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	<title>Polarblog &#187; Island</title>
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		<title>Just Another Snake Cult: Herr Schwarzenegger und Herr Bogason</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Apr 2012 19:50:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva-Maria Vochazer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Icelandic Music Export ist weiterhin flei&#223;ig um die Verbreitung isl&#228;ndischen Liedguts weltweit bem&#252;ht, und begl&#252;ckt uns in diesen Tagen mit der f&#252;nften Auflage von »MADE IN ICELAND«, einer aktuellen Bestandsaufnahme von Popul&#228;rmusik von der Atlantikinsel. 18 K&#252;nstler und Bands also. Einigen schon Bekannteren wie FM Belfast, Sóley oder Retro Stefson. Einigen aufstrebenden Newcomern wie Árstíðir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.icelandmusic.is/" class="liexternal">Icelandic Music Export</a> ist weiterhin flei&#223;ig um die Verbreitung isl&#228;ndischen Liedguts weltweit bem&#252;ht, und begl&#252;ckt uns in diesen Tagen mit der f&#252;nften Auflage von »MADE IN ICELAND«, einer aktuellen Bestandsaufnahme von Popul&#228;rmusik von der Atlantikinsel. 18 K&#252;nstler und Bands also. Einigen schon Bekannteren wie <a href="http://www.nordische-musik.de/3099-FM-Belfast.html" class="liexternal">FM Belfast</a>, <a href="http://www.nordische-musik.de/3170-S%C3%B3ley.html?PHPSESSID=f969a" class="liexternal">Sóley</a> oder <a href="http://www.nordische-musik.de/3026-Retro-Stefson.html" class="liexternal">Retro Stefson</a>. Einigen aufstrebenden Newcomern wie <a href="http://www.nordische-musik.de/musiker.php?id_musiker=3522" class="liexternal">Árstíðir</a> oder <a href="http://www.nordische-musik.de/3444-Lockerbie.html" class="liexternal">Lockerbie</a>. Und einigen hierzulande noch weitgehend unbeschriebenen Bl&#228;ttern wie <a href="http://snakecult.tiredmachine.com/" class="liexternal">Just Another Snake Cult</a> oder <a href="http://soundcloud.com/samaris" class="liexternal">Samaris</a>. Wer neugierig geworden ist, kann der Compilation auf Soundcloud in G&#228;nze lauschen. Und sich wie immer dar&#252;ber wundern, wie kreativ die Musiker dieses Landes mit seinen knapp 300.000 Einwohnern sind. Wohlgemerkt: Das entspricht ungef&#228;hr der Bev&#246;lkerung von St&#228;dten wie Mannheim, Bonn oder M&#252;nster.</p>
<p><iframe width="100%" height="450" scrolling="no" frameborder="no" src="http://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Fplaylists%2F1749910&#038;show_artwork=true"></iframe></p>
<p>Gefallen unter den Unbekannten hat hier vor allem Just Another Snake Cult, das sich live auf Gro&#223;gruppengr&#246;&#223;e aufspreizende Solo-Projekt des Reykjaviker Musikers von Þórir Bogason. Der eben nicht die Elfen-Klischees bedient oder die sph&#228;rischen Kl&#228;nge anschmachtet, sondern sich mit Schmackes der verr&#252;ckteren Seite des psychedelischen Wundert&#252;ten-Pops widmet. Bisweilen herrlich verschwurbelt und verdreht daherkommt. Das klingt bisweilen so, als wollten Mott The Hoople, das Electric Light Orchestra, Cockney Rebel und Brian Wilson gemeinsam kiffen gehen, mit weitem Blick auf die rollenden Wogen des Pazifik. Der Bandname ist stark vom jungen Herrn Schwarzenegger inspiriert und ein w&#246;rtliches Zitat aus einem der fr&#252;hen Conan-Filme. Sagt Herr Bogason. Der sein Soloalbum mit dem sch&#246;nen Namen »THE DIONYSIAN SEASON« (gef&#228;llt!) nat&#252;rlich, wie es sich geh&#246;rt, in seinem Wohnzimmer in der isl&#228;ndischen Hauptstadt aufgenommen hat. Seinen Sinn f&#252;r Skurriles lebt der junge Meister etwa in einer beseelten instrumentalen Ballade namens »Your Orgasms Will Deteriorate« aus. Gro&#223;es schr&#228;ges Kino. Chopin klingt weichgesp&#252;lt dagegen!</p>
<p>Auf dem letzten Iceland-Airwaves-Festivak kamen Just Another Snake Cult in Gro&#223;besetzung daher und lebten lustvolles Hippietum aus. Neugierig, hingebungsvoll, voller schr&#228;ger Energie. So wie in ihrem Video zu »I Know She Does«. So soll es sein: Lass uns hotten gehn, Baby!</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/22715229" width="400" height="200" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
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		<title>Little Talks, pl&#246;tzlich ganz gro&#223;: Of Monsters And Men</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 21:21:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva-Maria Vochazer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Island]]></category>
		<category><![CDATA[Iceland Airwaves Festival]]></category>
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		<description><![CDATA[Manchmal gibt es sie noch, die Aschenbr&#246;del-Geschichten im strauchelnden Musikgesch&#228;ft, und eine davon geht so: Vor anderthalb Jahren stolpert die Polarbloggerin per Zufall beim Iceland Airwaves Festival in Reykjavik in eine Kneipe, weil ein anderer Konzertbeginn sich kurzfristig verschoben hat. Au&#223;erdem regnet es. Wie eigentlich dauernd. In einer Ecke eben dieser Kneipe spielt eine putzmuntere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal gibt es sie noch, die Aschenbr&#246;del-Geschichten im strauchelnden Musikgesch&#228;ft, und eine davon geht so: Vor anderthalb Jahren stolpert die Polarbloggerin per Zufall beim <a href="http://icelandairwaves.is/" class="liexternal">Iceland Airwaves Festival</a> in Reykjavik in eine Kneipe, weil ein anderer Konzertbeginn sich kurzfristig verschoben hat. Au&#223;erdem regnet es. Wie eigentlich dauernd. In einer Ecke eben dieser Kneipe spielt eine putzmuntere Folkpoptruppe vor gerade mal 20 Leuten auf, mit lauter unwiderstehlichen gute-Laune-St&#252;ckchen und einigen innigen Americana-Preziosen im Programm. Mit einer S&#228;ngerin von ruhiger &#228;u&#223;erer und stimmlicher Sch&#246;nheit und einem S&#228;nger, der aussieht wie ein Metzgergeselle. <a href="http://ofmonstersandmen.is/" class="liexternal">Of Monsters And Men</a> spielen mit Hingabe, Verve und, hm, gro&#223;en Gef&#252;hlen. Foppen sich st&#228;ndig gegenseitig und lassen das Publikum an ihrer spielerischen Leichtigkeit teilhaben. Irgendwie wird es einem hier unvermutet ganz warm ums Herz, und man ertappt sich bei einem breiten L&#228;cheln. Sch&#246;n, unverhofft auf diese Nachwuchsband gesto&#223;en zu sein!</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/25475888" width=400" height="225" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
<p>Vor einem halben Jahr freut sich die Polarbloggerin beim Airwaves-Festival darauf, Of Monsters And Men nochmals im kleinen Rahmen zu erleben. Und wundert sich: All die Off-Venue-Konzerte der Band in der Jugendherberge oder im Café sind so knallevoll, dass an ein Hereinkommen nicht zu denken ist. »Was ist denn hier passiert?«, denkt man sich erstaunt. Und findet heraus, dass die Band inzwischen den wichtigsten Nachwuchswettbewerb der Atlantik-Insel gewonnen hat und das scheinbar ein ganzes Land die Gro&#223;gruppe mit den karierten Hemden ins Herz geschlossen hat. Auf dem Konzert am Abend, im zweitgr&#246;&#223;ten Saal des neuen Konzerthauses Harpa am Hafen, ist es ebenfalls knallevoll. Punks und Tussen gleicherma&#223;en singen den gr&#246;&#223;ten Teil de Songs strahlend und textgenau mit. »Holla!«, denkt man.</p>
<p>Gestern ist die Polarbloggerin auf der sch&#246;nen deutschen Autobahn unterwegs und zu faul, nach dem Verkehrsfunk gleich eine der zahlreichen CDs einzulegen. Und das ist gut so. Denn nach dem Verkehrsfunk kommt im staatlichen Dudelsender, der hier den Namen SWR3 tr&#228;gt, folgende professionell muntere Ansage: »Als n&#228;chstes h&#246;ren Sie den aktuellen Hit von Of Monsters And Men, n&#228;mlich Little Talks«. Hallo? Was ist denn hier passiert? Denkt man sich mit heruntergeklappter Kinnlade. Die kleinen Isl&#228;nder zur besten Sendezeit, gleich nach den Stau auf der A5? Und freut sich sehr und singt die n&#228;chsten vier Minuten lauthals mit, ebenso wie die Reykjaviker im vergangenen Oktober. Der Song ist tats&#228;chlich ein unversch&#228;mt unwiderstehliches St&#252;ckchen Folkpop. Und das schicke neue Video zum Song sieht so aus, als sei Aschenbr&#246;del mittlerweile im Ballkleid unterwegs. </p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/38459058" width="400" height="225" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
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		<title>Reykjavik ohne NASA? Unvorstellbar!</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 21:52:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva-Maria Vochazer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Land, Hauptstadt, wichtigster Musikclub? Island, Reykjavik, NASA. So einfach ist das. Das NASA befindet sich an zentraler Stelle in Reykjavik, in Spuckweite zum Parlament, und residiert angemessen in einem &#228;u&#223;erlich unscheinbar wirkenden t&#252;rkisen Holzhaus. Seit mehr als zehn Jahren ist der Club eine Institution in der isl&#228;ndischen Musikszene, und alle wichtigen Bands der vergangenen Dekade [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Land, Hauptstadt, wichtigster Musikclub? Island, Reykjavik, <a href="http://english.nasa.is/" class="liexternal">NASA</a>. So einfach ist das. Das NASA befindet sich an zentraler Stelle in Reykjavik, in Spuckweite zum Parlament, und residiert angemessen in einem &#228;u&#223;erlich unscheinbar wirkenden t&#252;rkisen Holzhaus. Seit mehr als zehn Jahren ist der Club eine Institution in der isl&#228;ndischen Musikszene, und alle wichtigen Bands der vergangenen Dekade haben dort denkw&#252;rdige Gigs hingelegt. Die vor dem NASA wartende Menschenschlange sp&#228;tabends beim <a href="http://www.icelandairwaves.is/" class="liexternal">Iceland Airwaves Festival</a> ist legend&#228;r und reicht selbst bei Sturzregen, fiesesten Sturmb&#246;en und frostigsten Temperaturen anderthalb Mal um den Block. Das Festival ohne das NASA mit seiner gerade noch &#252;berschaubaren Gr&#246;&#223;e, seiner Disco-Aufmachung und den Bierpreisen, bei denen einem vor lauter Preisschock erst mal die Luft wegbleibt? Unvorstellbar!</p>
