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Foto nordische Landschaft

10. Januar 2014

Rückblick 2013: »Deep shadows and brilliant highlights«


Meine persönlichen Tiefpunkte »Deep Shadows« und die Höhepunkte: »Brilliant Highlights« im Jahre 2013:

ALBEN

Höhepunkte:
siehe meine Charts 2013

Tiefpunkte:
Witchgrave – »WITCHGRAVE«
Screamer
– »PHOENIX«
NiteRain – »CROSSFIRE«
One Inch Giant – »THE GREAT WHITE BEYOND«
Aratic – »TO THE EARLY GRAVE«
Skirmish – »JET BLACK DAYS«
Amorphis – »CIRCLE«
Battle Beast – »BATTLE BEAST«

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08. Januar 2014

Línt, oder postrockige Filmmusik aus Bergen

Bergen, immer wieder Bergen! In der norwegischen Hafenstadt scheinen die musikalischen Talente fast so zu wuchern wie Löwenzahn im Frühlingsregen. Statt der fröhlichen Popster Kakkmaddfakka oder der Innerlichkeits-Heroen Kings Of Convenience sind es dieses Mal Postrocker mit Filmsoundtrack-Qualitäten. Línt heißen die fünf Jungspunde, die unerschrocken zu großer Geste ausholen. Das selbst betitelte Debütalbum ist im vergangenen Sommer beim renommierten Bergener Label Klangkollektivet erschienen. Línt nehmen sich in postrockiger Tradition alle Zeit der Welt, um klangmalerisch Stimmungen zu schaffen, die irgendwo zwischen Emo-Empfindsamkeit, romantischer Verträumtheit und handfestem Rock changieren. Gesungen wird auch, in Falsett-Tönen. Lautmalerisch, ohne Worte. Mit sich fein aufbauenden Spannungsbögen. Línt spielen den Soundtrack für ausuferndes, vielleicht sogar zielloses Unterwegssein ein. In dem sehr feinen Video zum Track »Perfect Motion Picture« (aha! Filmreferenz!) spielt die legendäre Bahnstrecke zwischen Bergen und Oslo, die Bergen Bahn, eine wichtige Rolle.

Línt – Perfect Motion Picture from Klangkollektivet on Vimeo.

Línt sind sogar in Norwegen selbst noch recht unbeschriebene Blätter, aber die junge Band hat zumindest so viel Aufmerksamkeit erregt, dass sie sich im Februar beim by:Larm-Festival in Oslo erstmals auch einm internationalen Publikum vorstellen darf. Von der Musik des Quartetts kann man sich zu späterer Abendstunde mittels lärmgitarriger Ausbrüche auf sehr raffinierte Weise in durchaus leidenschaftliche Gefühlswelten entführen lassen. Aber sorgsam so! Die Vocals erinnern mitunter an Sigur Rós, aber hey! das ist nicht die schlechteste Referenz. Die Fünf inszensieren sich zwischendurch als eigenwillige Künstler, die sich von Nebelschwaden ernähren. Denn dass in »I Eat Fog« Kinderspielzeug-Sounds mit Gitarrenklängen kombiniert werden, die mitunter fast wie Trompeten klingen, erzeugt eine sehr jenseitige Atmosphäre. Wobei von wolkenhafter Verhuschtheit keine Rede sein kann: Línt kommen hier kraftvoll selbstbewusst daher! Via Soundcloud kann man der Debüt-EP übrigens zur Gänze lauschen.

Foto: Kristoffer Øen

17. Dezember 2013

Satyricon im LKA: »I am possessed« – noch immer

Tatort: LKA – statt Club Zentral, Stuttgart
Tatverdächtige: Taiwanesische Norweger
Tatzeit
: Gefühlt zu kurz
Tatzeugen: Überwiegend Langhaarige

Dimmu Borgir haben mich irgendwann verloren. Irgendwann zwischen 1996 und 2004. Zwischen Kommerz und Bandquerelen. Satyricon nicht: Von »THE SHADOWTHRONE« (1994) bis zum überfälligen »SATYRICON«-Album (2013) habe ich sie / haben sie mich die ganzen Jahre begleitet.

