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Foto nordische Landschaft

13. Februar 2010

Schwül und cool: Die Raveonettes

Wer an diesem Abend im Offenbacher Hafen2 ist, hat eine bewusste Entscheidung getroffen: Nein, ich gehe nicht zu den Arctic Monkeys, die just zur gleichen Zeit ein paar hundert Meter weiter im Capitol spielen! Nein, wir sind wegen der Raveonettes hier! Voll ist es im Hafen trotzdem. rave1Die Monkeys hatten es mit der Verfasserin dieser Zeilen vor einigen Jahren nachhaltig verdorben, als sie bei ihrem ersten Frankfurter Gig (als die allgemeine Affenliebe gerade losbrach mit dem ersten Album) die Rekordminimal-Spielzeit von 26 Minuten spielten und die Bühne zugabenlos verließen, neee,  so geht das nicht!

Das dänische Duo (mittlerweile in New York und Los Angeles ansässig) hat sich für die Tour verdiente Begleitmusiker mit an Bord geholt, was Sängerin Sune Rose Wagner nicht davon abhält, die Gitarre abzulegen und zwischendurch unter maximalem Körpereinsatz mit Riesentrommelschlägern die Drums zu bedienen. Schwül ist es im Reich von Wagner und ihrem musikalischen Partner Sharin Foo, schwül und cool. Die beiden bewegen sich geschmeidig wie die Raubtiere im Dschungel des 6oer-Powerpop, den sie mit abgeklärter Raffinesse und mit einer gehörigen Portion Emma-Peel-Ästhetik in die Gegenwart befördern. Selbsbewusst auf den großen Effekt setzen, im Gewittergeflacker mächtiger Stroboskoplichter. Sehr selbstbewusst. Die Ohren gehen weit auf. Die Füße setzen sich in Bewegung, ganz von selbst.

Die rave2Pose spielt im Schaffen der Rave0nettes eine große Rolle, von der 50e-Jahre-Filmplakat-Ästhetik bis zum exakt geschnittenen blonden Pagenkopf von Sune Rose Wagner. Harmlose Zitierfreunde sind sie nicht, dieses Boy-Girl-Duo. Hinter all diesem Power-Säuseln, das live deutlich härter daherkommt als auf Platte, verbergen sich Abgründe und Garstigkeiten. Kuscheltierchen sind die beiden nicht. Eher untergründig aggressiv, von einer unterkühlten Härte. Hat etwas!

Wir schlagen zu mit konzentriertem Understatement, mit kontrollierter Leidenschaft. Mit scheinbarer Harmlosigkeit, mit viel Stilgefühl. Mit leise simmernder Wut. Mit Hingabe. Haben das die Monkeys an diesem Abend geschafft? Es steht zu bezweifeln.

(Fotos: Davey Webster).

12. Februar 2010

Nordisches bei der Berlinale

Vom 11. bis zum 21. Februar 2010 finden die Internationalen Filmfestspiele Berlin zum 60. Mal statt. Aus Anlass des Jubiläums werden bei der Berlinale einige Höhepunkte der Festivalgeschichte auf die Leinwand projiziert, darunter Alf Sjöbergs »Fräulein Julie« mit Anita Björk in der Hauptrolle.

(Kurz)Filme aus Schweden und Dänemark

25 Kurzfilme treten an, um bei den »Berlinale Shorts« den Goldenen Bären zu gewinnen. Als einzigem nordischen Land gelang es Schweden mit gleich drei Beiträgen aus den über 2600 Einsendungen ausgewählt zu werden.
Weitere Filme aus Schweden: »Tussilago« von Jonas Odell, »Unplay« von Joanna Rytel und »Händelse vid bank« von Ruben Östlund.

Am Montag, dem 15. Februar 2010 , laden Scandinavian Locations von 12 bis 14 Uhr Filmschaffende ein, sich dem Norden als Dreh- und Produktionsstandort anzunähern. Am folgenden Mittwoch, dem 17. Februar, zeigen sie ab 17 Uhr Fredrik Gerttens vielbeachteten Dokumentarfilm »Bananas!*« und diskutieren anschließend mit dem Filmteam darüber, wie der globale Bananenmarkt vor den und abseits der Kameras funktioniert.

Der dänische Film ist mit »Submarino« (Thomas Vinterberg), »En Familie« (Pernille Fischer Christensen), »Superbror« (Birger Larsen) und den vier Kurzfilmen: »Fløjteløs« (Siri Melchior), »Sol Skin« (Alice de Champfleurys), »Ønskebørn« (Birgitte Stærmose) und »Megaheavy« (Fenar Ahmad) vertreten. Mehr Informationen findet ihr hier.

11. Februar 2010

Filme im Berliner Felleshus: Max Manus, Bananas!* und Frygtelig lykkelig

Im Felleshus (Gemeinschaftshaus) der Nordischen Botschaften in Berlin werden im Februar sehenswerte Filme aus Norwegen, Schweden und Dänemark gezeigt.