<p><a href="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2012/01/NASA.jpg" class="liimagelink"><img src="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2012/01/NASA-150x150.jpg" alt="" title="NASA" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-6449" /></a></p>
<p>Und doch ist das NASA ernsthaft bedroht. Wie jetzt bekannt wurde, soll das Haus abgerissen werden und einem Hotelbau weichen. Sagt der neue Investor. Das gleiche Schicksal hat bereits vor einem Jahr den putzmunteren Kulturtreffpunkt <a href="http://polarblog.de/2011/02/13/havari-bitte-bald-wiederkommen/" class="liinternal">Havarí</a> ereilt. Das war schon schlimm genug. Aber das NASA? Puuh! Noch scheinen die Dinge nicht hoffnungslos verfahren, und das englischsprachige Stadtmagazin <a href="http://www.grapevine.is/News/ReadArticle/NASAs-Situation-Gets-Complicated" class="liexternal">Reykjavik Grapevine</a> schreibt, dass die Sache komplizierter aussieht, als sie zun&#228;chst den Anschein hat: Es geht um Mietschulden und &#252;berf&#228;llige Renovierungsarbeiten. Gleichwohl: In der isl&#228;ndischen und internationalen Musikszene erschallt ein Aufschrei der Emp&#246;rung. John Rogers vom Label <a href="http://www.brainloverecords.com/" class="liexternal">Brainlove Records</a> hat eine <a href="http://www.ipetitions.com/petition/save-nasa-rvk/" class="liexternal">Online-Petition</a> zur Erhaltung des NASA aufgesetzt. Zu den Erstunterzeichnern geh&#246;ren unter anderem <a href="http://www.nordische-musik.de/musiker.php?id_musiker=2835" class="liexternal">For A Minor Reflection</a> und <a href="http://www.nordische-musik.de/musiker.php?id_musiker=3099" class="liexternal">FM Belfast</a>. </p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/33964691?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="400" height="225" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/33964691" class="liexternal">FM Belfast &#8211; Live @ Iceland Airwaves!</a> from <a href="http://vimeo.com/dontpaniciceland" class="liexternal">Bowen Staines</a> on <a href="http://vimeo.com" class="liexternal">Vimeo</a>.</p>
<p>Es gab in den vergangenen drei Jahren einige au&#223;ergew&#246;hnliche Konzerte im NASA, von <a href="http://www.nordische-musik.de/3220-Bloodgroup.html?PHPSESSID=2214e3ef0019c750322dde9f2c8038d8" class="liexternal">Bloodgroup</a> &#252;ber <a href="http://www.nordische-musik.de/3216-L%C3%A1ra.html" class="liexternal">Lara Rúnars</a> bis zu <a href="http://www.nordische-musik.de/3349-When-Saints-Go-Machine.html" class="liexternal">When Saints Go Machine</a>. Am denkw&#252;rdigsten bleibt in der Erinnerung aber der erste Auftritt des <a href="http://www.nordische-musik.de/musiker.php?id_musiker=1311" class="liexternal">Apparat Organ Quartet</a> nach jahrelanger Schaffenspause beim Festival 2010. In einem v&#246;llig aus den N&#228;hten platzenden NASA und einer bunten Mischung meist einheimischer Menschen von 14 bis 60, die v&#246;llig ausflippten und textgenau mitsangen. Man schwitzt selbst noch in Erinnerung daran!</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/28512817?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="400" height="225" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/28512817" class="liexternal">Apparat Organ Quartet- 123 Forever</a> from <a href="http://vimeo.com/joyandthunder" class="liexternal">Joy &amp; Thunder</a> on <a href="http://vimeo.com" class="liexternal">Vimeo</a>.</p>
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		<title>Der Abend der Schlagzeugerinnen: Eurosonic 2012</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 22:49:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva-Maria Vochazer</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Groningen Mitte Januar ist immer ein Abenteuer gewesen. Zumindest die letzten Jahre. Entweder so gef&#228;hrlich glatt und fiesekalt, das man sich nur in Trippelschritten voranbewegen konnte, oder so platzregnerisch, dass kein Regenschirm mehr half und nasse Str&#252;mpfe in durchweichten Schuhen den Normalzustand darstellten. Aber dieses Jahr: Sonne! Milde Temperaturen! Oh! In Groningen gibt es kurz nach Neujahr immer einen ersten Ausblick auf das (pop)musikalische Geschehen des neuen Jahres. Viel versprechende junge Bands stellen sich vor, und man zehrt von der M&#228;r, dass Franz Ferdinand vor vielen Jahren das <a href="http://festival.eurosonic-noorderslag.nl/en/" class="liexternal">Eurosonic-Festival</a> als Plattform nutzten, um zum H&#246;henflug anzusetzen. Die Musikbranche leckt im traditionellen Konferenzteil ihre Wunden und hofft inst&#228;ndig auf das Erscheinen der Killer Application, die alle Probleme auf magische Weise l&#246;sen wird. Ansonsten ist man weiterhin ratlos und redet viel in Ermangelung besserer Ideen. </p>
<p>Das Sch&#246;ne am Eurosonic ist, dass man in der Groninger Innenstadt problemlos mit dem Fahrrad zwischen den verschiedenen Veranstaltungsorten wechseln kann. Aber aufpasssen, nicht aus Versehen in die Gracht fallen! Der erste Abend ist ein Abend der &#220;berraschungen. Ein Abend, an dem es nach f&#252;nf Jahren (oder so) ein Wiedersehen mit den von mir sehr geliebten norwegischen Elektronikrockpiraten<a href="http://www.nordische-musik.de/1832-120-Days.html" class="liexternal"> 120 Days</a> gibt, die nach langem Schweigen und vielen Nebenprojekten in diesem Jahr endlich ihr zweites Album herausbringen. Es gibt zu sehr sp&#228;ter Stunde einen sehr l&#228;ssig-druckvolles Gig mit der vielleicht m&#228;chtigsten Reggae-Kapelle der Welt, n&#228;mlich <a href="http://www.nordische-musik.de/3236-Hj%C3%A1lmar.html" class="liexternal">Hjálmar</a> aus Island. Es gibt die putzigen Coldplay-Gutmensch-Epigonen <a href="http://www.facebook.com/ewertandthetwodragons" class="liexternal">Ewert And The Two Dragons</a> aus Estland. Es gibt aber auch Entdeckungen zu machen. Famose Schlagzeugerinnen. Die beiden mir bislang unbekannten Bands, die an diesem Abend bleibenden Eindruck hinterlassen, haben beide aufregende Frauen am Schlagwerk.</p>
<p>Fangen wir doch an mit den sehr leidenschaftlichen <a href="http://festival.eurosonic-noorderslag.nl/en/artists/" class="liexternal">Thulebasen</a> aus D&#228;nemark an, die anspruchsvollen, vertrackten, tanzbaren Experimental-Elektronik-Rock spielen, unter t&#228;tigem Einsatz von Synthiegewittern und viel, viel Eigenwilligkeit und Mut zum psychedelischen Davontreibenlassen unter mitunter gewaltt&#228;tigen Gef&#252;hlsausbr&#252;chen. Das Trio ist an diesem Abend souver&#228;n spielfreudig, und es ist eine Freude, der strahlend-intensiven Drummerin Felia Gram-Hanssen bei der Arbeit zuzusehen.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/18050446?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="400" height="225" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/18050446" class="liexternal">Raga Gemini by Thulebasen</a> from <a href="http://vimeo.com/user5427148" class="liexternal">Anna Maria Helgadottir</a> on <a href="http://vimeo.com" class="liexternal">Vimeo</a>.</p>
<p>Die d&#228;nischen Landsleute <a href="http://festival.eurosonic-noorderslag.nl/en/artists/" class="liexternal">Pinkunoizu</a> sind eine dieser glitzernden Gro&#223;gruppen, die wirbeln und Sternenstaub aufwirbeln. Mit einem dicken Augenwinkern und einer l&#228;chelnden Verbeugung vor dem gro&#223;&#228;ugigen psychedelischen Pop der Sp&#228;tsechziger unter putzigstem Synthie-Einsatz. Und einer rauchzarten Lagerfeuer-Stimmung von Indie-Folk im Gep&#228;ck. Sehr sophisticated das, bei allem betonten Understatement. Wir tr&#228;umen unbedingt in Cinemascope und sind die ungest&#252;m-begabten Au&#223;enseiter, die immer als letzte ins V&#246;lkerballteam gew&#228;hlt werden. Auch hier ist eine Schlagzeugerin aktiv, die den Jungs selbstbewusst und animiert den Ton vorgibt. Und das scheinbar Zr&#252;ckgenommene entwickelt eine unwiderstehliche Sogwirkung und eine ansteckende Fr&#246;hlichkeit. Muss man tanzen dazu!</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/35305259?color=ff9933" width="400" height="225" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/35305259" class="liexternal">Parabolic Delusions (Official)</a> from <a href="http://vimeo.com/pinkunoizu" class="liexternal">Pinkunoizu</a> on <a href="http://vimeo.com" class="liexternal">Vimeo</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die besten skandinavischen Gigs 2011</title>
		<link>http://polarblog.de/2012/01/01/die-besten-skandinavischen-gigs-2011-2/</link>
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		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 20:50:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva-Maria Vochazer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie jedes Jahr kommen wir bei Nordische Musik mit unseren besten Alben des Jahres nicht zu zeitnah zu Potte. Na und? Muss jeder seine Liste schon am 1. Dezember fertig ausformuliert haben? Pfui Bl&#246;dsinn! Also sinne ich eben am ersten Tag des neuen Jahres &#252;ber die besten skandinavischen Gigs von 2011 nach, l&#228;chle, sortiere, w&#228;ge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie jedes Jahr kommen wir bei <a href="http://www.nordische-musik.de/index.php" class="liexternal">Nordische Musik</a> mit unseren besten Alben des Jahres nicht zu zeitnah zu Potte. Na und? Muss jeder seine Liste schon am 1. Dezember fertig ausformuliert haben? Pfui Bl&#246;dsinn! Also sinne ich eben am ersten Tag des neuen Jahres &#252;ber die besten skandinavischen Gigs von 2011 nach, l&#228;chle, sortiere, w&#228;ge ab und entscheide frei nach dem feinen Ratschlag der Berliner Bloggerkollegin <a href="http://heilewelt.tumblr.com/" class="liexternal">D&#246;rte Heilewelt</a>, dass es genau die Konzerte sein werden, die sich so anf&#252;hlen, als seien sie gestern gewesen.</p>
