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Foto nordische Landschaft

16. Oktober 2011

We´ll be singing songs! Iceland Airwaves 2011

Wie wunderbar! Eine Band genau dort ankommen zu sehen, wo sie hingehört: In einen Saal mit bester Akustik und um die 500 aufmerksam lauschenden und leicht zu euphorisierenden Zuhören. Auf der Bühne: Vier junge Dänen mit verklärten Gesichtern: Treefight For Sunlight. Die Größe des Raums kommt dieser bewusst dick aufgetragenen, sentimentalen Reise durch plüschige Emotionen ungemein entgegen. Ihre Glitzerball-Discohymne »What Became Of You And I« tönte hier dem Iceland-Airwaves Festival vor Konzertbeginn aus jedem zweiten Lautsprecher. Treefight For Sunlight haben hier endlich den Raum, ihren Falsett-Schöngesang sich majestätisch entwickeln zu lassen. Und sie nutzen ihn mit Verve. »Ach, so muss das richtig klingen!«, denkt man erstaunt, wenn man die Band bislang nur in kleinen Clubs mit niedrigen Decken erlebt hat. »We´ll be singing songs!« , stellten die Dänen so einfach wie selbstverständlich klar.Der große Saal im Harpa kocht über, als Treefights mit ihrem Cover von Kate Bushs »Wuthering Heights« überraschen und singt textgenau mit. Selbst diejenigen, die 1978 noch lange nicht geboren waren! Überhaupt ist der Airwaves-Samstag der Tag der Dänen.

Denn ganz spät zettelt die blutjunge dicke-Lippe-Retropunktruppe Iceage im bereits schweiß- und biertriefenden Club Gaukur Á Stöng mächtig Randale an mit ihrer präzisen und gleichzeitig anarchischen Mischung aus Old-School-77, Goth und Hardcore. Kein Song, der die Drei-Minuten-Grenze überschreitet. Kein Song, in dem sich der Dennis-The-Menace-Wiedergänger-Sänger nicht bis zum völligen stimmlichen Ruin verausgabt. Zeit zum Atemholen bleibt nicht, hier geht es aufs Ganze, scheppernd, kraftvoll, unerwartet dicht. Widerstand umöglich. Der halbe Club pogot, Stagediving ist wegen der niedrigen Decke lebensgefährlich. Gegen diese aufmüpfige Oberschultruppe wirken die Toten Hosen wie Miss Sophie und ihr Butler James.

Iceage – Youre Blessed from iceage on Vimeo.

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15. Oktober 2011

I hope we mean something: Iceland Airwaves 2011

»I hope we mean something, I hope we mean something!«, singen Team Me mantragleich an diesem grauen Nachmittag im Nordic House. Stellvertretend wohl für all die vielen Bands, die auf dem Iceland Airwaves Festival spielen. All die Bands, die man beim besten Willen nicht alle live erleben kann, alle wollen sie einen Eindruck hinterlassen und der vielköpfigen norwegischen Schrulligpop-Kapelle gelingt dies mit schierer Lebendigkeit und euphorisierendem Schrägspiel. Sängerin Synne hüpft auf begrenztem Raum wie eine Hummel im Honigglas, und einer der Sänger erzählt mit verklärtem Blick, dass er Owen Pallett getroffen und ihm das eben erschienene erste Team-Me-Album verehrt hat. Wenn die unberechenbare Großgruppe in dem Tempo weitermacht, spielen sie bald als Vorband von Arcade Fire!

Das Kontrastprogramm, das ist es, was die Festivaltage so kurzweilig und aha-effektig macht: Der Freitag startet mit Sindri Eldon, einem bärbeißigen, gleichwohl auf seine Weise stylishen Verlierer-Rocker, der das mit Abstand bislang scheußlichste Hemd des Festivals mit Anstand trägt. Knochentrocken und fokussiert kommen die Songs daher, auf das Rock-Grundgerüst reduziert: Gitarre, Bass, Schlagzeug. Es geht um verkorkste Beziehungen und ins Leere laufende Lebensentwürfe, die alte Geschichte, aber angenehm selbstironisch dargeboten. Selbstmitleid ist etwas für Weicheier, Selbstliebe in harten Zeiten etwas für echte Männer!