Sonntag, 14. Februar 2010 um 15 Uhr: Film und Podiumsdiskussion »Max Manus«
Mehr als 1,2 Millionen (jeder vierte!) Norweger strömten in die Kinos, um »Max Manus« zu sehen – der Film wurde damit zur erfolgreichsten norwegischen Produktion der letzten 35 Jahre.

Mittwoch, 17. Februar, 17 Uhr: »Bananas!*«
»Bananas!*« vom schwedischen Filmemacher und Journalisten Fredrik Gertten ist ein spannender, vielschichtiger Dokumentarfilm, der das Drama und die Politik hinter unserer globalisierten Welt und unserem globalisierten Essen zeigt.

Mittwoch, 24. Februar, 19. Uhr: »Frygtelig lykkelig«
»Frygtelig lykkelig« (=Terribly Happy), der dänische Film aus dem Jahre 2008 wird im Original mit Untertitel gezeigt.

01. Februar 2010

Dúné im Karlsruher Substage: Ich bin enttäuscht…

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Ich bin enttäuscht, dass nur 200 Leute ihren Weg zu Dúné ins Karlsruher Substage finden – und außerdem erst nach dem halben Set richtig auftauen. Glücklicherweise lassen sich die Dänen davon nur minimal beirren: Sänger Mattias Kolstrup schlüpft erst nach drei Vierteln des regulären Sets aus seiner Jacke.

Doch von Anfang an: Nach dem langsamen ersten Stück »Time To Leave« zieht das Synthie-Rock-Septett via »Heat«, »A Blast Beat« und »Bloodlines« langsam das Tempo an, wirbelt kurz darauf wie gewohnt über die Bühne: Mattias widmet sich dem Publikum, während Keyboarderin, Gitarristin, Mitsängerin Cecilie »Cille« Dyrberg tänzelt und Keyboarder Ole Bjørn Sørensen und Gitarrist Danny Jungslund sich klischeehaft in Rockstarposen suhlen.

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22. Januar 2010

Nordische Literatur auf der Leipziger Buchmesse

Auf der Leipziger Buchmesse findet ihr vom Donnerstag bis Sonntag, 18. bis 21. März 2010, jede Menge Nordische Literatur. Genauer gesagt am Messestand in Halle 4, unter Betreuung  des Finnland-Instituts, der Deutsch-Finnischen Gesellschaft, der Botschaft von Finnland, der Schwedischen Botschaft, Statens kulturråd, Stockholm, der Königlich Norwegischen Botschaft, Norla (Norwegian Literature Abroad), der Botschaft der Republik Island, dem Fonds zur Förderung isländischer Literatur, Sagenhaftes Island, der Königlich Dänischen Botschaft, Danish Arts Agency/Literature Centre, Nordischer Kulturfonds

Die Leipziger Buchmesse findet auf dem Neuen Messegelände, Messe-Allee 1 in Leipzig-Wiederitzsch satt. Sie ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Eine Tageskarte kostet 11,50 Euro (ermäßigt 9,- Euro).

Am Freitag 19. März gibt es ab 19 Uhr eine nordische Lesenacht im Kulturzentrum »naTo« (Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275 Leipzig, Telefon: 0341-  391 55 39, info@nato-leipzig.de). Dort lesen Robert Åsbacka aus »Orgelbyggaren« (Das zerbrechliche Leben) und Olli Jalonen aus »14 Solmua Greenwichiin« (Vierzehn Knoten bis Greenwich«).

Lesungen finnischer Autoren

In Zusammenarbeit mit dem Informationszentrum für finnische Literatur (FILI) finden auf der Leipziger Buchmesse folgende, jeweils halbstündige Lesungen finnischer Autoren statt:

Donnerstag, 18. März 2010, 12 Uhr und 14 Uhr
(Für Kinder) Timo Parvela: »Ella auf Klassenfahrt«
Ort: Lesebude 1

Donnerstag, 18. März, 13 Uhr und Freitag , 19. März, 13.30 Uhr
Olli Jalonen: »14 Solmua Greenwichiin« (Vierzehn Knoten bis Greenwich)
Moderation und deutsche Lesung: Stefan Moster
Ort: Nordisches Forum

Donnerstag, 18. März, 15 Uhr und Freitag, 19. März 2010, 12  Uhr
Robert Åsbacka: »Orgelbyggaren« (Das zerbrechliche Leben)
Moderation und deutsche Lesung: Paul Berf
Ort: Nordisches Forum

Lyriklesung dreier Frauen in finnischer, deutscher und bulgarischer Sprache

Samstag, 20. März 2010, 14 Uhr
Orvokki Vironen Vääriskoski – Inge Sabine Kleinert – Tzveta Sofronieva
Moderation: Paul Alfred Kleinert
Ort: Nordisches Forum