<p>10. <a href="http://www.raisedamongwolves.dk/" class="liexternal">Raised Among Wolves</a> beim Iceland Airwaves Festival, Reykjavik. Es gibt sie trotz aller Stereotypen, die Liebe auf den ersten Blick. Eine Handvoll junger D&#228;nen, in Wo-Die-Wilden-Kerle-Wohnen-Kost&#252;me geh&#252;llt, die ihre eigene, sehr liebevolle Variante des Alice-Im-Wunderland-Pop spielen. Romantisch, hingebungsvoll, euphorisch, gro&#223;&#228;ugig, geradezu feierlich. Mit der triumphierenden Trompete von Daniel Bonde. Hach, das k&#246;nnte etwas werden!</p>
<p><iframe width="400" height="225" src="http://www.youtube.com/embed/gXBgGanKUGU" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>9. <a href="http://www.nordische-musik.de/1556-Magenta-Skycode.html" class="liexternal">Magenta Skycode</a> beim Flow Festival in Helsinki. Die Band um Mastermind und S&#228;nger Jori Sj&#246;roos liebt das gepflegte Pathos und die gro&#223;e Geste. Funktioniert das am hellichten Nachmittag auf der Hauptb&#252;hne? Und wie! Gro&#223;e Herzschmerz-Hymnen brauchen keine n&#228;chtliche Schw&#228;rze, um zu glitzern wie dick aufgetragener Sternenstaub. Au&#223;erdem ist es gro&#223;artig, die finnischen Freunde fast allesamt rundum versammelt zu haben und sich gemeinsam zu freuen. Man genie&#223;t und l&#228;chelt und fragt sich, wann Resteuropa endlich von dieser gro&#223;artigen Band Notiz nehmen wird. </p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/28116645?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0&amp;color=adadad" width="400" height="225" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/28116645" class="liexternal">Magenta Skycode &#8211; Kipling music video</a> from <a href="http://vimeo.com/flatlightfilms" class="liexternal">Flatlight Films</a> on <a href="http://vimeo.com" class="liexternal">Vimeo</a>.</p>
<p>8. <a href="http://www.nordische-musik.de/3288-Min%C3%A4-Ja-Ville-Ahonen" class="liexternal">Min&#228; Ja Ville Ahonen</a> auf dem Flow Festival in Helsinki. Das schrullige Deb&#252;talbum der merkw&#252;rdigen Finnen hatte sich unauff&#228;llig in mein Herz geschlichen wie eine Katze auf M&#228;usepirsch. Um so gespannter darauf, die Band endlich einmal live zu erleben und holla! Was f&#252;r eine leidenschaftliche Orchestrierung gro&#223;er Gef&#252;hle. Als stiller Waldschrat anfangen, als ausflippender Derwisch enden. Man sch&#252;ttelte sich nach dem Konzert wie ein pitschnasser Hund und fragte sich: Was war das denn? Gut so!</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/15692201?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="400" height="225" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/15692201" class="liexternal">Min&#228; ja Ville Ahonen: Sano</a> from <a href="http://vimeo.com/user4918892" class="liexternal">samuli laine</a> on <a href="http://vimeo.com" class="liexternal">Vimeo</a>.</p>
<p>7. <a href="http://teamme.no/" class="liexternal">Team Me</a> beim Reeperbahnfestival in Hamburg. Einfach wunderbar, wie diese Gro&#223;grupppe hochtalentierter norwegischer Jungspunde ein kreatives, sehr tanzbares Chaos aus s&#228;mtlichen Versatzst&#252;ckchen der Popgeschichte veranstaltet! Euphorisierend und &#252;berraschend, blubbernd und steppend, fr&#246;hlich und &#252;berm&#252;tig. S&#228;ngerin Synne h&#252;pft &#252;ber die B&#252;hne wie eine Hummel, die in ein Honigglas eingesperrt wurde. Unwiderstehlich! Im Januar kommt ihr Deb&#252;talbum »TO THE TREETOPS!« in Deutschland heraus, schon ein Grund, sich aufs neue Jahr zu freuen!</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/22665952?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="400" height="225" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/22665952" class="liexternal">Team Me &#8220;Dear Sister&#8221; official music video</a> from <a href="http://vimeo.com/propellerrecordings" class="liexternal">Propeller Recordings</a> on <a href="http://vimeo.com" class="liexternal">Vimeo</a>.</p>
<p><span id="more-6294"></span></p>
<p>6. <a href="http://www.nordische-musik.de/1162-Helgi-Jonsson.html" class="liexternal">Helgi Jónsson</a>, mehr oder minder unplugged, im wunderbarsten Plattenladen der Welt, n&#228;mlich dem <a href="http://www.12tonar.is/" class="liexternal">12 Tonar</a>, beim Iceland Airwaves Festival in Reykjavik. In den kleinen Laden haben sich sch&#228;tzungsweise 30 Leute gequetscht, die Luft ist dick und Scheiben beschlagen, aber was tut das schon zur Sache, wenn der junge, blasse, spindeld&#252;rre Isl&#228;nder mit geringen Mitteln gro&#223;e Gef&#252;hle erschafft! Sich entschuldigen f&#252;r dies und das, was angeblich nicht perfekt klappt, das tut er zwar weiterhin, aber ansonsten hat er die Rolle des sch&#252;chternen Singer-Songwriters abgestreift wie einen alten Mantel und ach! entpuppt sich als sanfter Melodrama-Troubadour. Beim innigen Song »The« Pond« muss ich mir ein, zwei kleine Tr&#228;nen aus dem Augenwinkel wischen, so ergreifend sch&#246;n ist der! »We´ll never feel alone. We´ll never feel alone.« F&#252;r einen langen Moment mag man es glauben.</p>
<p><iframe width="400" height="225" src="http://www.youtube.com/embed/YfaOMAO4L3s" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>5. <a href="http://www.nordische-musik.de/musiker.php?id_musiker=884" class="liexternal">Efterklang</a> in der Brotfabrik in Frankfurt. Ein magischer Abend mit der am isl&#228;ndischsten klingenden Band au&#223;erhalb Islands, die sehr sinnliche Gegenwelten entwerfen, aus feinem Elektronikgefrickel und triumphierenden Geigen und Fl&#246;ten. Sind bescheiden, neugierig und offen. Singen schlaue, fein gewebte Songs voll schwebender Traurigkeit, die im besten Sinne des Wortes romantisch sind. Es mag wohl keinen gegeben haben, dem an diesem Abend nicht der Glaube an die Macht der schlichten Sch&#246;nheit wiedergegeben wurde und der nicht mit &#252;bervollem Herzen auf Wolken nach Hause schwebte. Klingt kitschig, aber es war genau so! ;)</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/11262976?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="400" height="225" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/11262976" class="liexternal">Efterklang &#8211; I Was Playing Drums (Official Video)</a> from <a href="http://vimeo.com/user2520764" class="liexternal">End of the Road Films</a> on <a href="http://vimeo.com" class="liexternal">Vimeo</a>.</p>
<p>4. <a href="http://www.nordische-musik.de/musiker.php?id_musiker=3273" class="liexternal">Kakkmaddafakka</a> im <a href="http://www.hafen2.net/" class="liexternal">Hafen2 </a> in Offenbach, der wunderbarerweise dank vieler kleiner und einiger gro&#223;er Spenden weiter bestehen wird, eine der wirklich guten Nachrichten zum Jahresende! Eines der Konzerte des Jahres 2011 im Hafen war definitiv der temperamentvolle Auftritt der f&#252;nf norwegischen Jungspunde, die aus dem eigentlich peinlichen hormonellen Irrsinn eine Kunstform machen und die Fr&#246;hlichkeit auf die Liste der Menschenrechte setzen. Kakkmaddafakka lieben M&#228;dchen, und das ist gut so, weil sie ironisieren, klamauken, sch&#246;nspielen, rumkaspern, mitrei&#223;en und schlie&#223;lich &#252;berw&#228;ltigen, unter heftigster Schwei&#223;absonderung und vollem K&#246;rpereinsatz. Und gekonnt die Tatsache &#252;berspielen, das jeder einzelne »Kakk« ein Virtuose an seinem Instrument ist. Eine stete Quelle der Freude ist der manisch-hyperbegabte Pianist Jonas Nielsen mit seinem Hang zum Exhibitionismus. Keine drei Songs, und der Mann hat sich halbnackig ausgezogen und turnt wie ein Schimpase auf seinen Klavierhocker herum. Chapeau!</p>
<p><iframe width="400" height="225" src="http://www.youtube.com/embed/5zltpe3YF8A" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>3. <a href="http://www.einarstray.no/" class="liexternal">Einar Stray</a> beim Iceland Airwaves Festival in Reykjavik. Durch fieseste Windb&#246;en und berserkerhaft wilden Sturzregen k&#228;mpfe ich mich an diesem Abend ins neue Konzerthaus Harpa vor, um endlich mit pietschnassen F&#252;&#223;en das norwegische  Singer-Songwriter-Klavierwunderkind live zu h&#246;ren. Ernsthaft ist er, hingebungsvoll ist er, bestrumpft ist er und kreiert mit seiner bestens aufgelegten nerdigen Begleitband anspruchsvolle Songs von sperriger Sch&#246;nheit, konzentrierter Strenge und verhaltener Euphorie. Die nassen F&#252;&#223;e sind schnell vergessen, weil Stray mit einer solch rauh-empfindsamen Intensit&#228;t packt, dass man gerne mit ihm durch karg-leidenschaftliche Seelenlandschaften geht und an die gro&#223;e romantische Einsame Emily Brontë denkt. Puuuuh.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/20140772?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="400" height="225" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/20140772" class="liexternal">BYLARM2011 &#8211; Gårsdagens konsert &#8211; Einar Stray</a> from <a href="http://vimeo.com/bylarm" class="liexternal">byLarm</a> on <a href="http://vimeo.com" class="liexternal">Vimeo</a>.</p>