The Ugly Truth by Sindri Eldon

Die wunderbaren dänischen Mimas sollten zwar an diesem Nachmittag in Reykjavik spielen, aber sie tun es leider nicht. Warum? Snævar Njáll Albertsson, der Sänger von Mimas, tritt hier mit seinem Solo-Projekt Dad Rocks! an und erklärt warum: Kaum sind Mimas in Island gelandet, setzen bei der Freundin des Drummers verfrüht die Wehen ein. Der werdende Papa nimmt selbstredend den nächsten Flieger zurück nach Dänemark – alles bestens inzwischen mit Mama und Nachwuchs, aber die Airwaves-Auftritte von Mimas fallen aus. Albertsson aber bleibt, was vom unterschwelligen Thema der Kapitalimuskritik der Dad Rocks!-Songs her bestens ins Zeitgeschehen passt. Weltweit marschieren die Menschen gegen die Zerstörungspolitik der Banken, Albertsson singt dagegen an. Der blasse junge Mann mit dem altväterischen Bart fühlt sich sichtlich wohl, vor heimischem Publikum zu spielen, hat sich Bläser und Streicher mit auf die Bühne gebracht, und holt weit aus mit seinen leidenschaftlichen Anti-Hymnen, die mitunter an die folkige Protestler-Naivität der ganz frühen Simon and Garfunkel erinnern. »A slap in the face with all this human waste that is unavoidable in times of progress. Security fears with all these ships at piers filled with people in need of arrest.«

Take Care by Dad Rocks!

Freitag und Samstag sind die Hauptfestivaltage. Ist es wirklich in diesem Jahr so überfüllt in den Clubs, dass es zum Teil schon keinen Spaß mehr macht?, wird am Rande immer wieder diskutiert Ja und nein. Die kleineren Locations wie die Jugendherberge am Hafen oder In-Orte wie das KEX sind so voll, dass häufig kein Hereinkommen mehr ist. Gleichzeitig aber spielen Musiker zwei Straßen weiter im Straßencafé vor zehn Leuten. Nicht so einfach zu beantworten also. Dass das Nordic House seinen Veranstaltungsraum in diesem Jahr verkleinert hat, war keine wirklich weise Entscheidung. Bei der norwegischen Chanteuse Jenny Hval und ihrer Band sitzen die Zuhörer dicht gedrängt am Boden und lauschen den Nachtschatten-Moritaten dieser experimentellen Bänkelsängerin und modernen Ausgabe einer marodierenden Seeräuber-Braut. Ausufernde Songstrukturen, stimmliche Achterbahnfahrten, anspruchsvolle Kost. Manch jüngerer iPhone-Tastenhämmerer im Publikum guckt leicht überfordert.

Jenny Hval – Blood Flight (official video) from Jenny Hval on Vimeo.

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14. Oktober 2011

It´s difficult, I told you: Iceland Airwaves 2011

20 Stunden dauert es per Boot, um von den Faröer Inseln bis nach Island zu gelangen. Wieder etwas gelernt. Von Guðrið Hansdóttir, der folkpoppigen Sängerin von der Inselgruppe mitten im Atlantik, die in der wunderbaren Kammermusik-Atmosphäre der Off-Venue-Konzerte im Nordic House auftritt und nur ihren Schlagzeuger zur Unterstützung mitgebracht hat, den sie vor lauter Aufregung vorzustellen vergisst. Der Wind bläst ums Haus und drückt das Gras auf den Sumpfwiesen platt, und Frau Hansdóttir wärmt uns mit Gitarre und Stimme. Die Musik ist von ernsthafter Schönheit und gemahnt in dieser knappen halben Stunde sehr an den Folk-Aufbruch der 60er, sehr in der Tradition von Joan Baez. Die einfachen Geschichten erzählen, darum geht es hier. Wie die von den Gedanken, die sich ein Fischer von den Faröern übers Ertrinken macht.