Frost, der Konstante, und Satyr, der Wandelbare. Nicht mal mit der »MEGIDDO«-EP konnten sie mich vergraulen. Live gesehen habe ich sie unter anderem in Oslo, auf dem Inferno 2013, oder in Bergen beim finalen Hole In The Sky-Festival 2011. Kurz: »I am possessed« – noch immer.

Seit Monaten habe ich mich auf den Stuttgart-Gig am 12. Dezember 2013 gefreut, mit den taiwanesischen Chthonic als Vorband – und werde nicht enttäuscht.

CHTHONIC – Anheizer …

Chthonic habe ich als coole Vorband Ensiferums anno 2007 in Erinnerung, dank ihres Plattenvertrags beim finnischen Label Spinefarm. Weniger coole Erinnerungen dürften Chthonic an den heutigen Tag in Stuttgart haben:

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12. Dezember 2013

Dark Tranquillity: »You are amazing! Thank you!«

Tatort: Heruntergekommener, alter Lokschuppen
Tatverdächtige: Melodische Death Metaller aus Pippi Langstrumpf-Land
Tatzeit: In den düsteren Abendstunden des 3. Dezember 2013
Tatzeugen: Alte, Junge, Mittlere von kurz bis langhaarig

»You are amazing! Thank you!« – das sind die wohl die meist verwendeten Worte des Abends, ausgesprochen von Dark Tranquillitys Frontmann Mikael Stanne.

Stanne und seine Nordmänner geben sich am 3. Dezember 2013 die Ehre in den Stuttgarter Wagenhallen vor einem recht überschaubaren Publikum zu spielen – ursprünglich sollte das Konzert im Club Universum stattfinden.

Vorspiel

Als wir von diesem Konzert erfahren haben, war uns sofort klar: »Wir müssen hin!« Auch 115 (bzw. 80) Kilometer entfernt. Auch unter der Woche. Auch wenn der Wecker am nächsten Morgen um 5.30 Uhr klingelt. Dark Tranquillity sind es wert – und das haben außer uns noch eine Hand voll Leute gedacht.

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11. Dezember 2013

Ach, Norwegen: Thea Hjelmeland und Aurora Aksnes

Da sitzt sie nun im grünen Glitzerkleid auf der kleinen Bühne in einem Darmstädter Hinterhofgebäude, das an diesem stockdunklen Abend wohl nur von Eingeweihten zu finden ist. Die norwegische Sängerin Thea Hjelmeland scheint auf den ersten Blick eine Mischung zwischen Koboldin, weiblichem Nerd und Feierabend-Galadriel zu sein, aber der Eindruck täuscht ungemein. Die Chanteuse ist hochpräsent, hellwach und auf aufregende Art unberechenbar. Muss keine großen Geschichten erzählen, um dramatische Effekte zu erzielen. Sie muss auch nicht schreien: Flüstern und sanft artikulieren sind völlig ausreichend, um mächtig Eindruck zu hinterlassen. Frau Hjelmeland spinnt krause kleine urbane Märchen und begleitet sich selbst auf reduzierte Weise mit Gitarre, Banjo und Ukulele. Dreht Alltagsgeschehnisse auf ihre Weise weiter, bis sie einen Sinn ergeben, der nicht unbedingt naheliegt. Wie die Mär von der verwirrten alten Frau, die eines Tages auf Førde, der kleinen Heimatinsel der Chanteuse auftaucht und wie ein Geist durch die Straßen irrlichtert. Keiner kennt sie. Wenige Wochen später stirbt sie. Thea Hjelmeland erfindet ihre eigene Interpretation der Dinge: Die betagte Dame muss die Witwe eines Gefangen sein, der vor vielen Jahren in einer Strafkolonie auf dem Eiland interniert war. Und setzt der Verstorbenen so ihr eigenes Denkmal.

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