<p>2. <a href="http://www.nordische-musik.de/musiker.php?id_musiker=3302&#038;PHPSESSID=546a9489b2f7c0c4415e239e926c8ece" class="liexternal">Treefight For Sunlight</a> beim Eurosonic Festival in Groningen und beim Iceland Airwaves Festival, Reykjavik. Pietschnass war ich auch beim allerersten Mal, als ich die D&#228;nen live h&#246;rte. Was ein f&#252;rchterliches Wetter in Groningen, der Regen will einfach nicht enden. Mit dem von den lieben Freunden geliehenen Fahrrad zwischen den Festival-Veranstaltungsorten hin- und herflitzen und nat&#252;rlich spielen Treefight For Sunlight just am anderen Ende der Stadt und nat&#252;rlich ergie&#223;t sich wolkenbruchartiger Regen just zu diesem Zeitpunkt. Aber nach einer Minute sind triefende M&#252;tze, Schuhe und Jacke vergessen, weil die junge D&#228;nen durch ihre Hingabe zum ausufernden Barockpop und himmlisch harmonischen Vocals unwiderstehlich &#252;berzeugen. Entschieden pl&#252;schig, aber sehr fokussiert kommen sie daher. Verspielt, dick auftragend, diese J&#252;nger des hymnischen Falsettgesangs und der funkenspr&#252;henden Melodien. Ihre Coverversion von Kate Bushs Klassiker »Wuthering Heights« ein glitzernder H&#246;hepunkt. Wer denkt da noch an nasse F&#252;&#223;e? Ein Dreivierteljahr sp&#228;ter spielen die bescheiden daherkommenden D&#228;nen in Reykjavik genau dort, wo sie hingeh&#246;ren: Nicht in kleine Klubs mit niedrigen Decken, sondern in einen mittelgro&#223;en Saal mit bester Akustik. Man m&#246;chte weinen vor R&#252;hrung, so sch&#246;n ist es, diese Band ankommen zu sehen.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/19209563?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="400" height="225" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/19209563" class="liexternal">Treefight For Sunlight &#8211; What Became Of You And I? (Live Session)</a> from <a href="http://vimeo.com/tlobf" class="liexternal">The Line Of Best Fit</a> on <a href="http://vimeo.com" class="liexternal">Vimeo</a>.</p>
<p>1. <a href="http://www.nordische-musik.de/musiker.php?id_musiker=2835" class="liexternal">For A Minor Reflection</a> beim Iceland Airwaves Festival in Reykjavik. Blogkollegin D&#246;rte fragte nach dem Konzert, das in der Erinnerung von frischester, unmittelbarster Pr&#228;senz geblieben ist, und gibt nicht den Schatten eines Zweifels. Eben dieses. Es ist eine Freude und ein Privileg, den isl&#228;ndischen Postrockern beim Wachsen zuzuschauen. 2011 spielen sie erstmals beim Festival auf der Hauptb&#252;hne im Kunstmuseum. Sie kommen an. Sie nutzen die Chance, sie explodieren in Sch&#246;nheit und Hingabe. Es ist eines der Konzerte, das auf Monate st&#228;rkt, durch Intensit&#228;t, durch Leidenschaft. Genau so soll es sein.</p>
<p><iframe width="400" height="225" src="http://www.youtube.com/embed/GLqviTPuZHw" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Nachweihnachtliche Bescherung vom Soliti-Label und 7oi</title>
		<link>http://polarblog.de/2011/12/29/nachweihnachtliche-bescherung-vom-soliti-label-und-70oi/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 16:40:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva-Maria Vochazer</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Island]]></category>
		<category><![CDATA[70i]]></category>
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		<category><![CDATA[Big Wave Riders]]></category>
		<category><![CDATA[Black Twig]]></category>
		<category><![CDATA[Burning Hearts]]></category>
		<category><![CDATA[Cats On Fire]]></category>
		<category><![CDATA[Jori Hulkkonen]]></category>
		<category><![CDATA[Soliti Records]]></category>
		<category><![CDATA[The New Tigers]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich sind alle Geschenke bereits ausgepackt und das Weihnachtspapier brav in der blauen Tonne entsorgt, da gibt es kurz vor Neujahr noch sp&#228;te Pr&#228;sente aus dem Norden, aus Finnland und Island, um genauer zu sein. Fangen wir mit Suomi an. Dort hat Nick Triani, der umtriebigste Brite im Land der vielen Seen, in diesem Jahr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich sind alle Geschenke bereits ausgepackt und das Weihnachtspapier brav in der blauen Tonne entsorgt, da gibt es kurz vor Neujahr noch sp&#228;te Pr&#228;sente aus dem Norden, aus Finnland und Island, um genauer zu sein. Fangen wir mit Suomi an. Dort hat Nick Triani, der umtriebigste Brite im Land der vielen Seen, in diesem Jahr sein neues Label <a href="http://solitimusic.com/" class="liexternal">Soliti</a> aus der Taufe gehoben und bekanntere Acts wie <a href="http://www.nordische-musik.de/1727-Cats-On-Fire.html" class="liexternal">Cats On Fire</a> und <a href="http://www.nordische-musik.de/1191-Astrid-Swan.html" class="liexternal">Astrid Swan</a>, aber auch einige der interessantesten Newcomer wie <a href="www.nordische-musik.de/3406-The-New-Tigers" class="liinternal">The New Tigers</a>, <a href="www.nordische-musik.de/3451-Big-Wave-Riders" class="liinternal">Big Wave Riders </a> und <a href="http://www.blacktwigmusic.com/" class="liexternal">Black Twig</a> unter seiner Flagge versammelt. <a href="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2011/12/soliti-zip-640x640.png" class="liimagelink"><img src="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2011/12/soliti-zip-640x640-150x150.png" alt="" title="soliti-zip-640x640" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-6304" /></a>Zur Feier des erfolgreichen Starts beschenkt Mr. Triani die Welt jetzt mit <a href="http://solitimusic.com/" class="liexternal">»THE SOLITI ZIP«</a> und damit der ersten Compilation des Labels. Kostenlose herunterladen kann man neue Songs, erprobte Songs und Remixes, unter anderem von Frickel-Meister <a href="http://www.nordische-musik.de/107-Jori-Hulkkonen.html" class="liexternal">Jori Hulkkone</a>n und von den sch&#228;ndlicherweise hierzulande immer noch weitgehend unbekannten, schlauen Folkpop-Tr&#228;umern <a href="ww.nordische-musik.de/2839-Burning-Hearts" class="liinternal">Burning Hearts</a> mit der wunderbaren Jessika Rapo an den Vocals. Spa&#223; macht die Jahresendpost aus Helsinki auch deshalb, weil alle Beteiligten nicht ganz allt&#228;gliche Best-Of 2011-Listen angelegt haben. So erf&#228;hrt man also, dass Ober-Cat-On-Fire Mattias Bj&#246;rkas Fussballfan ist und Teemu Pukki f&#252;r den besten im Ausland kickenden finnischen Ballartisten h&#228;lt (der schlechteste ist Mikael Forsell von Leeds United!), dass Astrid Swan die Biographie von Diane Keaton mit Gewinn gelesen hat und Aki von den Black Twigs den dunklen, schneelosen Dezember in Finnland f&#252;r das schlimmste Ereignis des Jahres h&#228;lt. </p>
<p>Das nehme ich doch gleich zum Anlass, Black Twig im Ton vorzustellen. Das Deb&#252;t der Vier aus Helsinki mit dem sch&#246;nen Titel »PAPER TREES« erscheint am 11. Januar bei Soliti und pflegt eine fuzzige, coole Form des klassischen (britischen) Indierocks mit deutliche psychedelischer Grundstr&#246;mung und ist von angenehm unaufgeregter Dringlichkeit.</p>
<p><object height="225" width="100%"><param name="movie" value="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Fusers%2F2053673&#038;show_artwork=false&#038;color=000000&#038;show_comments=false&#038;show_playcount=false"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed allowscriptaccess="always" height="225" src="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Fusers%2F2053673&#038;show_artwork=false&#038;color=000000&#038;show_comments=false&#038;show_playcount=false" type="application/x-shockwave-flash" width="100%"></embed></object><span><a href="http://soundcloud.com/blacktwigmusic" class="liexternal">Latest tracks by blacktwigmusic</a></span></p>
<p>Das zweite versp&#228;tete Weihnachtsgeschenk kommt vom empfindsamen Elektronik-Shoegazer <a href="http://7oi.org/" class="liexternal">70i</a>, aus Island, der in einer Geste der Gro&#223;z&#252;gigkeit alle seine bislang erschienen vier Alben eine Woche lang zum kostenlosen Download zur Verf&#252;gung stellt. Jóhann Friðgeir Jóhannsson, alias Jói, treibt sich mit Vorliebe in pastellfarben blaugr&#252;nen, angenehm verschwurbelten Gegenwelten herum, durch die die Dinge nur auf Zehenspitzen t&#228;nzeln und die Gewissheiten allm&#228;hlich schwinden. Eine sch&#246;ne Entdeckung auf dem Weg, einen der Neujahrsvors&#228;tze f&#252;r 2012 umzusetzen: Entschleunigung!</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/30224224?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="400" height="225" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/30224224" class="liexternal">The Cherry Orchard</a> from <a href="http://vimeo.com/sevenoi" class="liexternal">7oi</a> on <a href="http://vimeo.com" class="liexternal">Vimeo</a>.</p>
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		<title>Und die Nominierten sind: Nordic Music Prize 2011</title>
		<link>http://polarblog.de/2011/12/10/und-die-nominierten-sind-nordic-music-prize-2011/</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Dec 2011 20:45:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva-Maria Vochazer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Nikolaus war eben erst da, aber die Rangeleien um die besten Alben des Jahres 2011 sind schon in vollem Gange. Klar, dass sich auch die skandinavischen L&#228;nder ganz offiziell in den Diskussion einmischen. Anl&#228;sslich des  By:Larm-Festivals im Februar 2012 wird bereits zum zweiten Mal der Nordic Music Prize verliehen. Im vergangenen Jahr hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Nikolaus war eben erst da, aber die Rangeleien um die besten Alben des Jahres 2011 sind schon in vollem Gange. Klar, dass sich auch die skandinavischen L&#228;nder ganz offiziell in den Diskussion einmischen. Anl&#228;sslich des <a href="http://www.bylarm.no/eng/pages" class="liexternal"> By:Larm-Festivals</a> im Februar 2012 wird bereits zum zweiten Mal der <a href="http://nordicmusicprize.com/" class="liexternal">Nordic Music Prize</a> verliehen. Im vergangenen Jahr hat <a href="http://www.nordische-musik.de/3042-J%C3%B3nsi.html" class="liexternal">Jónsis</a> famoses Soloalbum »GO« verdient den Preis abger&#228;umt. Man k&#246;nnnte diese Wahl als Hinweis darauf deuten, dass es wohl eher die arrivierten K&#252;nstler sein werden, die in Oslo den Lorberr erringen. </p>