Pétur Ben dagegen steht wie ein Storch auf dem Stuhl und lässt die Konzertgänger »lalalala« singen zu dezidiert unzüchtigem Liedgut, und seine Augen glitzern dabei diabolisch. Der isländische Singer-Songwriter gibt den Kobold, gibt Pumuckl als Erwachsenen, mit einer sichtlichen Lust am zivilen Ungehorsam. Nichts hier mit bravem Bardentum für den Streichelzoo, Herr Ben ist rotzfrech und erzählt Enid-Byton-Abenteuergeschichten für Erwachsene, durchaus traurig endende, die Haare wild verstubbelt. Zum Beispiel darüber, wie schwierig es ist, auf Tour durch Städte wie Ludwigshafen und Aalen Kontakt mit Weib und Kindern per Skype zu halten, wenn die Angetraute weit weg in Island dieses unverschämt scharfe Kleid trägt. »It´s difficult, I told you«.

Pétur Ben from Inspired By Iceland on Vimeo.

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08. Oktober 2011

Wie viel Mimas steckt in Dad Rocks!?

Snævar Njáll Albertsson ist ein Mann mit einem Überschuss an Energie. Der Sänger und Gitarrist der dänischen Querdenker-Indiepopper Mimas schaut aus dem Fenster, macht sich seine eigenen Gedanken und entwickelt mit seinem neuen Soloprojekt Dad Rocks! einen eigenwilligen Blick auf die Dinge, wie er von den Mimas ohnehin gerne gepflegt wird. Schon von daher steckt eine Menge Mimas in Dad Rocks!, allein von der charakeristisch tiefen Stimme Albertssons her. Der Musiker entdeckt das Abenteuer im Alltag, indem er an den einfachsten Stellschrauben dreht und eine andere Perspektive einnimmt. Im Ergebnis klingt das liebevoll handgemacht und mühelos souverän. Klingt verträumt, klug und eigensinnig und fein federleicht arrangiert, so dass Songs wie »Mount Modern« unter Streicherbeleitung plötzlich Flügel bekommen und abheben. Wie das Auto von Thelma und Louise, als sie über die Klippe des Grand Canyon fahren.

Dad Rocks! – Mount Modern from Iceland Music Export on Vimeo.

Der ursprünglich aus Island stammende Albertsson, der heute in Dänemark lebt, ist nur auf den ersten Blick dem folkigen Gitarrenpop verpflichtet. Immer wieder nähert er sich euphorisch-schrulligen Gegenwelten an, die einen dezidierten Gegenentwurf zur bankenzwangsabhängigen aktuellen Variante des Turbokapitalismus bilden. »Warum haben wir all diese Jahre vergeudet, um die falschen Wörter zu lernen?«, wie der Musiker in »Language« sanft provozierend fragt. Diese Sprache war niemals seine, deshalb sucht er sich jetzt eine neue und widmet sich bewusst den kleinen Dingen wie dem Betrachten von Haar. Eine traurige Trompete irrlichtert dazu über das Moor. Sorgen kann man sich schon machen über die Kids von heute, die keine Bücher mehr lesen und sich viel zu sehr aufs Internet verlassen, aber Grund zur Verzweiflung bietet das Starren auf elektronische Gerätschaften dann doch nicht. Albertsson schreibt eben einen halb mahnende, halb ironischen und unbedingt springlebendigen Song namens »Kids«, der mit der Frage endet, ob die Mitvierziger-Eltern heute nicht einfach Angst davor haben, mit ihren Kindern zu reden.

