Kollegen, aber das ist kein Manko der Sin Fang Bous-Songs. Wir dürfen uns ganz sicher auf die zwölf Tracks freuen. Und Gott sei Dank ist das alles nicht so formelhaft wie diese letzte Bemerkung.

22. September 2008

Doktor Finnland rät: Mehr Sex im Alter

Wem es bisher entgangen ist, dem sei es hiermit gesagt: Regelmäßiger Sex schützt ältere Herren vor Impotenz.

Finnische Wissenschaftler der Universität Tampere haben zugehörige Studie im Fachblatt »American Journal of Medecine« veröffentlicht. Knapp 1000 Männer zwischen 55 und 75 Jahren nahmen an der Studie teil. Demnach hatten jene, die weniger als einmal pro Woche Geschlechtsverkehr hatten, ein doppelt so hohes Risiko für Erektionsstörungen wie ihre Altersgenossen, die mindestens einmal wöchentlich sexuell aktiv waren.

Genauer gesagt: 7,9 Prozent der Männer, die weniger als einmal wöchentlich Sex hatten, litten unter Erektionsstörungen. Bei den mindestens-jede-Woche-sexuell-Aktiven sank die Zahl auf 3,2 Prozent, in der Gruppe drei-oder-mehrmals-Sex waren nur 1,6 Prozent betroffen. Die Forscher empfehlen nun den Ärzte, ihre Patienten zu regelmäßigen Schäferstündchen zu ermuntern. Doktor Finnland rät: Nicht nachlassen – mehr Sex im Alter.

Schwedische Forscher legen nach

Laut einer im »British Medical Journal« veröffentlichten Studie von Göteborger Wissenschaftlern befolgt die ältere Generation diesen Rat bereits: Männer und Frauen um die 70 haben heutzutage wesentlich häufiger Sex – und vor allem mehr Spaß dabei – als ihre Altersgenossen vor 30 Jahren.
Bei einer Befragung anno 2001 sagten fast doppelt so viele Frauen um die 70, sie hätten regelmäßig Sex, wie ihre Altersgenossinnen 1971.

Bleibt nur noch die Frage: Finanzieren die (nordischen) Krankenkassen entsprechende Vorsorgemaßnahmen?

26. Mai 2008

Musik auf der virtuellen Skandinavienmesse

Screenshot Skandinavienmesse

Was es nicht alles gibt: Nun muss man sich nicht mehr persönlich auf eine Messe begeben, sondern kann das virtuell am heimischen PC tun.

Am Anfang dachte ich an einen Scherz, als mir Thorsten Blum sein Projekt zeigte (das witzigerweise am 1. April an den Onlinestart ging), aber schon bald war ich von der Idee und der professionellen Umsetzung überzeugt. Unter www.skandinavienmesse.de findet man die erste virtuelle (und ganzjährig geöffnete!) Messe zum Thema Skandinavien.

Als Aussteller sind hauptsächlich Reiseveranstalter, Händler im Bereich Bauen und Wohnen, Design und Mode, Jobs, Wirtschaft und Finanzen vertreten. Aber auch die Musik ist repräsentiert, zum einen durch Christian Pliefkes kleines, aber feines Label »Nordic Notes «, zum anderen durch unseren Stand der Nordischen Musik.

Die Aussteller haben die Möglichkeit, ihren Stand in geringem Maß selbst zu gestalten: Man kann Zeitschriftenständer und Informationstafeln bestücken und positionieren, oder man kann zwischen verschiedenen Standeinrichtungen und Standbetreuern wählen. Die Animationen beim Wechsel der Hallen sind nett anzusehen, doch die Simulation des dreidimensionalen Raums hat am Stand selbst ein Ende.

Nichtsdestotrotz überzeugt die Grafik und das Konzept des Projekts, an dem auch Peter Marx (ehemals Nordis-Herausgeber und Veranstalter der »realen« Skandinavienmesse in Essen) beteiligt ist – und an dessen Quellcode mitzuarbeiten Polarpixel die Ehre hatte.

Man muss sehen, wie sich das Projekt langfristig entwickelt, da  sich die Zahl der Aussteller noch in Grenzen hält. Und natürlich kann eine virtuelle Messe niemals eine echte ersetzen, wo es ja vor allem gerade um persönliche Kontakte und ein individuelles Kennenlernen geht.

Doch es ist sicher sinnvoll, eine themenbezogene Präsentationsplattform zu schaffen, die sich in Optik und Feeling von all den anderen Portalen deutlich unterscheidet. Übrigens: Thorsten Blum hat bereits weitere virtuelle Messen eröffnet (oder arbeitet noch daran) – zu den Themen Aquaristik, Einrichtung, Garten, Reise, Sport, Pferde und Wellness …

25. Mai 2008

Eurovision Song Contest: Satz mit X …

…das war wohl nix. Den Exotenbonus Marke Lordi hatten Teräsbetoni nicht. Außerdem fehlten möglicherweise englische Texte, Horrormasken und vor allem: selbstausklappende Flügel. Die Finnen landeten gerade mal auf Platz 22, schlechter bewertet wurden nur noch Deutschland, Polen und Großbritannien.

Norwegen erreichte einen souveränen fünften Platz, musste sich nur Russland, Ukraine, Griechenland und  Armenien geschlagen geben.
Die restlichen Nordlichter dümpelten auf den hinteren Rängen vor sich hin: Dänemark (15), Island (14), Schweden (18). Mehr zum Finale findet ihr hier.

Hei Finnland, probier’s doch näxtes Jahr mal mit Stam1na, Bomfunk MCs — oder Eläkeläiset.

 
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