<p>Auch bei der 2011er-Ausgabe des Nordic Music Prize dominieren die bekannten Namen &#8211; und die Frauen: Zu den elf K&#252;nstlern, die es in die Endauswahl geschafft haben, geh&#246;ren gleich vier Damen: <a href="http://www.nordische-musik.de/406-Bj%C3%B6rk.html" class="liexternal">Bj&#246;rk</a> mit ihrem Multimedia-Werk »BIOPHILIA«, <a href="http://www.nordische-musik.de/2360-Lykke-Li.html" class="liexternal">Lykke Li</a>, die trotzige Freundin der Traurigkeit, mit »WOUNDED RHYMES«, die wunderbar tiefgr&#252;ndige <a href="http://www.nordische-musik.de/231-Ane-Brun.html" class="liexternal">Ane Brun</a> mit »IT ALL STARTS WITH ONE« und die eigenwillige schwedische Chanteuse <a href="http://www.annajarvinen.se/anna-sjalv-tredje/" class="liexternal">Anna J&#228;rvinen</a> mit »ANNA SJ&#196;LV TREDJE«.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/21129549?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="400" height="225" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/21129549" class="liexternal">Lilla Anna-Anna J&#228;rvinen</a> from <a href="http://vimeo.com/user5903994" class="liexternal">Jenny Palen</a> on <a href="http://vimeo.com" class="liexternal">Vimeo</a>.</p>
<p>Zu den Kandidaten, denen ich definitiv nicht die Daumen dr&#252;cke, geh&#246;ren die d&#228;nischen Neo-Punker <a href="http://www.nordische-musik.de/3441-Iceage.html" class="liexternal">Iceage</a> mit ihrem Deb&#252;twerk »NEW BRIGADE«, die sich k&#252;rzlich mit einem extrem lustlosen und schlampig dahingerotzten Konzert im Offenbacher Hafen2 nachhaltig als ernstzumehmende Musiker disqualifziert haben. Dass eine junge Band aus dem Punk-Umfeld mit gerade einer Platte im Gep&#228;ck kein zweist&#252;ndiges Gig geben w&#252;rden, war klar. <a href="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2011/12/iceage.jpg" class="liimagelink"><img src="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2011/12/iceage-150x150.jpg" alt="" title="iceage" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-6174" /></a>Geschenkt. Aber dass  bei ihrem Auftritt mit M&#252;he die 20-Minuten-Grenze erreicht wurde, grenzt an Unversch&#228;mtheit. Nur nach inst&#228;ndigem Bitten eines jungen Amerikaners, der extra aus Dortmund (!) in die hessische Provinz gereist war, um die D&#228;nen zu sehen, bequemten sich die arroganten Rotzl&#246;ffel zu einer mickerigen Zugabe, um sich dann aus dem Staub zu machen. Selbst der stets freundkliche Tresenmann im Hafen findet diese Attit&#252;de unm&#246;glich. Ganz schlechter Stil!<br />
<span id="more-6168"></span></p>
<p>Aus Finnland sind verdienterma&#223;en die wunderbaren Indierocker <a href="http://www.nordische-musik.de/2008-Rubik.html" class="liexternal">Rubik</a> mit ihrem famosen Album »SOLAR« in die Endauswahl zum Nordic Music Prize gelangt. Warum man sich statt der noch lange nicht altersweisen <a href="http://www.nordische-musik.de/26-22-Pistepirkko.html" class="liexternal">22 Pistepirkko</a> und ihrem urcoolen »LIME GREEN DELOREAN« f&#252;r die Newcomer und Neo-Vangelis-Krautrocker <a href="http://www.nordische-musik.de/3386-Siinai.html?PHPSESSID=a99f7d1cf962c8322a179dd2f06bc9de" class="liexternal">Siinai </a>und deren ersten Streich »OLYMPIC GAMES« entschieden hat, muss sas Geheimnis der Jury bleiben. Da kommen ja die verdienten Elektronik-Recken <a href="http://www.nordische-musik.de/428-Gus-Gus.html" class="liexternal">GusGus</a> aus Island mit ihrem funkelnden »ARABIAN HORSE« frischer daher!</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/27729224?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="400" height="225" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/27729224" class="liexternal">Gusgus &#8211; Arabian Horse (live @ Nasa 2011.06.18)</a> from <a href="http://vimeo.com/gusgus" class="liexternal">Gusgus</a> on <a href="http://vimeo.com" class="liexternal">Vimeo</a>.</p>
<p>Kommen wir doch lieber zu Kandidaten, die hierzulande noch nahezu unbekannt sind. Wie die d&#228;nischen Rapper <a href="http://www.myspace.com/malkde5" class="liexternal">Malk De Koijn</a>, Urgesteinen der Szene. Das Trio, das seinem Stil als »happy hardcore hip hop« beschreibt, hat sich durch seinen innovativen Umgang mit der d&#228;nischen Sprache besonders verdient gemacht, wie uns Wikipedia glaubhaft versichert. Mangels d&#228;nischer Sprachkenntnisse l&#228;sst sich das nicht praktisch verifizieren, aber dass die Band in ihrer Heimat bereits vor Jahren einen renommierten Lyrikpreis gewonnen hat, mag als Gradmesser dienen. Nachdem bereits vor Jahren durch den Ausstieg eines der Hauptakteure das Ende der Band gekommen schien, konnten die Drei mit »TOBACK TO THE FROMTIME« im Jahr 2011 ein gewaltiges Comeback feiern.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/17967303?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="400" height="225" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/17967303" class="liexternal">Malk de koijn</a> from <a href="http://vimeo.com/simonweyhe" class="liexternal">simon weyhe</a> on <a href="http://vimeo.com" class="liexternal">Vimeo</a>.</p>
<p><a href="http://www.nordische-musik.de/musiker.php?id_musiker=2016" class="liexternal">The Field</a> aus Schweden haben es mit ihrem Minimal-Techno mit Tiefgang ebenfalls verdient unter die letzten elf geschafft. »LOOPING STATE OF MIND«, das j&#252;ngste Werk des losen Projekts um Mastermind Axel Willner, &#252;berrascht mit Intelligenz, Tiefgang und Intensit&#228;t. Winzigste Ver&#228;nderungen innerhalb eines repetiven klanglichen Universums entwickeln eine unerwartete Dynamik. Dazu l&#228;sst sich bestens tr&#228;umen.</p>
<p><object height="81" width="100%"><param name="movie" value="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F22437029&#038;show_comments=false&#038;color=d38475"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed allowscriptaccess="always" height="81" src="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F22437029&#038;show_comments=false&#038;color=d38475" type="application/x-shockwave-flash" width="100%"></embed></object><span><a href="http://soundcloud.com/kompakt/the-field-then-its-white" class="liexternal">The Field &#8211; Then It&#8217;s White</a> by <a href="http://soundcloud.com/kompakt" class="liexternal">Kompakt</a></span></p>
<p><a href="http://monteemusic.wordpress.com/" class="liexternal">Montée</a> aus Norwegen mit ihrem treibenden, sehns&#252;chtigen Indiepop blicken zwar auch m&#228;chtig zur&#252;ck in Richtung 80er-Jahre-England, sind auf ihrem Zweilting »RENDITION OF YOU« aber von seelenschmeichelnder Dringlichkeit. Warum es die quicklebendigen <a href="http://www.nordische-musik.de/3273-Kakkmaddafakka" class="liexternal">Kakkmaddafakkas</a> mit ihrem funkelnden und &#252;berm&#252;tigen Deb&#252;t »HEST« noch nicht einmal in den breiteren Kreis der Nominierten geschafft haben, bleibt ein R&#228;tsel. </p>
<p><object height="81" width="100%"><param name="movie" value="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F17762389"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param> <embed allowscriptaccess="always" height="81" src="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F17762389" type="application/x-shockwave-flash" width="100%"></embed></object>  <span><a href="http://soundcloud.com/montee/rendition-of-you" class="liexternal">Rendition Of You</a> by <a href="http://soundcloud.com/montee" class="liexternal">Montée</a></span> </p>
<p>Der letzte der elf Nominierten ist der schwedische Cool- und Acidjazzer und begnadete Trompeter <a href="http://www.nordische-musik.de/693-Goran-Kajfes.html" class="liexternal">Goran Kajfes</a>, der auf dem Doppelalbum »X/Y« die Hemisph&#228;ren World Music und Electronics vers&#246;hnt. Cooles, ambitioniertes Vorhabens des Musikers mit kroatischen Wurzeln!</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/22386681?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="400" height="225" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/22386681" class="liexternal">GORAN KAJFES  &#038; SUBTROPIC ARKESTRA</a> from <a href="http://vimeo.com/damienpriest" class="liexternal">Damien Priest</a> on <a href="http://vimeo.com" class="liexternal">Vimeo</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>The Aftermath: Ein letzter Blick zur&#252;ck auf Iceland Airwaves 2011</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Oct 2011 20:04:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva-Maria Vochazer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Island]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
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		<description><![CDATA[Lange schon wieder zur&#252;ck aus Reykjavik vom sch&#246;nsten Festival von allen, von Iceland Airwaves. Die gro&#223;en Nachwellen verpl&#228;tschern ganz langsam, aber immer noch tauchen Fragmente und Bruchst&#252;cke auf. Und man denkt »schade, dass ich diese Band nicht live gesehen habe!« beim genussvollen Hineinh&#246;ren in all die Alben, die man einfach kaufen musste, weil sie einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lange schon wieder zur&#252;ck aus Reykjavik vom sch&#246;nsten Festival von allen, von <a href="http://www.icelandairwaves.is/" class="liexternal">Iceland Airwaves</a>. Die gro&#223;en Nachwellen verpl&#228;tschern ganz langsam, aber immer noch tauchen Fragmente und Bruchst&#252;cke auf. Und man denkt »schade, dass ich diese Band nicht live gesehen habe!« beim genussvollen Hineinh&#246;ren in all die Alben, die man einfach kaufen musste, weil sie einem unwiderstehlich anlachten oder weil Freunde Empfehlungen ausgesprochen hatten. Vor allem l&#228;uft derzeit, passend zum Beginn der Winterzeit, der schwerelose Traumt&#228;nzerpop von <a href="http://vigri.co.uk/" class="liexternal">Vigri</a>, einem Rekjaviker Quintett, das auf Katzenpfoten daherkommt. Und feierliche, feine, graublaue Stimmungsbilder malt, in denen die hektische Welt allm&#228;hlich zum Stillstand kommt und die Glocken der Hallgrímskirkja in Reykjavik den Abend einl&#228;uten. Vigris Deb&#252;talbum »PINK BOATS« ist bereits im Sommer in Eigenregie erschienen, und bezieht sich auf eine Vision der Band: Eigentlich sollte die rote isl&#228;ndische Abendsonne doch alle wei&#223;en Boote auf dem Meer rosa f&#228;rben!</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/16532354?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="400" height="225" frameborder="0" webkitAllowFullScreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/16532354" class="liexternal">Vigri &#8211; Sleep</a> from <a href="http://vimeo.com/icelandmusic" class="liexternal">Iceland Music Export</a> on <a href="http://vimeo.com" class="liexternal">Vimeo</a>.</p>