Eine leise Melancholie treibt durch diese Songs wie Nebelfetzen über Flusstälern im Frühherbst. Diese zarte Schwermut aber wird durch ein Übermaß an Herz und Hingabe verwandelt in leuchtende Lust am Leben. Diese blauen Seelenzustände sind auf eine unaufdringliche Weise feierlich.

Mit »DIGITAL AGE« hat Dad Rocks! bereits seine Debüt-EP vorgelegt, die sich wie ein wärmender Schal um Herz und Ohren schmiegt. Das Album »MOUNT MODERN« folgt im November. Und die Polarbloggerin freut sich jetzt schon kringelig darauf, Mimas und Dad Rocks! in der kommenden Woche live und unplugged beim Iceland Airwaves Festival in Reykjavik zu hören. Im Nordic House, dem schönste Off-Venue-Veranstaltungsort von allen draußen an der Uni auf den Marschwiesen!

Digital Age EP by Dad Rocks!

27. September 2011

Björkverliebt, beschwingt, betüdelt: Reeperbahn Festival 2011

Weil allen Journalisten, auch den guten, zur Musiknation Island mit entnervender Regelmäßigkeit stets nur Björk und Sigur Rós einfällt, darf ihnen auch einmal ein unerwarteter Lapsus passieren. Bei »Ray´s Reeperbahn Revue«, der täglichen Spielwiese des schwarzhumorigen britischen Entertainers auf dem Reeperbahn Festival, bittet Ray täglich vier Bands auf die Bühne, die er selbst aus einem Pool von rund 200 Kandidaten handverlesen hat. An diesem Samstag befindet sich auch die isländische Indie-Kapelle Dikta darunter, die sich dem herzschmerzigen, heimeligen Gutmenschen-Rock verschrieben hat. »Ach Island«, schwärmt Mr. Cokes, als das Quartett in karierten Hemden neben ihm auf der Couch zum Interview sitzt, »ach Island! Ich war war ja früher mal schwer in Björk verliebt!« Dikta grinsen sich eins, der Björk-Bewunderer rudert wieselflink zurück, »ist ja alles so lange her!«, und erkundigt sich lieber danach, wie man als Musiker auf der nur knapp der Staatspleite entronnenen Vulkaninsel existieren kann: »Schickt uns Geld«, antwortet Sänger Haukur Hauksson trocken. Geldmangel hält die aufrechten Vier aber nicht davon ab, melodramatische Hymnen zu schreiben, die den Vergleich zu Snow Patrol nicht zu scheuen brauchen.

Dikta – Goodbye (Official Music Video) from Dikta on Vimeo.

Um das Verhältnis von Musikjournalisten zu den Objekten ihrer Schreibkunst geht es an diesem Tag bereits bei den Campus-Veranstaltungen auf dem Festival. Zu lernen gibt es wenig, außer mahnenden Ratschlägen: Journalisten, erscheint nicht mit vorformulierten Artikeln zum Interview und fragt niemals! niemals!, wo der Bandname herkommt! Musiker, lügt nicht! Und überhaupt: Respektiert einander! Einfache Einsichten. Und dass hinter jedem Musikjournalisten ein unheilbar infizierter Fan steckt, diese Einschätzung ist anzuzweifeln. Dem einen oder anderen Schreiberling gelingt es durchaus, den nötigen Abstand zum Musiker einzuhalten und nicht in kuhäugiger Bewunderung zu verharren.

Weniger Theorie und definitiv mehr Lebendigkeit gibt es beim dänischen Abend im Indra, dem legendären Club, in dem die Beatles zuerst in der Hansestadt aufspielten. Den Anfang machen bei einbrechender Dunkelheit Darkness Falls: Sängerin Josephine Philip und Basserin Ina Lindgreen haben sich an diesen Abend Herrenverstärkung mitgebracht und versinken wohlig in schwüler B-Film-Melancholie mit viel Gefühl und subtiler Trash-Barschlampen-Attitüde. Hauptförderer der beiden Schneeweißchen- und Schneewittchen-Damen (die eine blond, die andere dunkelhaarig) ist Dänemarks derzeit vielleicht herausragendster Elektronik-Soundtüftler Anders Trentemøller, der das Debütalbum von Darkness Falls auch selbst produziert und auf seinem Label veröffentlicht hat. Zu diesen erotisch aufgeladenen Nachtschwärmereien passt Bourbon sehr viel besser als Bier. Aber wäre ein bisschen früh! Darkness Falls geben die flüchtig-innigen Nachwuchshexen gleichwohl mit Verve.

