Home
Foto nordische Landschaft

15. April 2013

»22 Fragen an …« Harald Eilertsen – Imbalance

Harald Eilertsen, Sänger / Bassist der norwegischen Thrash-Band Imbalance und Macher der »NORSK URSKOG«- Sampler, beantwortet unsere »22 Fragen an …«:

1  Warum gibt es Deine Band (noch)?

Weil es der Weg ist, unsere kreative Seite auszudrücken.

2  In wessen Fußstapfen tretet ihr?

Wir versuchen unsere eigenen Fußstapfen zu schaffen. Aber natürlich ist da immer jemand, der den Weg zuvor beschritten hat.
Aspekte verschiedener Musik- und Metalrichtungen. Pantera, Slayer und Venom, wenn ich welche nennen müsste. Und technischere Bands wie Behemoth oder Meshuggah.

3  Welcher Song ist euer schlechtester? Warum?

»You Are doomed«. Ihm fehlt das, was wir danach versucht haben aufzubauen. Ihm fehlt Identität. Er klingt wie etwas, das Du in einer Schulband machst.

4  Bühne oder Studio – wo fühlt Ihr euch wohler? Warum?

Bühne.
Weil die Musik dort echt ist. Und Du bekommst sofortige Reaktionen der Zuhörer.

5  Was fehlt Dir auf Tour immer am meisten?

Kompletten Beitrag lesen …

07. April 2013

Inferno 2013, Samstag – Schlusspunkt: Satyricon, Highlight: Diskord

Nach Donnerstag und Freitag ist heute schon der letzte Festival-Tag. Zeit für einen kurzen Blick auf das Rahmenprogramm: Im Gegensatz zum Inferno 2011 findet Inferno-Film dieses Mal von Montag bis Mittwoch statt.

Das Programm besteht diesmal fast ausschließlich aus Horrorfilmen (»Room 237«, »The Shining«, »Winter Of The Dead«) sowie einem Musik-Film (»Så Jävla Metal«) – schade, den hätte ich gerne gesehen. Noch eine Neuerung: Die beliebte Black Metal-Sightseeing-Tour gibt es auch nicht mehr.

Dafür ist Inferno 2013 zu meiner Freude sehr nordisch, genauer norwegisch orientiert; wobei die Rockefeller-Headliner (am Donnerstag und Freitag) und der des John Dee (Samstag) aus den USA stammen: Deicide, Suffocation und Saint Vitus, die die Hauptbühne am Samstag für Satyricon freigeben müssen.

Und dorthin gehe ich jetzt: Verpasst habe ich Baptism (Finnland), Morbo (Italien) und Mos Generator (USA). Im Rockefeller haben gerade die norwegischen Hades Almighty angefangen, eine ebenfalls bisher unbekannte Band für mich. Hm … sind okay, doch klangen beim Probehören deutlich besser.

Kompletten Beitrag lesen …

06. April 2013

Inferno 2013, Freitag – Entdeckung des Tages: Carach Angren

Nach Donnerstag folgt nun Tag II des höllischen Spektakels: Das Inferno geht weiter. Die deutschen Fleshcrawl fallen ebenso wie die irischen Warpath und die mehrfach gesehenen Behexen (Finnland) der Nahrungsaufnahme zum Opfer – und einer Begegnung der dritten Art mit einer desinfizierten Gabel.

Als ich ins Rockefeller komme stehen bereits Aeternus auf der Bühne – und gefallen mir sehr viel besser als auf ihrem aktuellen Album »…AND THE SEVENTH HIS SOUL DETESTETH«. Die Norweger sind ja richtig gut, oder wie mein Begleiter sagt: »Viel besser als erwartet«.

Kompletten Beitrag lesen …

05. April 2013

Inferno 2013, Donnerstag – (Black) Metal Ostern: Iskald-er Start

Eier suchen? Familientreffen? Essen gehen? Viele (norwegische) Metaller haben eine ganz andere Oster-Tradition: Sie pilgern zum Inferno-Festival nach Oslo. Vom 27. bis 30. März 2013 stehen hier 29 Bands auf der Bühne des Rockefeller und der seines kleinen Bruders John Dee.

Weitere 18 Kapellen heizten in den Club-Shows am Mittwoch schon mal an: Bei der Indie Recordings Labelnight im John Dee, der von Dark Essence Records im Blå, auf der Metal Hammer Norway-Bühne im Revolver sowie im Rock In, Victoria und De Ville’s Rock. Wer eher unbekannte, überwiegend norwegische Bands entdecken will, sollte hier vorbeischauen.

Ich komme am Donnerstag gerade rechtzeitig in Oslo an, um den norwegischen Opener Iskald im Rockefeller zu sehen (Horned Almighty aus Dänemark habe ich verpasst).

Kompletten Beitrag lesen …

02. Dezember 2012

In den Traum fallen: Starflower. Und was sonst noch wärmt.

Er kommt immer überraschend, der erste Schneefall des Winters. Man wacht des morgens auf und die Welt ist weiß und leise. Heute ist dieser Tag. Im Mundwinkel nistet noch das Lächeln vom vergangenen Abend, dessen Urheber Jens Lekman ist. Der selbstironische Prinz aller gebrochenen Herzen und der Troubadour sämtlicher gescheiterten Liebschaften. Der den kleinen Härchen ein musikalisches Denkmal setzt, die sich an den Körper der Geliebten erinnert. Und der sich an diesem kalten Frankfurter Abend im gut gefüllen Zoom, seine Zartheit unter einer unkleidsamen dunklen Schirmmütze versteckend, als launiger Geschichtenerzähler erweist. Das Publikum der Bankenstadt mit einer Extended Version des Klassikers »A Postcard To Nina erfreut«. Nein, Ninas Papa wollen wir wirklich nicht kennenlernen und uns von ihm vegetarisch bekochen lassen schon gar nicht! Herr Lekmann verspricht weitere Zugaben, wenn man ihn findet. Und verschwindet mit der geschmeidigen Eleganz einer ebenholzschwarzen Katze von der Bühne. Ob ihn wohl jemand aufgespürt hat?

Angesichts einsetzender Kälte und früher Dunkelheit tut musikalische Trostkost gut. Starflower, eine dieser zu Unrecht so bescheidenen finnischen Popbands, die es mit ihrem zurückgenommenen und schwärmerischen Indiepop bislang noch niemals über die Landesgrenzen hinaus geschafft haben. Warum eigentlich? Und trotzdem seit mehr als einer Dekade alle paar Jahre ein feines Album voller verträumter Songs herausbringen, die sehnsüchtig und leicht melancholisch schweben wie halbmürbe Luftballons. Dabei durchaus intelligent (man trägt größtenteils Nerdbrille!) und schön arrangiert daherkommen und immer wieder mit kleinen Schlenkern überraschen, wie unvermittel einsetzende Trompeten. Die Band mit Wurzeln im Hafenstädtchen Pori veröffentlicht dieser Tage ihr drittes Album »THE SEA IS THE HARBOUR«. In »Walk The Plank« geht es um nichts anderes, als sich sanft in einen Traum fallen zu lassen. Wie in frisch gefallenen Schnee!

Kompletten Beitrag lesen …

 
Seite 1 von 5112345678...Letzte »