<p>Und schade, dass ich den heftigeren T&#246;nen von <a href="www.vickytheband.com" class="liinternal">Vicky</a> nicht live gelauscht habe, dem stylish-coolen M&#228;delspunkpop in Dunkelschwarz f&#252;r die Stunden nach Mitternacht, voller heftiger Ausbr&#252;che und hysterischem Retro-Appeal. Wie zu h&#246;ren war, spielen die Enkelinnen von Grace Slick und Siouxie Sioux eine krachige Show. Fehlte gerade noch, dass sie die Peitschen schwingen!</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/23935497?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="400" height="225" frameborder="0" webkitAllowFullScreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/23935497" class="liexternal">Vicky &#8211; Feel Good</a> from <a href="http://vimeo.com/icelandmusic" class="liexternal">Iceland Music Export</a> on <a href="http://vimeo.com" class="liexternal">Vimeo</a>.</p>
<p>Schade, dass ich <a href="http://www.nordische-musik.de/2152-Olafur-Arnalds.html" class="liexternal">Ólafur Arnalds</a> im Nordic House verpasst habe, wo er vor einem knallevollen Saal eine einf&#252;hlsame Performance gegeben hat, <a href="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2011/10/11T5103.jpg" class="liimagelink"><img src="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2011/10/11T5103-300x200.jpg" alt="" title="_11T5103" width="300" height="200" class="alignleft size-medium wp-image-5925" /></a> wie glaubhaft geschildert wurde. Aber das ist eben das Verflixte an Airwaves: Einfach unm&#246;glich, an zwei oder drei Orten gleichzeitig zu sein! Wer sich via Konzertfotos einen Eindruck vom Festival bilden will, dem seien die Aufnahmen des befreundeten Fotografen <a href="http://www.floriantrykowski.de/" class="liexternal">Florian Trykowski</a> ans Herz gelegt, der in diesem Jahr zum ersten Mal mit dabei war und dessen Fotos ich hier auch verwenden darf. Am einfachsten St&#246;bern auf seiner <a href="http://de-de.facebook.com/trykowski.fotografie?sk=photos" class="liexternal">Facebook-Seite</a>!</p>
<p>Nun, aber es war ja nicht so, dass der letzte Airwaves-Tag anm Sonntag so ganz ungenutzt vorbeistrich! Noch ein letztes Mal im KEX vorbeigeschaut und den Postrockern <a href="http://www.nordische-musik.de/3238-Miri.html?PHPSESSID=6daac719c0a6b42212fd7f223ac9179b" class="liexternal">Miri</a> gelauscht, die auf unberechenbare Weise auf der Bruchkante zwischen Rock, Country, Blues und experimentellem Erkunden balancieren und immer f&#252;r selbstironisch glitzernde &#220;berraschungen gut sind. Wenn man nicht selbst &#252;ber sie lachen muss, denn der Bassist sieht genauso aus, wie sich die kleine Lea-Sophie einen Wikinger vorstellt, ein Trumm von einem Kerl mit wildem Bart und wallendem blonden Haupthaar. Der Gitarrist hoppst im schlimmsten 70er-Jahre-Style-Unterhemd &#252;ber die B&#252;hne, das Muster macht sprachlos vor Entsetzen.</p>
<p>Lieber denkt man da an die traditionelle Sause am Samstag in der Blauen Lagune zur&#252;ck, wo traditionell der gr&#246;&#223;te Teil der Festivalg&#228;ste zu Club-Musik im hei&#223;en blauen Wasser suhlt!</p>
<p><a href="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2011/10/bl.jpg" class="liimagelink"><img src="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2011/10/bl-300x200.jpg" alt="" title="bl" width="300" height="200" class="alignleft size-medium wp-image-5933" /></a></p>
<p>Entspannt ausklingen l&#228;sst sich der Nachmittag im neuen Konzerthaus Harpa, wo <a href="http://gotohellvar.blogspot.com" class="liexternal">Hellvar</a> im Foyer aufspielen und samtpf&#246;tig-akustisch daherkommen, so dass man glauben k&#246;nnte, diese braven Folkpopper k&#246;nnten kein W&#228;sserchen tr&#252;ben! Weit gefehlt: S&#228;ngerin Heiða Eiríksdóttir und ihre Kollegin Alexandra m&#246;gen zwar an diesem Nachmittag buntbestrumpft im R&#246;ckchen daherkommen und und hymnisch-harmonisch singen, aber eigentlich sind Hellvar eine Rockband, wie am Titel ihres ersten Albums  »BAT OUT OF HELLVAR« unschwer zu erkennen ist, das &#252;brigens im fernen Berlin aufgenommen wurde. An diesem Nachmittag mit dem famosen Sonnenuntergang vor den Fenstern aber lassen wir uns von den Isl&#228;ndern die Seele streicheln. </p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/2139365?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="400" height="225" frameborder="0" webkitAllowFullScreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/2139365" class="liexternal">Graffiti in Reykjavik</a> from <a href="http://vimeo.com/strings" class="liexternal">Jessie</a> on <a href="http://vimeo.com" class="liexternal">Vimeo</a>.</p>
<p>Abends nochmal t&#252;chtig die Ohren durchpusten lassen mit dem Berserker-Postrock von <a href="http://www.myspace.com/wemadegod" class="liexternal">We Made God</a>, der sich vor lauter Lust an der gewaltt&#228;tigen Form der Revolte gleichwohl nicht nehmen l&#228;sst, auch die gef&#252;hligen Zwischent&#246;ne anzustimmen und zwischendurch kurzzeitig ins Tr&#228;umen zu verfallen. An diesem Abend im Punkclub aber sind die Jungs auf Krawall geb&#252;rstet. Um die Stimmb&#228;nder des S&#228;ngers muss man sich ernsthafte Sorgen machen! Lieber das Festival ganz zum Schluss mit dem majest&#228;tisch coolen Reggae von <a href="http://www.nordische-musik.de/musiker.php?id_musiker=3236" class="liexternal">Hjálmar</a> ausklingen lassen, die streng genommen nicht im offiziellen Programm vertreten sind, aber eben Off-Off-Venue spielen. Reykjavik ist heute zu sp&#228;ter Stunde ein Stadtteil von Kingston, entspannt und l&#228;ssig. Das gesamte isl&#228;ndische Publikum singt mit, wippt mit, das Bier flie&#223;t in Str&#246;men, das Kondenswasser l&#228;uft von den W&#228;nden, und irgendwann wankt man ersch&#246;pft und gl&#252;cklich gen Bett und zuckt immer noch mit den H&#252;ften. </p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/24236661?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="400" height="225" frameborder="0" webkitAllowFullScreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/24236661" class="liexternal">I gegnum moduna</a> from <a href="http://vimeo.com/user7190359" class="liexternal">Hjálmar</a> on <a href="http://vimeo.com" class="liexternal">Vimeo</a>.</p>
<p>(Fotos: ©floriantrykowski.com)</p>
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		<title>We´ll be singing songs! Iceland Airwaves 2011</title>
		<link>http://polarblog.de/2011/10/16/well-be-singing-songs-iceland-airwaves-2011/</link>
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		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 19:07:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva-Maria Vochazer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dänemark]]></category>
		<category><![CDATA[Island]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
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		<category><![CDATA[Orphic Oxtra]]></category>
		<category><![CDATA[Raised Among Wolves]]></category>
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		<category><![CDATA[Treefight For Sunlight]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie wunderbar! Eine Band genau dort ankommen zu sehen, wo sie hingeh&#246;rt: In einen Saal mit bester Akustik und um die 500 aufmerksam lauschenden und leicht zu euphorisierenden Zuh&#246;ren. Auf der B&#252;hne: Vier junge D&#228;nen mit verkl&#228;rten Gesichtern: Treefight For Sunlight. Die Gr&#246;&#223;e des Raums kommt dieser bewusst dick aufgetragenen, sentimentalen Reise durch pl&#252;schige Emotionen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie wunderbar! Eine Band genau dort ankommen zu sehen, wo sie hingeh&#246;rt: In einen Saal mit bester Akustik und um die 500 aufmerksam lauschenden und leicht zu euphorisierenden Zuh&#246;ren. Auf der B&#252;hne: Vier junge D&#228;nen mit verkl&#228;rten Gesichtern: <a href="http://www.nordische-musik.de/musiker.php?id_musiker=3302&#038;PHPSESSID=546a9489b2f7c0c4415e239e926c8ece" class="liexternal">Treefight For Sunlight</a>. Die Gr&#246;&#223;e des Raums kommt dieser bewusst dick aufgetragenen, sentimentalen Reise durch pl&#252;schige Emotionen ungemein entgegen. Ihre Glitzerball-Discohymne »What Became Of You And I« t&#246;nte hier dem <a href="http://www.icelandairwaves.is/" class="liexternal">Iceland-Airwaves Festiva</a>l vor Konzertbeginn aus jedem zweiten Lautsprecher. Treefight For Sunlight haben hier endlich den Raum, ihren Falsett-Sch&#246;ngesang sich majest&#228;tisch entwickeln zu lassen. Und sie nutzen ihn mit Verve. »Ach, so muss das richtig klingen!«, denkt man erstaunt, wenn man die Band bislang nur in kleinen Clubs mit niedrigen Decken erlebt hat. »We´ll be singing songs!« , stellten die D&#228;nen so einfach wie selbstverst&#228;ndlich klar.Der gro&#223;e Saal im Harpa kocht &#252;ber, als Treefights mit ihrem Cover von Kate Bushs »Wuthering Heights« &#252;berraschen und singt textgenau mit. Selbst diejenigen, die 1978 noch lange nicht geboren waren! &#220;berhaupt ist der Airwaves-Samstag der Tag der D&#228;nen. </p>