Darkness Falls – Noise on the line – Live from Onetakeconcerts.com on Vimeo.

Zuckersüß und überkandidelt geht es beschwingt weiter mit Treefight For Sunlight, an diesem Abend die einzig wahren Erben des Electric Light Orchestra, was das dicke Auftragen von Gefühlen angeht. Emotionen in Cinemascope und satte Synthies, Harmoniegesänge, die Dornröschen aus 1.000 Jahren Tiefschlaf aufwecken könnten und eine selbstbewusste, großäugige Naivität sind die Markenzeichen des Quartetts, das äußerlich bewusst verstrubbelt und bescheiden daherkommt. Extrapunkte in der künstlerischen Gesamtwertung gibt es für den Drummer, der Schöngesang und Schlagwerkeinsatz scheinbar mühelos zusammenbringt. Mit Treefight For Sunlight taucht man in ausgefeilte Pastell-Gegenwelten und eigentlich fehlt zum Abschluss nur noch das Feuerwerk, damit man völlig ungehemmt oooooh! und aaaaaah! seufzen kann.

Treefight For Sunlight – What Became Of You And I? (Live Session) from The Line Of Best Fit on Vimeo.

Schnell rübergewechselt ins Café Keese, um den Rest des Auftritts von Firefox AK mitzulerleben, die sich vom Elektronik-Indiegirl zur eleganten Dancefloor-Chanteuse gehäutet hat und wie Juliette Gréco ganz in schwarz gewandet auftritt. Den hippen, urbanen, selbstbewusst-femininen Beat pflegt, der aber an diesem Abend einen Tick zu sehr inszeniert wirkt. Andrea Kellerman hat ihre Gefühle im Champagnerkelch auf Eis gekühlt, pflegt die Coolheit der modernen Großstadtfrau mit Audrey-Hepburn-Zerbrechlichkeit. Ob sie bei Tiffany´s frühstücken geht, das wissen wir nicht, aber Faktum ist, dass die emotionale Temperatur auf der Bühne um mindestens 20 Grad ansteigt, als sie ihren Ehemann Rasmus Kellerman alias Tiger Lou zum Duett mit auf die Bühne bittet. Und sofort ziehende Sehnsucht nach dessen verwundbarer Indierock-Intensität aufkommt.

Firefox AK – Boom Boom Boom from Four Music on Vimeo.

Ganz zum Schluss die unmittelbare Dringlichkeit der Dänen von Kisskisskiss erfahren, die zu sehr später Stunde im Silber mit jungen Augen Richtung frühe 8oer schauen und bei ihren Eltern die Police- und Clash-Platten geklaut haben müssen, aber heimlich auch bei Wham! und Visage hereingehört haben. Den Nachwuchs-Musikern ist an diesem Abend eine schnodderige Abgeklärtheit eigen, als wollten sie sich energisch dagegen verwehren, dass ihnen irgendjemand jemals wieder den Rotz mit dem Taschentuch von der Nase wischt. Die Gitarren stechen wie Hornissen, der Sänger ist müde und betüdelt, aber sehr wohl souverän und die Attitüde gegenüber der vernünftigen Erwachsenenwelt ist definitiv trotzig. Die Beine setzen sich dazu schon fast automatisch in Bewegung.

Kiss Kiss Kiss @ JBL Nite, Bremen from Bryce Williams on Vimeo.

 
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