<p><iframe width="400" height="279" src="http://www.youtube.com/embed/J_RHtzq-5dY" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Denn ganz sp&#228;t zettelt die blutjunge dicke-Lippe-Retropunktruppe <a href=" http://www.myspace.com/egaeci" class="liinternal">Iceage</a> im bereits schwei&#223;- und biertriefenden Club Gaukur Á St&#246;ng m&#228;chtig Randale an mit ihrer pr&#228;zisen und gleichzeitig anarchischen Mischung aus Old-School-77, Goth und Hardcore. Kein Song, der die Drei-Minuten-Grenze &#252;berschreitet. Kein Song, in dem sich der Dennis-The-Menace-Wiederg&#228;nger-S&#228;nger nicht bis zum v&#246;lligen stimmlichen Ruin verausgabt. Zeit zum Atemholen bleibt nicht, hier geht es aufs Ganze, scheppernd, kraftvoll, unerwartet dicht. Widerstand um&#246;glich. Der halbe Club pogot, Stagediving ist wegen der niedrigen Decke lebensgef&#228;hrlich. Gegen diese aufm&#252;pfige Oberschultruppe wirken die Toten Hosen wie Miss Sophie und ihr Butler James.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/28323848?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="400" height="225" frameborder="0" webkitAllowFullScreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/28323848" class="liexternal">Iceage &#8211; Youre Blessed</a> from <a href="http://vimeo.com/user5321420" class="liexternal">iceage</a> on <a href="http://vimeo.com" class="liexternal">Vimeo</a>.</p>
<p><span id="more-5897"></span></p>
<p>Dabei k&#246;nnen D&#228;nen doch kleine Kinder zum L&#228;cheln und Pfeifen bringen! Wie die Zauberwald-Popster <a href="http://raisedamongwolves.bandcamp.com/" class="liexternal">Raised Among Wolves</a>, die nachmittags ein leises und ungemein verspieltes Set im <a href="http://www.nordichouse.is/" class="liexternal">Nordic House</a> spielen und mit ihrem selbstbewussten, handgemachten, nur auf den ersten Blick naiven Liedgut an der Bruchkante zwischen Twee, Folk und anspruchsvoller Bilderbuch&#228;sthetik punkten. Es gibt Gegenwelten, in denen die Dinge ganz anders sind, gr&#252;n glitzernd und geheimnisvoll, sagt das Septett zwischen den Zeilen und setzt auf sehns&#252;chtige Trompete und girrendes Glockenspiel. Was am meisten f&#252;r die in Phantasiekost&#252;me zwischen Indianerromantik und M&#228;rchenbuch-Schick geh&#252;llte Band einnimmt, ist die unb&#228;ndige Freude, mit der sie zusammenspielen. Und dass sie so gro&#223;en Wert darauf legen, dass die zartesten Zwischent&#246;ne sitzen! Die beiden kleinen Jungen (vier und sechs, gesch&#228;tzt), die in der Reihe hinter mir sitzen, sind restlos begeistert. </p>
<p><iframe width="400" height="279" src="http://www.youtube.com/embed/5PSaAPLqMNY" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der vierte Tag hatte bereits so sch&#246;n entspannt angefangen im KEX, in einer alternativ-fr&#252;hschoppen-artigen Atmosph&#228;re. Mit den verdienten schwedischen Haudegen <a href="http://www.nordische-musik.de/2006-Dungen.html?PHPSESSID=f969a" class="liexternal">Dungen</a>, die mit sich im v&#246;llig im Reinen auf Holzst&#252;hlen sitzen. Die Instrumente: Akustikgitarren, Querfl&#246;te, Bongos. Die Vier verlieren sich konzentriert in ausufernden psychedelischen Gegewelten im 70ies-Canterbury-Style. Erinnern mitunter an Caravan, nehmen Jazziges auf, singen bewusst zur&#252;ckgenommen auf schwedisch und verstr&#246;men eine abgekl&#228;rte Souver&#228;nit&#228;t. Zu einer Tasse Kaffee ein perfekter Start, und der Blick schweift &#252;ber die Bucht von Reykjavik, &#252;ber der ausnahmsweise die Sonne scheint. Dr&#252;ben auf den Bergen hat es geschneit!</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/13892556?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="400" height="225" frameborder="0" webkitAllowFullScreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/13892556" class="liexternal">Dungen &#8211; Skit I Allt</a> from <a href="http://vimeo.com/user3659167" class="liexternal">Mexican Summer</a> on <a href="http://vimeo.com" class="liexternal">Vimeo</a>.</p>
<p>Am Samstag kl&#228;rt sich &#252;brigens auch die Frage, warum bei den Off-Venue-Konzerten der isl&#228;ndischen Folkpopband <a href="http://www.facebook.com/ofmonstersandmen" class="liexternal"> Of Monsters And Men</a> die letzen Tagen kein Hereinkommen war: <a href="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2011/10/11T4684.jpg" class="liimagelink"><img src="http://polarblog.de/wp-content/uploads/2011/10/11T4684-300x200.jpg" alt="" title="_11T4684" width="300" height="200" class="alignleft size-medium wp-image-5951" /></a> Die vielk&#246;pfige Gute-Laune-Truppe mit dem S&#228;nger, der wie ein Metzgerlehrling aussieht, ist binnen Jahresfrist zu lokalen Helden aufgestiegen. Nationalen Preis gewonnen, Publikumslieblinge geworden. Der gro&#223;e Saal im Harpa ist brechend voll mit Einheimischen, die fast jeden der eing&#228;ngigen Tanzbeinschwing-Songs textgenau mitsingen. Kamen die urspr&#252;nglichen Vier einst akustisch und handgemacht daher, so werden sie jetzt von einer gro&#223;en Begleitgruppe unterst&#252;tzt. Ihr erstes Album ist im Sommer erschienen, und besonders der Boy-Girl-Wechselgesang- Gassenhauer »Little Talks» nimmt eing&#228;ngige Folkrhythmen ansprechend auf. Ich bin jetzt mal m&#228;kelig und sage: Reduziert haben mir Of Monsters And Men weitaus besser gefallen.</p>
<p>Ohnehin fast  in Dutzenst&#228;rke auf der B&#252;hne stehen <a href=" http://www.myspace.com/orphicoxtra" class="liinternal">Orphic Oxtra</a>, Islands Antwort auf die Russen- bzw. Balkansdisco. Selbst auf sehr begrenztem Raum im Nordic House l&#228;sst es sich die putzmuntere Truppe mit ihrer Viezahl an Instrumenten m&#228;chtig zum Tanz aufzuspielen. Und f&#252;r &#220;berraschungseffekte zu sorgen, wenn sie pl&#246;tzlich unvermittelt in Harmonieges&#228;nge ausbrechen! Die Oxtras prickeln wie Fassbrause und w&#252;rden jede Dorfhochzeit zur gro&#223;en Sause geraten lassen. Die isl&#228;ndischen Neffen und Nichten von Fanfare Ciocarlia sind &#252;brigens ein Beispiel daf&#252;r, dass sich eine Band auch ohne Plattenfirma im Hintergrund ordentlich selbst organisieren kann: Zwei Platten in Eigenregie herausgebracht, Konzerte alle selbst organisiert. Ber&#252;hmt geworden sind die Orphics damit zwar noch nicht, aber kann ja noch kommen!</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/16586587?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="400" height="279" frameborder="0" webkitAllowFullScreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/16586587" class="liexternal">Orphic Oxtra &#8211;  Hóru horo live @ airwaves 2010</a> from <a href="http://vimeo.com/user5161948" class="liexternal">Orphic Oxtra</a> on <a href="http://vimeo.com" class="liexternal">Vimeo</a>.</p>
<p>Auf die isl&#228;ndische Newcomer-Truppe <a href="http://www.kiriyamafamily.com " class="liexternal">Kiriyama Family</a> hatte ich mich an diesem Abend gefreut, aber ach! Live stellt sich heraus, dass der gepflegte Elektronik-Synthiepop doch arg kantenlos ausf&#228;llt, keimfrei-britstylish. Die Discokugel rotiert, elegante Gef&#252;hlszust&#228;nde feiern Stutzer-Parties und der Schwei&#223; flie&#223;t eher verhalten. Am interessantesten sind hier die im Hintergrund laufenden 70er-Trashfilmchen, in denen au&#223;erirdische Monster Bikini-M&#228;dchen jagen. Wems gef&#228;llt!</p>
<p><iframe width="400" height="250" src="http://www.youtube.com/embed/UKf4tX_9B6k" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Das eigentlich Erweckungserlebnis an diesem Abend kommt &#252;brigens aus Landau in der Pfalz und hei&#223;t <a href="http://de-de.facebook.com/pages/SIZARR/106164795399" class="liexternal">Sizarr</a>! Irgendwo in ganz neuen Landstrichen angesiedelt, in denen die Fine Young Cannibals mit den Rebels Without Cause H&#228;ndchen halten und elektronischen Calypso-Abh&#228;nger mit HipHoppern knutschen. Gro&#223;es Kino, die Reykjaviker Partyszene, die sich zu den Deutschen aufgemacht hat, tanzt ab. Puuuh!</p>
<p>Foto: ©floriantrykowski.com&#8221;</p>
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		<title>I hope we mean something: Iceland Airwaves 2011</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Oct 2011 12:33:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva-Maria Vochazer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dänemark]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>»I hope we mean something, I hope we mean something!«, singen <a href="http://teamme.no/" class="liexternal">Team Me</a> mantragleich an diesem grauen Nachmittag im <a href="http://www.nordichouse.is/the-nordic-house/news/nr/1077" class="liexternal">Nordic House</a>. Stellvertretend wohl f&#252;r all die vielen Bands, die auf dem Iceland Airwaves Festival spielen. All die Bands, die man beim besten Willen nicht alle live erleben kann, alle wollen sie einen Eindruck hinterlassen und der vielk&#246;pfigen norwegischen Schrulligpop-Kapelle gelingt dies mit schierer Lebendigkeit und euphorisierendem Schr&#228;gspiel. S&#228;ngerin Synne h&#252;pft auf begrenztem Raum wie eine Hummel im Honigglas, und einer der S&#228;nger erz&#228;hlt mit verkl&#228;rtem Blick, dass er Owen Pallett getroffen und ihm das eben erschienene erste Team-Me-Album verehrt hat. Wenn die unberechenbare Gro&#223;gruppe in dem Tempo weitermacht, spielen sie bald als Vorband von Arcade Fire!</p>
<p>Das Kontrastprogramm, das ist es, was die Festivaltage so kurzweilig und aha-effektig macht: Der Freitag startet mit <a href="www.myspace.com/sindrieldon" class="liinternal">Sindri Eldon</a>, einem b&#228;rbei&#223;igen, gleichwohl auf seine Weise stylishen Verlierer-Rocker, der das mit Abstand bislang scheu&#223;lichste Hemd des Festivals mit Anstand tr&#228;gt. Knochentrocken und fokussiert kommen die Songs daher, auf das Rock-Grundger&#252;st reduziert: Gitarre, Bass, Schlagzeug. Es geht um verkorkste Beziehungen und ins Leere laufende Lebensentw&#252;rfe, die alte Geschichte, aber angenehm selbstironisch dargeboten. Selbstmitleid ist etwas f&#252;r Weicheier, Selbstliebe in harten Zeiten etwas f&#252;r echte M&#228;nner!</p>
<p><object height="81" width="100%"><param name="movie" value="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F5880185"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param> <embed allowscriptaccess="always" height="81" src="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F5880185" type="application/x-shockwave-flash" width="100%"></embed></object>  <span><a href="http://soundcloud.com/sindri-eldon/the-ugly-truth" class="liexternal">The Ugly Truth</a> by <a href="http://soundcloud.com/sindri-eldon" class="liexternal">Sindri Eldon</a></span> </p>
<p>Die wunderbaren d&#228;nischen <a href="http://www.nordische-musik.de/3185-Mimas.html" class="liexternal">Mimas</a> sollten zwar an diesem Nachmittag in Reykjavik spielen, aber sie tun es leider nicht. Warum? Snævar Njáll Albertsson, der S&#228;nger von Mimas, tritt hier mit seinem Solo-Projekt <a href="http://dadrocks.tumblr.com/" class="liexternal">Dad Rocks!</a> an und erkl&#228;rt warum: Kaum sind Mimas in Island gelandet, setzen bei der Freundin des Drummers verfr&#252;ht die Wehen ein. Der werdende Papa nimmt selbstredend den n&#228;chsten Flieger zur&#252;ck nach D&#228;nemark &#8211; alles bestens inzwischen mit Mama und Nachwuchs, aber die Airwaves-Auftritte von Mimas fallen aus. Albertsson aber bleibt, was vom unterschwelligen Thema der Kapitalimuskritik der Dad Rocks!-Songs her bestens ins Zeitgeschehen passt. Weltweit marschieren die Menschen gegen die Zerst&#246;rungspolitik der Banken, Albertsson singt dagegen an. Der blasse junge Mann mit dem altv&#228;terischen Bart f&#252;hlt sich sichtlich wohl, vor heimischem Publikum zu spielen, hat sich Bl&#228;ser und Streicher mit auf die B&#252;hne gebracht, und holt weit aus mit seinen leidenschaftlichen Anti-Hymnen, die mitunter an die folkige Protestler-Naivit&#228;t der ganz fr&#252;hen Simon and Garfunkel erinnern. »A slap in the face with all this human waste that is unavoidable in times of progress. Security fears with all these ships at piers filled with people in need of arrest.«</p>
<p><object height="81" width="100%"><param name="movie" value="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F21457789"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param> <embed allowscriptaccess="always" height="81" src="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F21457789" type="application/x-shockwave-flash" width="100%"></embed></object>  <span><a href="http://soundcloud.com/dad-rocks/take-care" class="liexternal">Take Care</a> by <a href="http://soundcloud.com/dad-rocks" class="liexternal">Dad Rocks!</a></span> </p>
<p>Freitag und Samstag sind die Hauptfestivaltage. Ist es wirklich in diesem Jahr so &#252;berf&#252;llt in den Clubs, dass es zum Teil schon keinen Spa&#223; mehr macht?, wird am Rande immer wieder diskutiert Ja und nein. Die kleineren Locations wie die Jugendherberge am Hafen oder In-Orte wie das KEX sind so voll, dass h&#228;ufig kein Hereinkommen mehr ist. Gleichzeitig aber spielen Musiker zwei Stra&#223;en weiter im Stra&#223;encafé vor zehn Leuten. Nicht so einfach zu beantworten also. Dass das Nordic House seinen Veranstaltungsraum in diesem Jahr verkleinert hat, war keine wirklich weise Entscheidung. Bei der norwegischen Chanteuse <a href="http://www.nordische-musik.de/3269-Jenny-Hval.html?PHPSESSID=398aab13d17977b4f7978cdc9c8b770c" class="liexternal">Jenny Hval</a> und ihrer Band sitzen die Zuh&#246;rer dicht gedr&#228;ngt am Boden und lauschen den Nachtschatten-Moritaten dieser experimentellen B&#228;nkels&#228;ngerin und modernen Ausgabe einer marodierenden Seer&#228;uber-Braut. Ausufernde Songstrukturen, stimmliche Achterbahnfahrten, anspruchsvolle Kost. Manch j&#252;ngerer iPhone-Tastenh&#228;mmerer im Publikum guckt leicht &#252;berfordert.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/19755470?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="400" height="227" frameborder="0" webkitAllowFullScreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/19755470" class="liexternal">Jenny Hval &#8211; Blood Flight (official video)</a> from <a href="http://vimeo.com/user5984208" class="liexternal">Jenny Hval</a> on <a href="http://vimeo.com" class="liexternal">Vimeo</a>.</p>
<p><span id="more-5878"></span></p>
<p>Finnische Bands sind traditionell auf dem Airwaves-Festival nur sp&#228;rlich vertreten, um so erfreulicher, dass <a href="http://www.nordische-musik.de/2611-Murmansk.html" class="liexternal">Murmansk</a> mit ihrer r&#252;ckkoppeligen, rauhen, d&#252;steren Variante des shoegazigen, l&#228;rmigen Postrock hier antreten. Das Zeltdach wird von Wind und Starkregen gepeinigt, ein passendes Szenario f&#252;r die mileidlose Mischung zwischen Aggression, Hysterie und wilder Sch&#246;nheit und der alptraumhaft irrlichternden, grundwarmen Stimme von S&#228;ngerin Laura Soininen. Man friert, man schwitzt, man wird emotional t&#252;chtigst durchger&#252;ttelt.</p>
<p><iframe width="400" height="250" src="http://www.youtube.com/embed/S_Pn6OtMAtE" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Kleine Zwischenbetrachtung zum Post-Krisen-Island: Die kleine Atlantikrepublik hat sich, so scheints zumindest auf den ersten Blick, nach dem Beinahe-Bankrott vor einigen Jahren einigerma&#223;en erholt. Fast keine leerstehenden Gesch&#228;fte mehr an der Hauptstra&#223;e Lauguvegur. Die anklagend klaffende Baul&#252;cke am Hafen ist dem sehr gelungenen Neubau des Konzerthauses Harpa gewichen, dessen von Ólafur Eliasson entworfene Fassade Funken spr&#252;ht wie ein Sternenschauer. Keine Demonstrationen mehr vor dem Parlament in der Innenstadt. Alles einigerma&#223;en in Ordnung also? Oder was verbirgt sich hinter der ordentlichen Fassade? Wird Herr Oettinger bald die angeblich reformresistenten Griechen zum Zwangsunterricht in Sachen Krisenbew&#228;ltigung nach Island schicken? Wir wissen es nicht.</p>
<p>Ein Exportgut des Landes floriert pr&#228;chtig, und das sind die vielen talentierten Musiker. Wie der angenehm bescheiden im 12 Tónar-Plattenladen auftretende Singer-Songwriter <a href="http://www.nordische-musik.de/1162-Helgi-Jonsson.html" class="liexternal">Helgi Jónsson</a>, der sich zun&#228;chst wortreich f&#252;r den aus seiner Sicht missgl&#252;ckten Auftritt vom Vorabend entschuldigt (so schlimm wirds nicht gewesen sein!). Auf sehr beengten Raum in funkelnder Melancholie Herzen bricht, unterlegt von puckernden Electronics, ehrlichem Piano und sensibler Gitarre. Herr Jónsson wechselt an diesem fr&#252;hen Abend immer wieder mit einem Fu&#223; ins Poplager &#252;ber, ist dem melodramatischen Herzschmerz stark zugeneigt. Manche emotionalen Wunden brauchen Jahr, um sich zu schlie&#223;en. Oder heilen nie. Warum ist das mit uns blo&#223; so schiefgelaufen?</p>
<p><iframe width="400" height="100" style="position: relative; display: block; width: 400px; height: 100px;" src="http://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/v=2/album=826673828/size=venti/bgcol=FFFFFF/linkcol=4285BB/" allowtransparency="true" frameborder="0"><a href="http://helgijonsson.bandcamp.com/album/big-spring" class="liexternal">Big Spring by Helgi Jonsson</a></iframe></p>
<p>Der Abend. Ach ja, der Abend. Durch Sturzregen gerade noch rechtzeitig ins Harpa geeilt, um endlich <a href="http://www.myspace.com/einarstraymusic" class="liexternal">Einar Stray</a> zu erleben, den norwegischen Piano-Singer-Sonwriter, auf emotionaler Ebene der Cousin von Herrn Jonsson. Der wunderbar durch komplizierte Seelenlandschaften man&#246;vriert, einf&#252;hlsam unterst&#252;tzt von Streicherinnen, Schlagzeuger und Basser. Alle kommen sie strumpfig daher, und Herr Stray windet sich um die Tasten wie ein Kind, das in den warmen Uterus seiner Mutter zur&#252;ckkehren will. Und z&#252;ndet dabei ein helles, eigenwillig flackerndes Feuerchen an. Beunruhigung ist das neue Cool.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/19218126?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="400" height="225" frameborder="0" webkitAllowFullScreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/19218126" class="liexternal">Einar Stray &#8211; Yr Heart Isn&#8217;t A Heart</a> from <a href="http://vimeo.com/apparatet" class="liexternal">APPARATET</a> on <a href="http://vimeo.com" class="liexternal">Vimeo</a>.</p>
<p>Es ist der Abend, an dem <a href="http://www.nordische-musik.de/genre.php?genre=rock&#038;land=island" class="liexternal">For A Minor Reflection</a> in ihrer Heimatstadt vor vollem Haus im Kunstmuseum triumphieren, dass die Sterne der B&#252;hnenbeleuchtung nur so in Sch&#246;nheit explodieren. Es ist der Abend, an dem die isl&#228;ndische Singer-Songwriterin <a href="http://www.icelandairwaves.is/artists--schedule/artist-page-2011/nr/532" class="liexternal">Élin Ey</a> beweist, das Folk und Discokitsch bestens zusammengehen. Es ist der Abend, an dem <a href="http://www.icelandairwaves.is/artists--schedule/artist-page-2011/nr/468" class="liexternal">Lay Low</a> zeigt, dass countryeskes Songwritertum nichts mit altmodischen Bewahrertum zu tun hat. Und es ist der Abend, an dem Owen Pallett, der sich gerade zu Plattenaufnahmen in Island befindet, den alten Tanzsaal Idno in ein schrulliges Gegenuniversum verwandelt, in dem die Violine zum Zauberstab wird. Er beschlie&#223;t das Konzert mit einem Paukenschlag an &#220;bermut mit einer angerockten Version seines Klassikers »This Is The Dream Of Win And Regine«. Das ist so toll, dass ich hier aunahmsweise das Video eines Kanadiers poste! »Montreal might eat its young, but Montreal won´t break us down«. Die F&#252;&#223;e schmerzen. Man trollt sich nach Hause. Mehrere Leute wollen Jónsi gesehen haben. Morgen vielleicht!</p>
<p><iframe width="420" height="250" src="http://www.youtube.com/embed/Y8PZ8-cpWc4" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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